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23. Juni 2022 - Vechta, Rom

X. Weltfamilientreffen in Rom eröffnet

Erzbischof Koch: „Verständnis einer christlichen Ehe diskutieren“
Abschluss in Vechta 

Das X. Weltfamilientreffen wurde gestern (23. Juni 2022) in Rom eröffnet. Rund 2.000 Delegierte aus 120 Ländern sind zu den bis Sonntag dauernden zentralen Veranstaltungen eingeladen, die unter dem Leitwort „Die Liebe in der Familie: Berufung und Weg zur Heiligkeit“ stehen. Neben einem Familienfestival und einem pastoralen Kongress wird es auch eine Abschlussmesse mit Papst Franziskus geben. Die 24-köpfige Delegation aus Deutschland unter Leitung von Erzbischof Dr. Heiner Koch (Berlin), Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, ist heute in Rom eingetroffen.

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Fünf Jahre nach der Veröffentlichung seines Schreibens Amoris laetitia hat Papst Franziskus am Fest der Heiligen Familie im Jahr 2020 (27. Dezember) ein „Jahr der Familie Amoris laetitia“ angekündigt. Es hat am Gedenktag des Heiligen Josef (19. März 2021), dem fünften Jahrestag der Unterzeichnung von Amoris laetitia, begonnen. Das Jahr der Familie sollte den Inhalt von Amoris laetitia verbreiten helfen, das katholische Verständnis von Ehe als ein Sakrament neu betonen sowie junge Menschen für die Bedeutung einer christlich verstandenen Ehe und Familie sensibilisieren. Mit dem X. Weltfamilientreffen in Rom und weltweit findet das Jahr Amoris laetitia seinen Abschluss.

„Ich freue mich auf die Teilnahme mit unserer Delegation beim X. Weltfamilientreffen“, betont Erzbischof Koch. „Nach zwei Jahren, in denen solche Begegnungen gar nicht stattfinden konnten, treffen wir jetzt Delegierte aus aller Welt. Es wird uns guttun, Weltkirche hautnah zu erfahren und gemeinsam über unser Verständnis einer christlichen Ehe und Familie in heutiger Zeit zu diskutieren. Vor allem müssen wir darüber nachdenken, wie die Sakramentalität von Ehe heutzutage jungen Menschen verständlich gemacht und für ihr Leben relevant beschrieben werden kann.“ Erzbischof Koch fügte hinzu, dass die auf katholischer Seite mit dem Sakrament verbundene Unauflöslichkeit der Ehe als dauerhafte Zusage der göttlichen Begleitung verstanden werden kann. Es helfe, sich dieser göttlichen Zusage noch einmal im weltkirchlichen Rahmen, mit Familien, Priestern und Bischöfen gemeinsam zu vergewissern. Aber auch soziale Herausforderungen wie Armut in den Familien, schwierige Lebenssituationen, etwa bei schwerkranken und dauerhaft pflegebedürftigen Familienmitgliedern, bei Sucht und Gewalt oder bei Notlagen durch erzwungene Migration stehen auf dem Programm des Weltfamilientreffens, so Erzbischof Koch weiter. Es sei unabdingbar, darüber zu reden, wenn man von und mit Familien spreche: „Wir kommen, um von den Erfahrungen der anderen Länder zu lernen, aber auch, um unsere eigenen einzubringen.“

Neben den Feierlichkeiten in Rom sind gleichzeitig alle Diözesen in der Welt aufgerufen, das Treffen vor Ort mitzufeiern. Auf Bundesebene wird daher das Weltfamilientreffen am kommenden Sonntag, 26. Juni 2022, mit einem Open-Air-Gottesdienst durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Wilfried Theising, abgeschlossen. Um 11.00 Uhr findet dieser Gottesdienst im Garten des Bischofshauses von Vechta statt. Dazu und zum sich anschließenden Begegnungsfest sind alle Interessierten, vor allem Familien, eingeladen.
 

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz