Bischöflich Münstersches Offizialat
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03. Mai 2021 - Vechta

Zielstrebig mit pastoraler Erfahrung

Weihbischof Wilfried Theising verabschiedet Offizialatsrat Bernd Winter 

Am Freitag, 30.04., wurde Herr Offizialatsrat Msgr. Winter als Leiter der Abteilung Seelsorge-Personal und als Ständiger Vertreter des Bischöflichen Offizials in den Ruhestand verabschiedet. Aus gesundheitlichen Gründen hatte er Bischof Dr. Felix Genn um Entpflichtung von seinen Aufgaben im Bischöflich Münsterschen Offizialat gebeten. Pandemiebedingt fand die Verabschiedung nur im Kreis der Leitungskonferenz und seiner Sekretärin, Christel Thale, statt. 

Offizialatsrat Msgr. Bernd Winter mit einem Strauß Rosen.Großansicht öffnen

Offizialatsrat Msgr. Bernd Winter mit einem Strauß Rosen.

Offizialatsrat Msgr. Bernd Winter mit der goldenen Ehrenmedaille des Bischöflich Münsterschen OffizialatesGroßansicht öffnen

Offizialatsrat Msgr. Bernd Winter mit der goldenen Ehrenmedaille des Bischöflich Münsterschen Offizialates

Der Bischöfliche Offizial Theising überreichte Winter die goldene Ehrenmedaille des Offizialates, „für den großen Dienst, den Du uns hier geschenkt hast“, wie Theising betonte.  „Sie möge Dich an das BMO und seine Menschen erinnern. Und sie möge Dich erinnern, dass Du sechzehn Jahr hier sehr wesentlich mitgestaltet hast. Deine Spuren werden noch lange sichtbar bleiben.“ 
„Die Kolleginnen und Kollegen wären jetzt gerne dabei, um Dir gemeinsam unseren Dank und auch unsere Wertschätzung und Verbundenheit zum Ausdruck zu bringen“, erklärte Theising bei der Feierstunde. Auch die Priester, Diakone, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten, für die Offizialatsrat Winter zuständig war, wären sicher in großer Zahl zum Abschiednehmen gekommen. 

Der heute 60-jährige Winter erlangte in Wulfen seine westfälische Prägung. Der Katholische Glaube und die aktive Teilnahme am kirchlichen Leben hätten ihn von Anfang an begleitet, berichtete Theising. Nach dem Abitur trat Winter bei den Zisterziensern im Stift Heiligenkreuz in Niederösterreich ein und wurde dort 1987 zum Priester geweiht. 1989 zog es ihn zurück ins Bistum Münster. Winter wurde Vikar in Billerbeck, dann 1993 für ein Jahr Kaplan in Wesel und zwölf Monate später Pfarrer in Rheine, St. Ludger. Seit 1999 war Pfarrer Winter zusätzlich Dechant im Dekanat Rheine. 

Vor 16 Jahren berief ihn der damalige Bischof von Münster, Dr. Reinhard Lettmann, dann nach Vechta, in die Behörde von Weihbischof Heinrich Timmerevers. Eigentlich hatte Bernd Winter zu der Zeiteinen ganz anderen Schritt geplant. Er wollte sich in der Mission, in Cochabamba, im Dschungel Boliviens engagieren. Es kam anders. Die Sache war entschieden. Den Offizialatsbezirk Oldenburg, den Norden des Bistums kannte Winter damals noch nicht. 

„Du kamst mit einer großen pastoralen Erfahrung ins Oldenburger Land. So konntest Du souverän die vielfältigen Aufgaben im BMO übernehmen“, so Theising weiter. Winter wurde zuständig für die Unterstützung der Seelsorge, für die Umstrukturierung der Pfarreien im Oldenburger Land. „Die Fusionen, die sich daraus ergaben, erzeugten nicht nur Freude und Zustimmung“, erzählte der Weihbischof. Unermüdlich sei Winter durch das Oldenburger Land gezogen, um in den Dekanaten und Pfarreien für die neue Struktur zu werben. „Mit Zähigkeit und Durchsetzungskraft hast Du diesen Prozess vorangebracht.“ Dieses Engagement fand besondere Anerkennung durch die Ernennung zum Päpstlichen Ehrenkaplan im Jahr 2008. 

Nach dem Wechsel von Weihbischof Heinrich Timmerevers nach Dresden wurde Winter im Jahr  2016 Ständiger Vertreter des Offizials.  „Persönlich bist Du immer bescheiden geblieben, hast einen wachen Blick für die Kleinen, Schwachen und Benachteiligten“, hob Theising hervor. Winter bliebe nicht oberflächlich, sondern durchdenke Themen bis in den Kern, „das Thema Gerechtigkeit bewegt Dich in all den verschiedenen Ämtern und Aufgaben.“ 

Zu Beginn seien die Arbeit in der Behörde, die Abläufe und Strukturen für ihn zunächst etwas Neues gewesen, berichtete Rat Winter. „Es ist über die Jahre eine hohe persönliche Verbundenheit entstanden, mit den Menschen im Hausund im Offizialatsbezirk Oldenburg“, blickte der Priester zurück. „Ich habe Anlass danke zu sagen“, stellte er fest. Und viele Menschen seien in den letzten Tagen telefonisch, digital und persönlich auf ihn zugekommen um Tschüss zu sagen, „das berührt mich sehr“. 

Johannes Hörnemann