Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

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Symbolbild, Orgelregister

Kirchenmusik - jetzt erst recht

Musik, zumal Kirchenmusik, hat immer zwei Komponenten. Zum einen ist sie Medium des gemeinsamen Tuns: Unverzichtbarer Bestandteil unserer Gottesdienste und Ausdruck gemeinsam getragener Überzeugungen. Im Sanctus kulminiert dieses Geschehen als eine Verbindung zwischen himmlischer und irdischer Liturgie. Zum anderen ist sie Teil der Verkündigung; im Antwortpsalm verkündigt der Kantor einer hörenden, einer aktiv hörenden Gemeinde.

Mit der derzeitigen zur Eindämmung und Verhinderung von Neuinfektionen notwendigen Isolierung der Menschen wird eine zentrale Voraussetzung für unsere Gottesdienste verunmöglicht: die Versammlung. Und mithin ist auch gemeinsames Singen in dieser Zeit nicht möglich.

Aus diesem Grunde mache ich den Vorschlag, jetzt bewußt Musik zu hören – formal möglichst breitgefächert und vielleicht auch mal abseits der eigenen Hörgewohnheiten oder bekannten Genres. Die Geschichte der Musik bietet dazu einen gewaltigen Fundus und die Möglichkeit, Stücke zu hören, die einem vielleicht zunächst nicht gefallen oder sogar befremden. Oft sind es gerade diese Stücke, die nachhaltig bleiben.

Thorsten Konigorski, Kirchenmusikreferent

Symbolbild, Kopfhörer

Kirchenmusik - eine Sammlung

  • Veni Creator

    Dienstag, 9. Juni 2020

    Nicolaus de Grigny  (1672 – 1703), Orgelversetten zu „Veni Creator spiritus“

    Nicolaus de Grignys Orgelsuite über „Veni Creator“ gehört zu den wichtigsten Kompositionen der französischen Orgelmusik.

    Vor dem Hintergrund, daß in den Kirchen wieder Orgel- und in kleinem Rahmen auch Chormusik erklingt, endet mit diesem Stück unsere kleine Reihe „Kirchenmusik – jetzt erst recht“.

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  • Pfingstsequenzen

    Mittwoch, 3. Juni 2020

    Gregorianisch bzw. Gebetshaus feat. Veronika Lohmer

    An Pfingsten steht die Sequenz ‚Veni Sancte spiritus‘ auf dem Programm, die eine große Wirkungsgeschichte entfaltete.

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  • Reiner Geist

    Freitag, 29. Mai 2020

    Christoph Graupner (1683 - 1760): Pfingstkantate „Reiner Geist“ GWV 1138

    Christoph Graupners Pfingstkantate

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  • Tintinnabuli

    Dienstag, 26. Mai 2020

    Arvo Pärt (*1935): „Berliner Messe“

    Eine Messe des estländischen Komponisten Arvo Pärt

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  • Freudenausbruch

    Freitag, 22.Mai 2020

    Olivier Messiaen (1908 - 1992): „Transport de joie“ aus „L‘Ascension“

    Dankt dem Vater mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Los der Heiligen, die im Licht sind.

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  • Gottes große Güte

    Dienstag, 19. Mai 2020

    Bjørn Eidsvåg (geb. 1954): Kyrie

    Bjørn Eidsvåg ist ein Grenzgänger zwischen den Stilen und Genres, ein Musiker und Sänger von großer Ausdruckskraft. In seiner norwegischen Heimat zählt er zu den bekanntesten und erfolgreichsten Musikern des Landes. Sein Album „Klassisk“ enthält Werke des Musikers, die in symphonischen Arrangements zusammen mit einem Orchester aufgenommen wurden.

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  • Rosenkranzsonate

    Freitag, 15. Mai 2020

    Ignaz Franz Biber (1644 - 1704), Rosenkranzsonate XI: Die Auferstehung II. Surrexit Christus hodie

    Dieser Ausschnitt aus der 11. „Rosenkranzsonate“ von Biber ist ein sich entfaltender, hymnisch-feierlicher Osterjubel.

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  • Salve Regina

    Dienstag, 12. Mai 2020

    Francis Poulenc (1899-1963), Salve Regina (aus „Dialogues Des Carmelites“)

    Eine eindrückliche Vertonung der bekannten Marienantiphon aus dem Stundengebet der Kirche.

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  • Klangvolles Lob zur Mutter Gottes

    Freitag, 8. Mai 2020

    Gunnar Eriksson (geb. 1936): Salve Regina (To The Mothers In Brazil) nach Lars Jansson

    Ein ganz besonderes „Salve Regina“, das wir heute vorstellen möchten, geht ursprünglich auf ein Instrumentalstück zurück: das schwungvolle „To The Mothers in Brazil“ des schwedischen Jazzmusikers Lars Jansson aus dem Jahr 1991.

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  • Suscepit Israel

    Dienstag, 5. Mai 2020

    Johann Sebastian Bach (1685-1750), Magnificat, hier: „Suscepit Israel“

    Das Magnificat, der Lobgesang Mariens („Meine Seele preist die Größe des Herrn“) ist das Canticum, die neutestamentarische Lesung, einer jeden Vesper. Es stellt den Höhepunkt des Abendgebets der Kirche dar, und gehört zu denjenigen Marientexten, die in der Musikgeschichte am häufigsten vertont wurden. Der hier gewählte Ausschnitt ist jedoch eher introvertiert. Der zugrundeliegende Text „Suscepit Israel“ heißt auf Deutsch svw.: „Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen“.

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  • Österliche Hymne

    Donnerstag, 30. April 2020

    Johannes Brahms (1911 -1940), Ein deutsches Requiem, Satz VI

    Mitten in der Osterzeit ein Requiem, passt das? Dieser Requiemsatz von Johannes Brahms ist eine österliche Hymne.

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  • Ohne Bedingung

    Dienstag, 28. April 2020

    Lea – Zu dir

    Ein Stück aus den Charts. Welch ein Vertrauen, welch eine Liebe!

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  • Zur Ruhe kommen

    Freitag, 24. April 2020

    Jehan Alain (1911 -1940), Postlude pour l’Office de Complies

    Das Nachspiel auf das Nachtgebet ist ein Stück der Ruhe. Es lebt von dem Gegensatz zwischen der verschmelzenden, kontemplativen Klangfläche auf der einen und der deklamativen, an der Sprache orientierten Solostimmen auf der anderen Seite.

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  • Prächtige Klangentfaltung

    Dienstag, 21. April 2020

    Claudio Monteverdi (1567 – 1634), Marienvesper, Doxologie des Magnificat

    Die Marienvesper gehört zu den ganz großen Stücken der Musikgeschichte. Um einen Eindruck zu bekommen, sei hier als Beispiel die Doxologie des das Stück beschließenden Magnificats genannt.

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  • Temperament und Farbe

    Freitag, 17. April 2020

    Pierre Cochereau: Variationen über „O fili et filiae“ (Improvisation)

    Pierre Cochereau (1924 – 1984) war einer der bedeutendsten Organisten und Improvisatoren des 20. Jahrhunderts. Er spielte mit viel Temperament und Farbigkeit.

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  • Bleib bei uns

    Dienstag, 14. April 2020

    Josef Gabriel Rheinberger (1839 -1901), Abendlied

    Rheinbergers ‚Abendlied‘ ist ein romantisches Frühwerk des Komponisten und passt in die Liturgie des Ostermontags: ‚Blieb bei uns, denn es will Abend werden!

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  • Lumen Christi

    Sonntag, 12. April 2020

    Jean Langlais  (1907 -1991), Incantation pour un jour saint

    Der Ruf ‚Lumen Christi – Deo gratias‘, (Christus, das Licht / Dank sei Gott) erschallt feierlich dreimal beim Einzug mit der Osterkerze. Deswegen wundert es nicht, dass der französische Komponist und Organist Jean Langlais dies für seine ‚Incantation pour un jour saint‘ zum zentralen Motiv wählt.

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  • Unerhört

    Freitag, 10. April 2020

    Improperien (Gregorianisches Repertoire)

    Die Karfreitagsliturgie nimmt innerhalb des Jahreskreises eine besondere Stellung ein. Dies wird auch in den Gesängen deutlich. Dem Herrn werden Vorwürfe in den Mund gelegt.

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  • Unglaublich

    Dienstag, 7. April 2020

    Dan Forrest (geb. 1978): And Can It Be?

    Der US-amerikanische Komponist und Pianist Dan Forrest gehört zu den aufstrebenden Künstlern der populären neoromantischen Musikszene. Es ist Musik, die mit ihrem starken emotionalen Ausdruck zu Herzen geht.

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  • Nachhaltig

    Freitag, 3. April 2020

    Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Matthäuspassion, Schlusschor: „Wir setzen uns mit Tränen nieder“

    „Der Schlusschor „Wir setzen  aus mit Tränen nieder“ aus Bachs Matthäuspassion ist ein zutiefst ergreifendes Denkmal tiefer Frömmigkeit.“

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  • Immer wieder...

    Dienstag, 31. März 2020

    Johann Pachelbel (1653 – 1706): Ciacona in f-Moll

    Pachelbels Ciacona entfaltet sich in 22 Variationen über ein immer gleiches Thema. Es steht auch sinnbildlich für den Rhythmus unseres Lebens:  Seien es die Tagesabläufe, der Jahreskreis, das Leben – alles befindet sich in einem steten Kreislauf der Wiederkehr, jedoch stets in neuen Formen und Ausprägungen.

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  • Mütterlicher Trost

    Freitag, 27. März 2020

    Dieterich Buxtehude (1637 – 1707), Membra Iesu Nostri 2. Ad Genua, Ad Ubera portabimi

    Buxtehudes „Membra Jesu Nostri“ ist ein Zyklus mit sieben Kantaten zur Passion Jesu Christi. Der volle Titel lautet eigentlich „Membra Jesu nostri patientis sanctissima“ und bedeutet soviel wie „Die allerheiligsten Gliedmaßen unseres leidenden Jesus“.

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