Bischöflich Münstersches Offizialat
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Symbolbild, Kirchenmusik

Kirchenmusik - jetzt erst recht

Österliche Hymne

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Johannes Brahms (1911 -1940), Ein deutsches Requiem, Satz VI

Mitten in der Osterzeit ein Requiem, passt das? Aber ja: sicher sind wir „mitten im Leben im Tod“ (Notker I.), woran wir angesichts der Corona-Pandemie drastisch und schmerzlich erinnert werden, aber seit Ostern sind wir darüber hinaus auch gewiss: unser Leben hat im Tod kein Ende. Der hier vorgestellte Requiem-Satz stellt ein äußerst eindrückliches Zeugnis für diese Haltung dar.

Brahms stellte die Texte für sein „Requiem“ aus der Bibel selbst zusammen, es handelt sich also nicht um ein liturgisches Requiem. Unser Ausschnitt vertont im Wesentlichen einen Abschnitt aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther, wo es heißt: „Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“. Brahms lässt das Stück münden in eine Passage aus der Offenbarung: „Herr, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“

Die Musik wendet sich von der anfänglichen Klage („denn wir haben hier keine bleibende Statt“) über die Wende der plötzlichen Verwandlung („in einem Augenblick“ – äußerst sinnfällig vertont) zu einem großen, packenden Jubel, der den österlichen Gedanken – die Überschrift zu diesem Text in der Einheitsübersetzung lautet „Das Bekenntnis zu Tod und Auferweckung Christi“ – hymnisch und formal vielfältig in die Welt hinausruft.

Autor

Vorgestellt am Donnerstag, 30. April, von Thorsten Konigorski.

Ein Stück im Rahmen der Serie "Kirchenmusik - Jetzt erst recht

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Thorsten Konigorski

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