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Liebfrauenschule Vechta: „Wir machen Kirche"

23. März 2026

Weihbischof Theising im Dialog mit Schülerinnen

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Hannah Hoge und Finja Milz moderierten die Veranstaltung

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Am Mittwoch (18. März 2026) besuchte Weihbischof Wilfried Theising die Liebfrauenschule Vechta im Rahmen des Projekts „Wir machen Kirche". Die Schülerinnen hatten sich in sieben thematisch unterschiedlichen Workshops mit der Frage auseinandergesetzt: Wer macht eigentlich Kirche?

Die jungen Teilnehmerinnen diskutierten offen über sinkende Mitgliederzahlen, über eine Kirche, die für alle offensteht, und über Gleichberechtigung. Das Ergebnis war ermutigend: Kirche entsteht, wenn alle verstehen, dass sie selbst Kirche sind.
Weihbischof Theising griff diesen Gedanken unmittelbar auf: „Kirche sind wir Menschen, jede und jeder Einzelne. Manchmal denken wir: Kirche ist der Pastor oder der Bischof. Aber das ist nur ein Teil. Kirche ist vor allem die Gemeinde vor Ort."

Ein besonderer Workshop führte die Schülerinnen ins Hospiz Dinklage. Dort machten sie eine überraschende Erfahrung: Statt Düsternis fanden sie Wärme und Vertrauen vor. Der Weihbischof kommentierte: „Wir bieten erst mal einen Raum an. Ein Raum wird ja nur lebendig, wenn da auch Menschen sind, die etwas ermöglichen. Beim Hospiz geht es im Grunde um die Kernfrage für uns Christen: die Frage nach Leben und Tod. Das ist die eigentliche Botschaft der Christen. Wir glauben an den Sohn Gottes, der gestorben ist und auferstanden ist. Das ist die Botschaft, die wir als Christen dann den Menschen anbieten."

Im Workshop „Musik im Kontext von Kirche und Glaube" entdeckten die Schülerinnen, wie vielfältig Glaube sich ausdrückt. Sie fragten den Weihbischof: Haben Sie auch Zweifel? Seine Antwort: „Zweifel gehören zu einem gläubigen Leben. Das ist kein Widerspruch."

Am Ende fragten die Schülerinnen: Was geben Sie uns mit auf den Weg? Weihbischof Theising antwortete: „Ich glaube, man braucht eine positive Grundeinstellung zum Leben. Das möchte ich euch wirklich wünschen. Das Leben ist so wunderbar und ihr seid als Menschen so wunderbar und das kann jeder von sich sagen.“ Der Weihbischhof wünscht Ihnen „eine gewisse Grundgelassenheit auf das Leben hin. Ich glaube, dann kann man froh und glücklich sein.“