Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Aktuelles

Zurück

11. Februar 2021

Messdienergemeinschaften packen an

Bis zu 7000 Messdienerinnen und Messdiener engagieren sich sozial

 Am 12. Juni 2021 heißt es für über 7.000 Messdienerinnen und Messdiener zwischen Damme und Wangerooge wieder: „Nutzt den Tag!“ Im Rahmen der Carpe Diem Aktion (lat. für nutze den Tag) sind damit 120 Messdienergemeinschaften aufgerufen, sich für den guten Zweck die Ärmel hochzukrempeln und unterschiedlichste Aufträge zu erledigen. Autos waschen, Fenster putzen, Rasen mähen, Unkraut jäten, Hecke schneiden und vieles mehr: Gegen eine Spende übernehmen Messdienergemeinschaften Aufträge von Firmen, Einrichtungen und Privatpersonen. Das gemeinsame Spendenziel ist das Angelika Reichelt Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich in Wilhelmshaven.

Gruppenbild beim PresseauftaktGroßansicht öffnen

v.l. Tobias Fraas (Referent), Sandra Ecke (Leitung Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich), Weihbischof Wilfried Theising (Offizialat), Carola Hackstedt (Messdienerteam) und Kim Friedrichs (Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich)

Aufgrund der Pandemie mussten 2020 und 2021 bereits viele Aktionen abgesagt werden. „Wir hoffen auf eine Verbesserung der Lage in den Sommermonaten. Carpe Diem lässt sich dezentral umsetzen. So setzen wir darauf, dass diese Aktion für den guten Zweck möglich gemacht werden kann.“, so Tobias Fraas, Referent für Messdienerarbeit im Bischöflich Münsterschen Offizialat.

Mit Unterstützung durch die Organisatoren der Aktion plant und realisiert jede Messdienergemeinschaft die Carpe Diem Aktion in ihrer Kirchengemeinde selbst. Vor Ort wird auch  individuell festgelegt, wie sie sich an der Aktion beteiligen und welche Aufträge sie annehmen und umsetzen wollen. „Anrufen, Auftrag mitteilen und spenden! - Das ist die Grundidee der Aktion“, erklärt Carola Hackstedt aus dem Messdienerteam. Die Verantwortlichen vor Ort entscheiden dann je nach Alter und Anzahl der angemeldeten Messdiener und Messdienerinnen sowie mit dem Hintergrund eventueller Einschränkungen durch die Pandemie, ob und in welcher Form der Auftrag umgesetzt werden kann. Grundsätzlich zähle jeder Auftrag und jede Spende. Wichtig sei dabei der soziale Charakter der Aktion, unterstreicht sie. Die Carpe Diem Aktion sei kein Ersatz für handwerkliche Dienstleistungen.

Auch bei der letzten überregionalen Carpe Diem Aktion entschieden sich die Messdienerinnen und Messdiener im Oldenburger Land für das Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich zu spenden. In Joshuas Engelreich finden unheilbar kranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Geschwisterkinder einen Ort zum Krafttanken. Die Messdienergemeinschaften legten sich ordentlich ins Zeug und konnten eine hohe Spendensumme erzielen, wodurch u.a. Musik-, Schwimm- und Reittherapien finanziert werden konnten. „Für uns war klar: Dieses Herzensprojekt im Oldenburger Land müssen wir wieder unterstützen! Wir packen an für die Geschwisterinsel!“, erzählt Tobias Fraas. Die Geschwisterinsel wurde im letzten Sommer eröffnet, umfasst mehr als 140 qm und bietet den Geschwistern der erkrankten jungen Menschen einen Ort, an dem sie ihren Gefühlen Raum geben, spielen und kreativ sein können.

„Kinder unterstützen Kinder! Eine großartige und vorbildliche Aktion!“, so Wilfried Theising, Bischöflicher Offizial und Weihbischof. Der Schirmherr der Aktion lobt das soziale Engagement der Messdiener und Messdienerinnen im Oldenburger Land und wünscht ihnen frohes Schaffen für den guten Zweck.

Christina Bent (Messdienerteam)