Die Taschen wurden zumeist aus Second-Hand-Stoffen oder aus nicht mehr benötigten Transparenten früherer KAB-Aktionen angefertigt oder sie sind von KAB-Familien liebevoll gestaltet worden. Damit wurde auch dem Gedanken des „Upcycling“ Rechnung getragen, dem Herstellen von höherwertigen Produkten aus Abfällen oder Resten. Warum die KAB diese Aktion gestartet hat, macht ein Flugblatt deutlich, das mit jeder Tasche verteilt wurde:
„Ein Großteil der Plastiktüten in Deutschland landet nach nur einmaliger Nutzung bestenfalls in der Müllverbrennung oder wird einfach weggeworfen. Die Folgen für Umwelt und Gewässer sind langläufig bekannt und in vielen Studien belegt. Die tatsächliche Recyclingquote liegt unter 10 % und bei der Müllverbrennung gehen wertvolle Rohstoffe verloren. Eine flächendeckende Umstellung auf Mehrwegtaschen würde einen messbaren Effekt hinsichtlich der Einsparung von Rohstoffen und Energie und der Vermeidung klimaschädlicher Gase und Abfall mit sich bringen. Daran kann sich jede/r einzelne Verbraucher/in beteiligen.“
Viele der angesprochenen Passanten zeigten sich begeistert vom Angebot der KAB. Margret Abu-Gazaleh, stellvertretende Vorsitzende der KAB Cloppenburg, berichtet: „Das Umweltbewusstsein ist häufig durchaus vorhanden. Manche zeigten sich sogar etwas peinlich berührt, wenn sie mit einer Plastiktüte 'erwischt' wurden.“ - „In Bekleidungsgeschäften kommt man an Plastiktüten aber oft noch nicht vorbei. Denn es fehlt an Alternativen in der entsprechenden Größe“, ergänzt Ludger Schrand vom Landesarbeitskreis Aktionen & Kampagnen.
Das Anliegen dieser Aktion ist es, bei den Gesprächspartnern einen Bewusstseinswandel anzuregen, der auch zu Änderungen des Handelns führen kann, ganz im Sinne der Bewegung Wandelherz.
Text: Stephan Eisenbart
