Unter dem Motto „Reformation neu feiern: Reset Hoffnung“ laden die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und die katholische Kirche im Oldenburger Land zu einem Ökumenischen Gottesdienst zum Reformationstag 2026 nach Schillig ein. Der Gottesdienst findet am Samstag, 31. Oktober, um 18 Uhr in der Kirche St. Marien Schillig (Jadestraße 34, Wangerland) statt. Die Predigt hält der Bischof der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, Thomas Adomeit. Mitgestaltet wird der Gottesdienst von: Pfarrer Andreas Bolten, Leiter des Pastoralen Raums Wilhelmshaven; Pfarrer Lars Bratke aus Schillig und Diakon im pfarramtlichen Dienst Fredo Eilts aus der Kirchengemeinde Wangerland. Die musikalische Gestaltung liegt bei Axel Scholz.
Im Gottesdienst und der Predigt von Bischof Thomas Adomeit soll thematisiert werden, dass der Angst nicht die Deutungshoheit über die Zukunft überlassen werden dürfe. „In einer Zeit voller Unsicherheiten und Sorgen wollen wir gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung setzen. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns nicht aufgibt und immer wieder neue Wege eröffnet. Diese Hoffnung wollen wir miteinander teilen und fragen, was sie für unser Leben, unsere Kirchen und unsere Gesellschaft bedeutet“, so Adomeit im Vorfeld des Gottesdienstes.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu einem Imbiss mit Gespräch zum Thema „Hoffnung, die mich trägt…“ in die benachbarte ev.-luth. St.-Nikolai-Kirche in Schillig eingeladen. In dem moderierten Gespräch mit Bischof Thomas Adomeit, Pfarrer Andreas Bolten sowie Gemeindegliedern und Besucherinnen und Besuchern soll es um die Frage gehen, was als Stärkung und Kraftquelle dienen kann – im Alltag, aber auch im Urlaub, um zuversichtlich und hoffnungsvoll zu bleiben.
Reformation neu feiern: Reset Hoffnung
„Reformation neu feiern: Reset Hoffnung“ – unter dieses Motto stellen die evangelischen Kirchen in Niedersachsen in diesem Jahr den Reformationstag am 31. Oktober.
Seitdem der Reformationstag ein gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen ist, geben sich die evangelischen Kirchen im Land dafür ein gemeinsames Motto. Der erste Teil bleibt über die Jahre konstant: „Reformation neu feiern“.
In diesem Jahr haben sich die evangelischen Kirchen in Niedersachsen entschieden, den Begriff „Hoffnung“ in den Mittelpunkt zu stellen: Angesichts der gesellschaftlichen und außenpolitischen Unruhe und zunehmenden Unsicherheiten soll der Reformationstag bewusst ein Hoffnungszeichen setzen.
Reset Hoffnung lädt dazu ein, den Begriff der Hoffnung neu zu bedenken. Paulus beschreibt Hoffnung als in der Gnade Gottes verankert, nicht als Folge menschlicher Leistung (Römer 5). Das Bild „Reset“ trifft in Zeiten gesellschaftlicher Erschöpfung, politischer Polarisierung und vielfältiger Krisen auf Resonanz: Wo vieles scheinbar feststeckt und nicht mehr funktioniert, wächst die Sehnsucht nach einem wirklichen Neustart.
Damit knüpft das Motto für den Reformationstag auch an die Jahreslosung 2026 an: „Gott spricht: Siehe, ich mache alle neu!“ (Offenbarung 21,5). Die christliche Hoffnung ist kein bloßes Weitermachen mit kleinen Veränderungen, sondern ein Neuanfang aus der Gnade Gottes.
„Reset Hoffnung" verbindet somit die reformatorische Grundüberzeugung mit einer Einladung, Hoffnung nicht in menschlicher Machbarkeit zu suchen, sondern neu im Evangelium zu entdecken.
Weitere Informationen zum Reformationstag in Niedersachsen und das diesjährige Motto finden Sie unter: https://www.reformation-neu-feiern.de/
