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21. Dezember 2014 - Goldenstedt

Westendorf feiert diamantenes Priesterjubiläum

Weihbischof Timmerevers und Pfarrei St. Gorgonius danken für 45 Jahre Dienst

„Ein diamantenes Jubiläum ist wahrhaft etwas Außergewöhnliches“, eröffnete Weihbischof Heinrich Timmerevers am Sonntag den Dankgottesdienst anlässlich des 60-jährigen Priesterdienstes von Ulrich Westendorf. Gemeinsam mit Pfarrer Martin Knipper, Pfarrer em. Heinrich Rießelmann und Pater Boby Pallickamalil zelebrierte Timmerevers den Gottesdienst. Rund 400 Gläubige, darunter die Familie Westendorfs, zahlreiche Mitarbeiter, Wegbegleiter, Gremien- und Verbandsvertreter nahmen daran teil.  Anschließend luden Pfarreirat und Kirchenausschuss zu Ehren Westendorfs zum Empfang ins Pfarrheim.

Das Foto zeigt Pfarrer Ulrich Westdorf und Pfarrer Heinrich HoltmannGroßansicht öffnen

Pfarrer em. Ulrich Westdorf (vorne) und Pfarrer em. Heinrich Holtmann nach dem Gottesdienst vor der langjährigen Wirkungsstätte Westendorfs, der Pfarrkirche St. Gorgonius Goldenstedt

„Wir danken dem Herrn für das, was er Dir und für das, was er uns durch Dich geschenkt hat,“ betonte der Weihbischof. In seiner Predigt skizzierte Timmerevers den Lebenslauf des Jubilars. Geboren 1927 in Damme, wurde Westendorf in den letzten Kriegsjahren als Luftwaffenhelfer eingezogen, geriet in Gefangenschaft und kam dort in Kontakt mit dem sogenannten Stacheldrahtseminar. Unter Leitung von Regens Franz Stock machte der junge Westendorf das Abitur in dieser Einrichtung für Priester und Priesteramtskandidaten in Gefangenschaft und verfolgte den Weg der Priesterausbildung weiter. „Danke für Deinen Dienst. Danke, dass Du in Gefangenschaft den Ruf Gottes angenommen hast.“  Die Treue zu Gott in schwierigen Zeiten des Krieges sei ein Großes Signal. „Das steht wie ein Diamant über Deinem Leben,“ dankte der Weihbischof anerkennend.

Westendorfs erste Jahre als Priester erlebte er in den Zeiten des Aufbruchs nach dem zweiten Weltkrieg.  Er verfolgte das zweite Vatikanische Konzil während seines Dienstes in Lohne. Rückblickend zeigte Westendorf sich, so berichtete der Weihbischof, besonders dankbar für die Liturgiereform, also für Gottesdienste in deutscher Sprache und die Einbindung der Gemeinde. Westendorf war es stets wichtig, dass „die Getauften, die Träger der Frohen Botschaft sind“, er habe sich als Pfarrer für dieses Apostolat der Laien engagiert und die Gläubigen darin begleitet, zum Beispiel als Katecheten für die Firmung.

Westendorf verbrachte sein ganzes priesterliches Leben im Offizialatsbezirk Oldenburg. Er machte Station in Emstek, Lohne und ab 1969 als Pfarrer in Goldenstedt, St. Gorgonius. Dort wirkt er inzwischen 45 Jahre als Pfarrer und als Emeritus in der Pfarrei. Auch Pfarrer Martin Knipper dankte ihm und gratulierte am Ende des Gottesdienstes im Namen der Pfarrei. „Mögen Dir noch viele schöne Jahre geschenkt werden“, wünschte Knipper, verstärkt durch den langanhaltenden Beifall der Gemeinde.

Johannes Hörnemann