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10. November 2014 - Vechta, Münster

Wunderprozess Pater Titus Horten eingestellt

Timmerevers und Schulte heben Wirken des Dominikaners hervor

Die Untersuchungen im Wunderprozess Pater Titus Horten wurden eingestellt, teilte die dafür eingesetzte Kommission jetzt mit. Am 14. November 2013 war der Prozess in der Vechtaer Dominikanerkirche eröffnet worden. Ziel war es gewesen, eine konkrete Genesung eindeutig als Wunder zu deklarieren. 

Porträt von Pater Titus Horten

Pater Titus Horten

Der Kommissionsvorsitzende Weihbischof Heinrich Timmerevers beauftragte Dompropst Kurt Schulte, den Leiter des kirchlichen Gerichtshofs in Münster, mit den Untersuchungen. Seit Eröffnung des Prozesses wurden in Münster verschiedene Zeugen und Ärzte angehört und sachkundige ärztliche Stellungnahmen zu der untersuchten außergewöhnlichen Heilung eingeholt. Nach genauem Studium des aufgekommenen Beweismaterials und der Erörterung in Fachkreisen kommen die Verantwortlichen jetzt zu dem Ergebnis, dass eine natürliche Genesung im untersuchten Fall nicht ausgeschlossen werden kann, d.h. auf eine ärztliche Behandlung zurückzuführen ist.

„Für den positiven Ausgang eines Seligsprechungsverfahrens muss aber mit moralischer Gewissheit feststehen, dass die Heilung aus medizinisch wissenschaftlicher Erkenntnis heraus nicht erklärbar ist,“ erklärte Schulte. Da dieses Ergebnis nicht gesichert ist, werde die Untersuchung des konkreten Falles eingestellt. „Uns wurde in Pater Titus Horten OP ein außerordentlicher Bekenner und Glaubenszeuge geschenkt, der verehrt werden darf und um Fürbitte angerufen werden kann“, stellte Schulte im Namen der Kommission fest. Zugleich bittet er darum, Genesungen, die der Fürsprache von Pater Titus zugeschrieben werden, dem Dominikanerkloster in Vechta mitzuteilen.

Wenn auch dieses Verfahren nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, so zeigt es zugleich, wie ernsthaft die Untersuchungen durch die kirchlich beauftragte Kommission vorgenommen wurden. „Das Ergebnis schmälert nichts an der großartigen Persönlichkeit von Pater Titus,“ betonte Weihbischof Timmerevers. Die meisten Seligen und Heiligen der Kirche seien nicht im offiziellen Heiligenkalender zu finden, sondern bleiben vielfach im Verborgenen, sagte er.

Johannes Hörnemann

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