Bischöflich Münstersches Offizialat
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Symbolbild, Kirchenmusik

Kirchenmusik - jetzt erst recht

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von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750), Matthäuspassion, Schlusschor: „Wir setzen uns mit Tränen nieder“

Die Passionsgeschichte Jesu Christi ist schon oft in der Musikgeschichte vertont worden (H. Schütz, J. C. Bachofen, G. F. Händel, R. Keiser, J. Mattheson, G. H. Stölzel, G. P. Telemann u.a.). Ganz besondere oratorische Vertonungen der Passionen sind aus der Feder von Johann Sebastian Bach entsprungen. Neben der Johannes-Passion ist die Passion nach Matthäus als eindrucksvolles Werk von ihm vertont worden.

Diese wirklich sehr eindrucksvolle Musik der Matthäuspassion aus der Barockzeit (1727) ist ein „Drama, (das) aus der noch verhaltenen Ruhe der Bethanienszene hervorgeht, über die Trauer der Ölbergszene, über die Augenblicke des Verrats und Verhörs hinweg bis zur Szene am Kreuz und zur neunten Stunde, um von diesem Höhepunkt der Erschütterung in die Gefilde der Wehmut und stillen Trauer einzumünden, aus denen das ‚Wir setzen uns mit Tränen nieder‘ – Trauer und Trostchor zugleich – stark und groß, ohne jeden Anflug von Sentimentalität, den Hörer wieder hinaus ins Leben führt.“ (A. Scherling)

Dieser Schlusschor „Wir setzten uns mit Tränen nieder“ der von Bach vertonten Passionsgeschichte nach Matthäus, ist ein Denkmal tiefer Frömmigkeit und seine musikalische Sprache zutiefst ergreifend mit seinem immer wieder und als Schlussakkord auftauchenden großen Septimenvorhalt etwas ganz Besonderes und Nachhaltiges.

Autor

Vorgestellt am 3. April von Udo Honnigfort

Ein Stück im Rahmen der Serie "Kirchenmusik - Jetzt erst recht

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Udo Honnigfort

Kirchenmusiker
Dekanat Delmenhorst