Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Pressemeldung

Zurück

21. September 2017

Profilierung als Wallfahrtsort

St. Mariengemeinde legt Pastoralplan vor

„Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“ Unter diesem Motto steht der lokale Pastoralplan der Bether Wallfahrtsgemeinde. Über drei Viertel aller Gemeinden im Oldenburger Land haben inzwischen solche Pläne vorgelegt. Auf Basis einer Bestandsanalyse formuliert der Plan konkrete Schwerpunkte und Vorhaben für die nächste Zeit.

Die Projektgruppe von Bethen

Die Koordinierungsgruppe unter Leitung von Pfarrer Dr. Dirk Költgen (l.) freut sich über den fertigen Pastoralplan.

„Insbesondere freut uns der Mut, auch Schwächen in Ihrem Pastoralplan ins Wort zu bringen“, heißt es in der Rückmeldung aus dem Bischöflich Münsterschen Offizialat. So fehle z.B. noch bei zielgruppenorientierten Angebote die Relevanz der Jugendgruppen und Verbände. Doch „die Mühe, die die Erstellung eines solchen Plans macht, nehmen wir sehr wahr und wir schätzen überaus Ihr ehrenamtliches Engagement für die Sache“, fasst Ursula Kropp von der Seelsorgeabteilung des Offizialats die Rückmeldungen an die Koordinierungsgruppe unter Leitung von Pfarrer Dr. Dirk Költgen zusammen.

Rund 3.000 Katholiken gehören zu Pfarrei St. Marien. Gottesdienste werden gefeiert in Bethen, Hoheging-Kellerhöhe-Bürgermoor und in Varrelbusch. Bei jeder Kirche gibt es einen Kindergarten, ein Pfarrheim und einen kirchlichen Friedhof. Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch, 40 Vereine und Gruppen pflegen Gemeinschaftsleben, ländliche Traditionen und ehrenamtliche Engagement. Viele Gottesdienstformate gehen auf bestimmte Lebenssituationen ein: Die Kinderkirche, Segnung von Schwangeren und werdenden Eltern, Krankensalbungsgottesdienste, Tauftreff oder Segnungstage für Trauernde. Viele Wallfahrten richten sich an besondere Zielgruppen - die Hubertusmesse mit Jagdhornbläsern, die Wallfahrt für Reiter und Kutschfahrer, die Wallfahrt der polnischen Mission, die Motorradfahrersternfahrt, die Malteser-Wallfahrt für Menschen mit und ohne Behinderungen, die Wallfahrt für Großeltern und Enkelkinder, der Wallfahrtstag der Philippinischen Gemeinde Norddeutschlands, die Sternwallfahrt der Altenheime oder die Oldtimerwallfahrt sind nur einige Beispiele. Rund 100.000 Pilger kommen jedes Jahr hierher. Doch auch Taufen, Hochzeiten, Ehejubiläen und Trauergottesdienste werden in der Wallfahrtsbasilika oder Gnadenkapelle gefeiert.

Einen wesentlichen Schwerpunkt des Pastoralplans bildet die Kirchenmusik. Mit der Einrichtung einer hauptberuflichen Kirchenmusikerstelle habe die Gemeinde einen wichtigen Schritt unternommen, schreibt Kropp. Mit Christian Kienel konnte 2007 ein qualifizierter Kirchenmusiker gewonnen werden, der mittlerweile auch zum Team der überpfarrlich tätigen Kirchenmusiker gehört. Auf seine Initiative hin wurde eine kirchenmusikalische Konzertreihe geschaffen mit Orgelkonzerten, kirchenmusikalischen Andachten, Kinder- und Jugendchorkonzerten und einem regelmäßigen Konzert mit allen Chören der Pfarrgemeinde. Der 2014 gegründete Projektchor „Kammerchor an der Basilika“ führt einmal jährlich ein großes kirchenmusikalisches Werk mit Chor, Orchester und Solisten auf. Bethen, so heißt es im Plan, habe sich inzwischen als musikalische Spielstätte überregional einen Namen gemacht und ziehe immer mehr bekannte Chöre und Solisten an. Zehn herausgehobene kirchenmusikalische Veranstaltungen gibt es jedes Jahr.

Dass nun auch eine Erneuerung der Orgel angegangen werde, sei eine logische Konsequenz, heißt es in dem Papier aus Vechta. Das Offizialat befürworte zwar den kirchenmusikalischen Schwerpunkt und unterstütze die Pfarrei bei der Umsetzung, das Orgelbauprojekt müsse sie finanziell aber selbst stemmen.  

Ludger Heuer

Nachzulesen ist der Pastoralplan hier

Unsere nächsten Veranstaltungen...