Bischöflich Münstersches Offizialat
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Symbolbild, Kirchenmusik

Kirchenmusik - jetzt erst recht

Tintinnabuli

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Arvo Pärt (*1935): „Berliner Messe“

Der aus Estland stammende Komponist Arvo Pärt ist ein Vertreter der „Neuen Einfachheit“, einer stärker der Tonalität verpflichteten, einfacheren Kompositionsweise, als es viele zeitgenössische Komponisten vertreten. Er etablierte in der Kirchenmusik den Tintinnabuli-Stil, der sich durch die Gleichzeitigkeit von in Dreiklangsmelodik auf der einen und linear geführten Stimmen auf der anderen Seite und den sich daraus ergebenen Dissonanzen auszeichnet. Seine Musik wird oft als meditativ oder gar mystisch beschrieben.

Für den Katholikentag in Berlin komponierte er die „Berliner Messe“, die explizit für das Pfingstfest komponiert wurde. Sie enthält folgerichtig auch eine Vertonung der Pfingstsequenz „Veni sancte spiritus“, die an diesem Tag in der katholischen Liturgie auf dem Plan steht. Begleitet von einem kleinen Streichorchester ist sie von Minimalismus und Klarheit geprägt. „Die sanft sich entfaltenden Wiederholungen vermeiden bewusst dramatische und bildhafte Elemente; vielmehr strahlen sie ruhige Würde und eine tiefe Freude aus.“ (Richard Brown)

Die Messe wurde am 24. Mai 1990 in der Berliner Hedwigs-Kathedrale uraufgeführt.

Autor

Vorgestellt am Dienstag, 26. Mai, von Thorsten Konigorski.

Ein Stück im Rahmen der Serie "Kirchenmusik - Jetzt erst recht

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Thorsten Konigorski

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