Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Pressemeldung

Zurück

05. Juli 2019 - Vechta, Cloppenburg

Vereinbarung über zukünftige Kindertagesstättenabrechnung

Katholische Kirche und Kommunen einigen sich auf Ergänzungen zum Rahmenvertrag

Nach eineinhalb Jahren Verhandlung haben sich Kommunen der Landkreise Cloppenburg und Vechta mit der Katholischen Kirche als größtem Träger von Kindertagesstätten in Südoldenburg auf eine Ergänzung zu einem bestehenden Rahmenvertrag geeinigt. Diese zusätzliche Vereinbarung beinhaltet im Kern die Kostenübernahme der laufenden Kosten im Schlüssel 85 (Kommune) zu 15 (Kirche) statt vorher überwiegend 90/10. Darüber hinaus regelt sie die Finanzierung der Zweitkräfte Erzieher(in) und ermöglicht eine deutliche Vereinheitlichung in der Verwaltungsstruktur und im Abrechnungswesen.

Gruppenbild mit Weihbischof

Weihbischof Wilfried Theising mit den Vertretern der Kommunen und Landkreise

Ausgearbeitet haben die Ergänzungsvereinbarung Vechtas Erste Stadträtin Sandra Sollmann, Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck, Bösels Bürgermeister Hermann Block und Michael gr. Hackmann, Finanzdirektor des Bischöflich Münsterschen Offizialates. Sie betrifft 89 katholische Kindertagesstätten. Ca. 8.000 Kinder werden hier von ca. 1.200 Erzieherinnen, Sozialassistentinnen und Heilpädagoginnen betreut.

Um dieses Ergebnis zu würdigen, hatte Weihbischof Wilfried Theising gestern alle Bürgermeister und die Vertreter der beiden Landkreise nach Vechta eingeladen. Er freue sich über das „vertrauensvolle Verhältnis“ zwischen den Kommunen und dem Offizialat, sagte Theising seinen Gästen. Langfristig sehe er auf allen Seiten Gewinner. Es sei gut, wenn Kommunen Aufgaben wie die Kindertagesstätten im Sinne des Subsidiaritätsprinzips freien und privaten Trägern übertragen. Das stärke das Verantwortungsgefühl in der Gesellschaft. Die Suche nach ausreichend pädagogischem Personal sei in der kinderreichsten Region durchaus eine Herausforderung, der wir uns aber mit der BBS Marienhain als Ausbildungsstätte stellen, räumte der Weihbischof ein. Hier wolle die Kirche ihr Engagement weiter verstärken. Außerdem sei es doch toll, wenn man in einem Gebiet wohnte, das die kinderreichste Region Deutschland sei. „Das ist ein ganz wichtiger Indikator für die Zukunft. Ich finde das klasse“. 

Sie freue sich sehr über die Einigung, sagte auch Sandra Sollmann. „Ich glaube, dass es ein ausgewogenes Ergebnis ist, und ich freue mich, dass wir es gemeinsam schaffen, den Kitaausbau weiter voranzutreiben. Denn wir haben in der letzten Zeit gesehen, dass hier durchaus Bedarfe bestehen, weil immer mehr Eltern die Kita immer früher in Anspruch nehmen und wir einen guten Zuzug in die Region haben. Hier müssen wir alle an einem Strang ziehen, um auf gute stabile Partnerschaften bauen zu können“. Die Verhandlungen seien lang und intensiv und eine Einigung nur möglich gewesen, weil sich alle Parteien sehr transparent und offen gezeigt hätten, betonte Tobias Averbeck. „Ich bin fest davon überzeugt, dass jetzt eine verlässliche Grundlage gefunden wurde, um dauerhaft zusammenzuarbeiten.“ „Die Einigung öffnet auch Türen für künftige Trägerschaften, da das Verhandlungsergebnis auch für neue Gruppen gelten“, sagte Hermann Block. Da in vielen Kommunen in den nächsten Jahren weitere Kindertagesstätten entstehen würden, sei die Kirche ein interessanter Partner, richtete Bösels Bürgermeister einen Blick in die Zukunft.

„Die Verhandlungen waren auf jeder Ebene sehr wertschätzend“, bestätigte gr. Hackmann. Im operativen Bereich freue er sich vor allem über die Vereinfachung der Verwaltung. „Wir stehen auch in Zukunft zu weiteren Trägerschaften von Kindertageseinrichtungen, wenn die Kirchengemeinden und Kommunen dies wollen“, versicherte der Finanzdirektor.

Ludger Heuer

Unsere nächsten Veranstaltungen...