Bischöflich Münstersches Offizialat
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Symbolbild, Kirchenmusik

Kirchenmusik - jetzt erst recht

Lumen Christi

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Jean Langlais  (1907 -1991), Incantation pour un jour saint

er Ruf „Lumen Christi – Deo gratias“, (Christus, das Licht / Dank sei Gott) erschallt feierlich dreimal beim Einzug mit der am Osterfeuer entzündeten Osterkerze. Jede Wiederholung wird einen Ton höher angestimmt. Innerhalb der Osternachtsvigil ist es das erste, äußerst markante Stück Musik.

Deswegen wundert es nicht, dass der französische Komponist und Organist Jean Langlais für seine „Incantation pour un jour saint“, also eine „Beschwörung für einen heiligen Tag“ diese gleichsam akustisch ikonische Situation zum zentralen Motiv wählt. Inhaltlich wie musikalisch wird dieser wuchtige Ruf von allen Motiven der ebenfalls in der Osternachtliturgie verorteten Allerheiligen-Litanei kontrastiert: „Kyrie eleison“ (Herr erbarme dich), die Heiligenanrufung selbst, „Propitius esto – libera nos Domine“ (Sei uns gnädig, befreie uns, Herr) sowie „Peccatores – te rogamus audi nos“ (Wir Sünder bitten dich, höre uns). Ihr flehentlicher Charakter, dessen Intensivierung und Steigerung machen das Stück zu einer Beschwörung, jedoch immer wieder überstrahlt vom feierlichen Osterruf „Lumen Christi“ (Christus, das Licht).

Anhand dieser Motive versetzt das Stück den Hörer assoziativ in die liturgische Osternachts-Situation.

Langlais verwendet dabei eine sehr farbige Tonsprache. Sie und die fortwährende Steigerung machen das Stück zu einem modernen, großen Osterjubel.

Autor

Vorgestellt an Ostersonntag, 12. April, von Thorsten Konigorski

Ein Stück im Rahmen der Serie "Kirchenmusik - Jetzt erst recht

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Thorsten Konigorski

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