Bischöflich Münstersches Offizialat
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14. November 2019 - Paderborn, Nordenham, Lemwerder

Rapsgelbe Busse für die Diaspora

Neue BONI-Busse für Lemwerder und Nordenham

Die katholischen Kirchengemeinden Hl. Geist in Lemwerder und St. Willehad in Nordenham haben neue BONI-Busse vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken erhalten. Auf ihrem Rückweg legten die Fahrer gestern einen Zwischenstopp in Vechta ein und zeigten Weihbischof Wilfried Theising, dem Vorsitzenden des diözesanen Bonifatiuswerks, die neuen Fahrzeuge. Zum fünften Mal in diesem Jahr hatte das Paderborner Glaubenswerk rapsgelbe Minibusse an katholische Einrichtungen und Gemeinden in Deutschland vergeben. Eingesetzt werden sie für Fahrten der Ministranten, Jugendgruppen und Sternsinger, zu Gottesdienstfahrten für Senioren und zu Dekanatsveranstaltungen.

Gruppenbild vor BONI-Bussen

v.l. Weihbischof Wilfried Theising, Dr. Markus Wonka, Leiter der Abteilung Seelsorge im Bischöflich Münsterschen Offizialat, Pfarrer Karl Jasbinscheck (Nordenham), Hans-Joachim Meyer und Ulrich Schweitzer (beide Lemwerder).

Die katholischen Kirchengemeinden von Lemwerder und Nordenham sind typische Diasporagemeinden, die Entfernungen zur nächsten Kirche oder Bekenntnisschule sind weit. Die Gemeindegebiete erstrecken sich bei Lemwerder auf 220 km², bei Nordenham sogar auf 380 km². Sie ist damit die größte Flächengemeinde im Offizialatsbezirk Oldenburg. Da ist Mobilität wichtig. „Ohne die BONI-Busse würden sich viele Menschen bei uns gar nicht kennen lernen“, erzählte es der Nordenhamer Pfarrer Karl Jasbinschek. In seiner Gemeinde werde der neue Bus vor allem zum Transport der Grundschüler zur katholischen Bekenntnisschule St. Willehad eingesetzt. Die Schüler kommen aus einem Umkreis von bis zu zwanzig Kilometern. Vier Fahrer stehen hierfür zur Verfügung. Am Wochenende fahren Ehrenamtliche mit dem Fahrzeug Senioren zum Gottesdienst. Auch die Kitas können sich den Bus ausleihen, in den Sommermonaten werden damit Gläubige zu den Sommerkirchen gebracht. Ähnlich ist es auch in Lemwerder. Die Gemeinde erstreckt sich auf 53 Ortschaften. Bei einer Bevölkerung von ca. 14.000 Menschen bildeten die Katholiken mit ca. 1.000 Personen eine deutliche Minderheit, erzählte Provisor Hans-Joachim Meyer, der den Bus zusammen mit Ulrich Schweitzer aus Paderborn abgeholt hatte. Der Bus ist der zweite in der Gemeinde. Der erste ist allerdings schon seit 1998 im Einsatz.

Das Bonifatiuswerk vergibt jährlich zwischen 30 und 45 BONI-Busse an katholische Gemeinden und Einrichtungen in Diaspora-Gebieten, das heißt in Regionen, in denen katholische Christen in einer Minderheit leben. Es übernimmt zwei Drittel der Anschaffungskosten. Ein Drittel zahlt das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta. Die Kirchengemeinde ist verantwortlich für die Zulassung, Versicherung, für laufende Kosten und Extraausstattung.

Das Geld für die Busse stammt u.a. aus der bundesweiten Kollekte zum Diasporasonntag. In diesem Jahr wird er am 17. November gefeiert. Dabei sammeln die deutschen Katholiken bundesweit in allen Gottesdiensten für die Katholiken in der Diaspora. Im Bistum Münster kamen im vergangenen Jahr so 124.000 Euro zusammen, in allen 27 deutschen Diözesen waren es insgesamt 2,2 Mio. Euro. Mit diesen Mitteln fördert das „Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken“ glaubensfördernde und glaubensermöglichende Projekte in den Diasporaregionen Nord- und Ostdeutschlands, in Nordeuropa und im Baltikum. Den Diaspora-Sonntag gibt es seit 1966.

Ludger Heuer

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