Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Aktuelles

Zurück

28. Juni 2022 - Vechta

Zwischen Kirche und Politik. Katholische Bischöfe in der NS-Zeit

Institut für Regionalgeschichte legt vergriffenes Standardwerk über Bischöfe in NS-Zeit wieder vor

Erfreut nahm jetzt Offizial und Weihbischof Wilfried Theising die zweite, erweiterte Auflage des Sammelbandes „Zwischen Kirche und Politik. Katholische Bischöfe in der NS-Zeit“ in Empfang, die ihm von den Herausgebern PD Dr. Maria Anna Zumholz und Prof. Dr. Michael Hirschfeld überreicht wurde. Das erstmals Ende 2017 erschienene Werk geht auf eine Tagung zurück, die 2016 in der Katholischen Akademie Stapelfeld mit Historikern und Theologen aus ganz Deutschland stattgefunden hatte.

Großansicht öffnen
Großansicht öffnen

Prof. Dr. Michael Hirschfeld und PD Dr. Maria Anna Zumholz überreichen Weihbischof Theising den neuaufgelegten Sammelband „Zwischen Seelsorge und Politik. Katholische Bischöfe in der NS-Zeit

Das Buch hatte durch diverse Medienberichte sowie eine Vielzahl an Besprechungen in Zeitungen und wissenschaftlichen Zeitschriften eine so große Resonanz erfahren, dass es in kurzer Zeit restlos vergriffen und selbst in Internet-Antiquariaten nicht greifbar war. Einen Grund für den Erfolg sieht Mitherausgeber Michael Hirschfeld in der positiven Aufnahme durch die Fachwelt, insbesondere im englischsprachigen Raum. Maria Anna Zumholz hob bei der Buchübergabe im Bischöflichen Offizialat hervor, dass die Besprechungen die erstmalige kompakte, verständliche und differenzierte Darstellung eines kontrovers diskutierten Themas gelobt hätten. Grund genug, um eine zweite Auflage zu wagen, die um zwei bisher in dieser Form unveröffentlichte Hirtenbriefe der deutschen Bischöfe von 1933 und 1943 erweitert worden ist. Damit kann sich jetzt jeder Leser einen Eindruck davon verschaffen, wie die Einstellung der deutschen Bischöfe zum NS-Regime zum Beginn der NS-Herrschaft und in ihrem letzten Hirtenbrief vor dem Ende des Dritten Reiches aussah. Neu ist außerdem, dass das Buch als Band 2 der Schriftenreihe des im September 2021 neugegründeten Instituts für Regionalgeschichte und Katholizismusforschung erschienen ist. Hirschfeld und Zumholz nutzten die Gelegenheit, um das Erscheinen von zwei weiteren Bänden in dieser Institutsreihe anzukündigen, die derzeit in Vorbereitung sind. Weihbischof Theising dankte den Herausgebern für ihre Mühen und hob die enorme Produktivität der beiden Historiker lobend hervor.