Bischöflich Münstersches Offizialat
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20. März 2020 - Vechta

Seelsorge in Zeiten der Corona-Krise

Katholische Kirche sammelt Angebote auf neuer Plattform

Wie Seelsorge in Corana-Zeiten angesichts von Gottesdienstverboten, geschlossenen Pfarrheimen und Pfarrbüros und der Absage aller kirchlicher Veranstaltungen stattfinden kann, darüber machen sich die Verantwortlichen in der Bistumsverwaltung in Münster und im Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta Gedanken. „Es stellt sich die Frage, wie wir diese besonders herausfordernde Situation pastoral gemeinsam bewältigen können“, sagt Weihbischof Wilfried Theising. In einem heute verschickten Brief bitten er und Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp alle Pfarrer und in der Seelsorge Tätigen darum, Angebote und Vorschläge zu sammeln. Die Ergebnisse sollen in Kürze auf der bistumsweiten Homepage www.bistum-muenster.de/seelsorge-corona öffentlich zugänglich gemacht werden und Seelsorgerinnen und Seelsorgern und Gläubigen als Angebots- und Ideenbörse dienen.

Kreuz

„An vielen Stellen entwickeln sich bereits kreative und interessante Ideen, wie wir auch in diesen Tagen eine menschennahe Seelsorge gewährleisten können“, heißt es in dem Schreiben. Gedacht ist an eine Sammlung aller Übertragungen von Gottesdiensten, Gebetsvorschlägen und geistlichen Impulse, Vorschläge für Gottesdienste im häuslichen Umfeld - vor allem mit Blick auf die Kar- und Ostertage, soziale Initiativen und Vernetzungen, eine Ideensammlung für pastorales Handeln und Hinweise auf Gesprächs- und Beratungsangebote.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir diese außergewöhnliche Situation besser bewältigen, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. In diesem Sinn kann die Plattform ein Beitrag sein, Impulse, Angebote und Ideen so zu bündeln, dass sie einer größeren Anzahl von Menschen zugänglich werden“, schreiben Winterkamp und Theising. Da sich die Menschen derzeit nicht mehr zu Gottesdiensten versammeln können, sollen täglich bis zum Mittwoch der Karwoche um 19.30 Uhr die Glocken läuten. Das Geläut lädt zum persönlichen Gebet ein und soll – über alle räumliche Trennung hinaus – ein Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein. Die Kirchen sollen nach Möglichkeit weiterhin zum persönlichen Gebet geöffnet bleiben. Für ihren pastoralen Einsatz und ihren Dienst in dieser Krisenzeit danken Theising und Winterkamp allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern ganz herzlich.

Ludger Heuer