Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Aktuelles

Zurück

15. Dezember 2020

Priesterweihe vor 65 Jahren

Vechta: Zwei eiserne Priesterweihejubiläen

Pfarrer em. Alfons Bokern (92) und Pfarrer i.R. Heinrich Schäfer (90) begehen am Donnerstag (17.12.) ihr eisernes Priesterweihejubiläum. Bokern wurde am 17. Dezember 1955 in der Lambertikirche Münster durch Bischof Michael Keller zum Priester geweiht. Ebenfalls vor 65 Jahren weihte Kapitularvikar Johannes von Rudloff Heinrich Schäfer am gleichen Tag im Dom zu Osnabrück. Beide leben inzwischen in Vechta.

Portrait Alfons BokernGroßansicht öffnen

Pfarrer em. Alfons Bokern

Portrait Heinrich Schäfer Großansicht öffnen

Pfarrer i.R. Heinrich Schäfer

Pfarrer em. Alfons Bokern ist 1928 in Lohne (Kroge) geboren und dort mit fünf Geschwistern aufgewachsen. Nach dem Theologiestudium in Münster und der Priesterweihe wurde er bis 1961 als Vikar in Damme, Bösel, Lindern und Dinklage eingesetzt. Nach Stationen in Elsfleth, St. Maria Magdalena (1967-1970) und Markhausen, St. Johannes, wurde Bokern 1977 Pfarrer in Friesoythe, St. Marien.  Von 1974 bis 1992 war er zudem Dechant für das Dekanat Friesoythe.  Bokern verbrachte fast zwanzig Jahre an der Soeste, bevor er zum Pfarrverwalter mit dem Titel Pfarrer in Neuscharrel, St. Ludger, berufen wurde.

Als Priester in den fünfziger und sechziger Jahren erlebte er, wie viele Gruppen und Verbände neu gegründet wurden. In mehreren Kirchengemeinden engagierte er sich dafür, dass die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils in den Gemeinden umgesetzt und in den Kirchengebäuden sichtbar wurden. Ein besonderes Anliegen war Bokern auch die Litauenhilfe, die er zusammen mit der Katholischen Arbeitnehmerbewegung von Friesoythe aus aufgebaute. Seit Anfang 1992 war er vierzig Mal zu Besuchen mit Gruppen und Hilfstransporten in der Diözese Kaišiadorys.

Papst Johannes Paul II. würdigte Bokerns priesterliches Wirken und ernannte ihn 2002 zum päpstlichen Ehrenkaplan. Sechs Jahre später beendete Bokern seinen aktiven Dienst. Anfang 2020 zog der Geistliche nach einem halben Jahrhundert in Friesoythe und Umgebung nach Vechta.

Pfarrer Heinrich Schäfer wurde 1930 als ältestes von vier Kindern in Osnabrück geboren. „Mein Vater war Studienrat, sollte aber ursprünglich Geistlicher werden, was durch den ersten Weltkrieg verhindert wurde“, sagte Schäfer. Mit der Entscheidung eine geistliche Laufbahn einzuschlagen, habe er diesen Plan erfüllt. Bevor er 1966 seine erste Pastorenstelle in der Pfarrei St. Josef in Kiel antrat absolvierte er einige Stationen als Vikar. Dreizehn Jahre arbeitete er als Geistlicher in Kiel und umliegenden Dörfern und trug dann bis 1992 als Pfarrer in Flensburg Verantwortung. Nach einigen Jahren in Bad Bentheim zog er 1999 für den Ruhestand nach Vechta.

Schäfer engagiert sich sehr für das Bonifatiuswerk. Seine Tätigkeit als Gemeindepfarrer in Flensburg habe ihm verdeutlicht, wie wichtig dieses Hilfswerk für die Glaubensweitergabe sei, berichtet er. Gerade Kinder und Jugendliche würden durch die Materialien zur Erstkommunion und zur Firmung das Fundament des katholischen Glaubens kennenlernen.

Johannes Hörnemann