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31. Januar 2014 - Emmerich/ Münster

Gemeinsame Erklärung des Rates der Seelsorgeeinheit Emmerich und des Bistums Münster

Generalvikar Norbert Kleyboldt und der Personalchef des Bistums Münster, Domkapitular Hans-Bernd Köppen sind am Abend des 30. Januar im Aldegundisheim in Emmerich mit rund 80 Frauen und Männern zusammengekommen, die sich in Emmerich in kirchlichen Gremien (Verbänden, Kirchenvorständen, Kirchausschüssen, Rat der Seelsorgeeinheit, kirchliches Stiftungswesen) engagieren.

Ziel des Gesprächs war eine Bestandsaufnahme der pastoralen Situation in Emmerich und die Klärung, wie ein Weg der Versöhnung konkret beschritten werden kann. Auf dieses Vorgehen hatten sich der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, und Vertreterinnen und Vertreter des Rates der Seelsorgeeinheit bei einem Treffen am 25. Januar in Münster verständigt. Wie dieses Gespräch so fand auch das Treffen am Abend des 30. Januar in Emmerich in einer vertrauensvollen und konstruktiven Atmosphäre statt. Generalvikar Kleyboldt würdigte die Offenheit des Gesprächs und die Bereitschaft, auch kontrovers zu diskutieren. Die beiden Vorsitzenden des Rates der Seelsorgeeinheit, Andrea Schaffeld und Gabi Wawrzyniak, betonten, dass eine Versöhnung ohne Pfarrer Karsten Weidisch kaum zu erreichen sei.

Der Rat der Seelsorgeeinheit und die Vertreter der Bistumsleitung verständigten sich auf folgende gemeinsame Erklärung:

  1. Mit Pfarrer Karsten Weidisch und mit Kaplan Christian Olding werden seitens der Bistumsleitung weitere Gespräche geführt werden. In der derzeitigen Situation werden aber keine Personalentscheidungen getroffen werden.
  2. Zeitnah werden Generalvikar Kleyboldt und Domkapitular Köppen Gespräche mit Menschen führen, die den in Emmerich eingeschlagenen pastoralen Weg kritisch begleiten.
  3. Im Anschluss wird die Bistumsleitung mit dem Rat der Seelsorgeeinheit die weiteren notwendigen Schritte absprechen und umsetzen.
  4. Das Gespräch vom gestrigen Abend zeigte beispielhaft, wie ein aufeinander zu Bewegen möglich ist: es braucht den Dialog auf Augenhöhe und die gegenseitige Bereitschaft, aufeinander zu hören, wechselseitige Verletzungen auszusprechen und Verständnis für den jeweils anderen aufzubringen. Dieser Dialog muss ohne Vorbedingungen stattfinden.
  5. Ein guter Weg wird darin gesehen, dass die Menschen, die den in Emmerich eingeschlagenen pastoralen Weg positiv sehen und aktiv begleiten in Kürze ein Gespräch mit denjenigen führen werden, die das kritisch sehen. Dabei braucht es die Bereitschaft, sich gegenseitig auszuhalten und zu ertragen statt zu polarisieren.
  6. Ein Schlussstrich in den derzeitigen Auseinandersetzungen kann erst dann gezogen werden, sobald dieser Weg der Versöhnung ernsthaft gemeinsam beschritten wurde.

Bischöfliche Pressestelle Münster

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