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29. Juni 2022 - Vechta, Rom

Familienfest und Freiluft-Gottesdienst in Vechta

X. Weltfamilientreffen beendet

Das X. Weltfamilientreffen hat am Sonntag (26. Juni 2022) seinen Abschluss in Rom, weltweit und in Vechta gefunden. Neben dem zentralen Abschluss in Rom, an dem auch eine Delegation aus Deutschland teilgenommen hatte, wurde der deutschlandweite Abschluss mit einem Gottesdienst und einem Familienfest im Garten des Bischöflich Münsterschen Offizialates in Vechta gefeiert.

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Für fünf Tage hatte sich aus Deutschland eine 24-köpfige Delegation unter der Leitung von Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, in Rom aufgehalten.

Erzbischof Koch zog ein positives Fazit des Weltfamilientreffens: „Es war für mich bewegend, wie klar viele Paare ihre Ehe und Familie bei diesem Weltfamilientreffen als Berufung verstehen, der sie sich im Glauben ein Leben lang auch in schwierigen Phasen stellen wollen.“ Besonders habe ihn die weltkirchliche Erfahrung beeindruckt. Er fügte hinzu: „Manchmal kommen mir bei uns die Worte von der Sakramentalität der Ehe wie pflichtbewusst geäußerte, oftmals leblose theologische Standardformeln vor. Hier in Rom merkte ich in manchen Statements, wie lebendig und herausfordernd für viele das bei ihrer Trauung empfangene Geschenk der Gegenwart Gottes in ihrer Ehe ist, und wie tragend und bedeutend es für ihre Ehe ist, sich immer wieder ganz konkret auf Gott einzulassen.“ Mit Blick auf die weitere Familie- und Ehepastoral der Kirche in Deutschland stellte Erzbischof Koch Fragen für die Zukunft: „Wie können wir verhindern, dass das Besondere einer christlichen Ehe diskriminierend wirkt gegenüber anderen Lebensformen? Das ist eine Frage, die mir in Deutschland öfters begegnet. Wie können wir das Besondere einer christlichen Ehe stärker ins Bewusstsein und zur Entfaltung bringen - lautete in Rom die öfters gestellte Frage und Aufforderung.“

Abschluss in Vechta 
Neben den Feierlichkeiten in Rom waren gleichzeitig die Diözesen in der Welt aufgerufen, das Treffen vor Ort mitzufeiern. In Deutschland fand das Weltfamilientreffen heute mit einem Open-Air-Gottesdienst durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Wilfried Theising, in Vechta seinen Abschluss. Bis Samstag hatte er an dem Treffen in Rom teilgenommen. In seiner Predigt hob Weihbischof Theising hervor: „Das X. Weltfamilientreffen in Rom war ein tolles Erlebnis. Familien aus verschiedenen Ländern haben Glaubenszeugnisse gegeben, die tief beeindruckt haben.“ Papst Franziskus habe die Zeugnisse wunderbar gedeutet und das Motto „Die Liebe in der Familie: Berufung und Weg zur Heiligkeit“ damit verknüpft. „In Vechta verbinden wir uns heute weltweit mit allen, die zuhause das Weltfamilientreffen begehen. Als lebendige Familien vor Ort, die aus der Christusliebe leben, bilden wir die große Menschheitsfamilie Gottes, die die Welt umspannt“, so Weihbischof Theising. 

Pommes und Fischbrötchen, Eis, Hüpfburg, Riesen-Legosteine, ein Ehegarten und viele Möglichkeiten zum Basteln und miteinander ins Gespräch kommen: Nach dem Gottesdienst nutzen Familien die kulinarischen, kreativen und spielerischen Möglichkeiten, die im Garten des Offizialates angeboten wurden, für gemeinsame Zeit als Familie und mit anderen Familien. Bis in den späten Nachmittag blieben sie bei strahlendblauem Himmel gesellig beisammen. 

Ein Highlight war sicherlich auch der Auftritt des Kinderchores „Felix und die Rasselbande“, die mit fetzigen Melodien und sangeskräftigen Talenten auf der Bühne das tapfer in der Sommerhitze ausharrende Publikum häufig zum Tanzen brachte.

Alle Fotos: Mo Samir

Johannes Hörnemann auf Basis einer Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz