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15. November 2022

Wie das Oldenburger Land von der Diaspora-Arbeit profitiert

Weihbischof Theising bittet zum Diaspora-Sonntag am 20. November um Spenden für das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken.

Das Foto zeigt einen der gelben Boni-Busse für die DiasporaarbeitGroßansicht öffnen

Unterwegs im ganzen Oldenburger Land: Sophia Möller (rechts) und Christina Krogmann vom Vorstand des BDKJ-Landesverbandes Oldenburg mit dem neuen Boni-Bulli am BDKJ-Jugendhof in Vechta.

Oldenburger Land. Mit ihrem leuchtenden Gelb sind sie der vielleicht sichtbarste Ausdruck der Hilfe für Katholiken in der Diaspora: die Boni-Busse. Etwa 30 der kürbisgelben Transporter sind momentan im Oldenburger Land unterwegs, um kirchliches Leben dort zu ermöglichen, wo Katholiken in der Minderheit und die Wege weit sind. Für diese Unterstützung, die Teil ist der Diasporaarbeit des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, wird in ganz Deutschland derzeit um Spenden geworben – mit der Kollekte am 20. November, dem Diasporasonntag, als Abschluss und Höhepunkt.

„Mit DIR zum WIR“ – unter diesem Motto steht in diesem Jahr die bundesweite Diaspora-Aktion der katholischen Kirche, die kürzlich im Dom zu Speyer eröffnet wurde. „Das Motto könnte aktueller nicht sein in einem weltgeschichtlichen Augenblick, da die Menschheit am Scheideweg steht, ob sie die großen globalen Fragen und Probleme durch zersetzende Machtspiele oder durch allumfassende Solidarität tatkräftig angehen will“, sagte anlässlich der Eröffnung der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann in seiner Predigt. Die Katholiken forderte er auf, sich nicht in ein Schneckenhaus zurückzuziehen.

„Wir dürfen nicht zur Sekte werden“, sagte Wiesemann. Die Christen seien von ihrer Bestimmung her Netzwerker in dieser Welt. „Sie sind Menschenfischer im besten Sinn des Wortes.“ Das Bonifatiuswerk sei vor dem Hintergrund der radikalen Veränderungen, die sich in der kirchlichen Landschaft aktuell vollzögen, wichtiger und Mut machender Inspirator, so Wiesemann weiter. Er nannte dafür beispielhaft die auch im Offizialatsbezirk Oldenburg eingesetzten Boni-Busse, kreative Projekte und die katechetischen Materialien, die das Hilfswerk mit Sitz in Paderborn für die Erstkommunion- und Firmvorbereitung zur Verfügung stellt.

Auch in den Pfarreien im Oldenburger Land werden in der Erstkommunions- und in der Firmvorbereitung Materialien des Bonifatiuswerkes eingesetzt. 2023 lautet das Leitwort für die Erstkommunionsvorbereitung „Weites Herz – offene Augen!“, die Firmangebote stehen unter dem Motto „Connected“. „Immer wieder ist das Bonifatiuswerk ein wundervoller Partner, der die Arbeit der katholischen Kirche auch im Oldenburger Land maßgeblich unterstützt. Ich bitte deshalb darum, die Diasporaarbeit auch im Rahmen von Spenden und Kollekten zu unterstützen“, sagt der Bischöfliche Offizial für den Oldenburgischen Teil des Bistums Münster, Weihbischof Wilfried Theising, daher im Vorfeld des Diasporasonntags.

Neben der Verkehrshilfe („Boni-Busse“) und den Glaubensmaterialien fördert das Bonifatiuswerk Projekte sozial-karitativer Kinderhilfe, der Bauhilfe und der Glaubenshilfe in der Diaspora in Deutschland und Nordeuropa sowie in Estland und Lettland.

Die Diaspora-Aktion findet ihren Höhepunkt am Sonntag, 20. November, dem Diaspora-Sonntag. Dann fließen bundesweit die Kollekten in den katholischen Kirchen an das Bonifatiuswerk. „Wir helfen in Ländern, in denen katholische Christinnen und Christen in einer Minderheit leben. Wir helfen, dass sie Gemeinschaft erleben können. Dafür sind wir auf Spenden und Kollekten angewiesen“, unterstrich Ingo Imenkämper, Geschäftsführer des Hilfswerkes, jetzt anlässlich der Eröffnung der Diaspora-Aktion. „Wir Menschen sind Beziehungswesen. Wir leben von einer Gemeinschaft, die uns trägt und die uns hält. Das zeigt uns nicht nur die Corona-Pandemie, sondern all das, was uns im Moment herausfordert an Krisen. Ohne das Gegenüber, ohne die Gemeinschaft geht es nicht“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen in einem Interview.

Seit 1849 unterstützt das Bonifatiuswerk katholische Christen in Regionen, in denen sie ihren Glauben in einer extremem Minderheitensituation leben. Gefördert werden so die Seelsorge und Glaubensweitergabe in den Bereichen der Deutschen und der Nordischen Bischofskonferenz (Nordwegen, Schweden, Finnland, Dänemark und Island) sowie in Estland und Lettland. Als „Hilfswerk des Glaubens“ sammelt das Bonifatiuswerk Spenden und stellt diese als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung. Mehr unter: www.bonifatiuswerk.de

Dr. Philipp Ebert
Pressesprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialates