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25. Januar 2018 - Langförden, Bühren

Pfarreirat spricht über Ziele

Katholische Pfarrei St. Laurentius veröffentlicht Pastoralplan

Die katholische Pfarrei St. Laurentius hat gestern ihren lokalen Pastoralplan für Langförden und Bühren veröffentlicht. In einem mehrjährigen Prozess nahm der Pfarreirat dafür die Situation vor Ort in den Blick, urteilte über Schwerpunkte und legte Ziele für die künftige pastorale Arbeit in Langförden und Bühren fest. Zur Würdigung des Plans mit dem Titel „… auf Ihn sollt ihr hören“, trafen sich am Mittwochabend (24.01.) Vertreter des Bischöflich Münsterschen Offizialates (BMO) mit den Autoren, Mitgliedern des Pfarreirats und des örtlichen Seelsorgeteams. 

Gruppenfoto Pastoralplan

Der Plan ist fertig, jetzt möchten die Mitglieder des Pfarreirates die Gespräche mit den Gläubigen vertiefen und mit der Umsetzung des Plans beginnen. Stephan Trillmich (v. 3. v.l.) überbrachte die Würdigung des Offizialates

Der Plan soll online veröffentlicht werden unter www.pfarrgemeinde-langfoerden.de

Bistumsweit erarbeiten Pfarreien lokale Pastoralpläne. Alle Pläne der Region werden im Offizialat abteilungsübergreifend beraten. Die daraus resultierende schriftliche Würdigung, Fragen und Anregungen überbrachten Stephan Trillmich und Johannes Hörnemann, Mitarbeiter des BMO, den Langfördenern. „Sie haben den Plan nicht für uns geschrieben, sondern damit sie hier vor Ort konkret damit arbeiten können“, betonte Trillmich, Referent für Kategoriale Seelsorge. Es gehe nicht um Benotung oder Bestehen gehe, verdeutlichte er. Im BMO mache man die Erfahrung, „dass die Pfarreien vor Ort gut mit den Plänen unterwegs sind, dass dort etwas in Gang kommt“, schilderte er. Im BMO spielten die Pläne beispielsweise eine Rolle, wenn Pfarreien Zuschüsse zu Investitionen beantragen, berichtete Trillmich. „In Pfarreien geht es vor allem um Seelsorge, deshalb wird aus pastoraler Sicht geguckt, ob die Investition sinnvoll sei.“  

„Uns ist eine sehr hohe Rückmeldequote zur Fragebogenaktion aufgefallen“, hob der Theologe hervor. Zur Situationsanlayse, die der Zielsetzung zugrunde liegt, hatte der Pfarreirat im Jahr 2015 4388 Gemeindemitglieder befragt. Ca. 20% gaben Antworten. 53% der Gläubigen bestätigten darin, dass sie sich mit der Gemeinde stark verbunden fühlen. 90% gaben an, dass ihnen christliche Erziehung wichtig sei und etwa 80% schätzten ein persönliches Verhältnis zu Gott und Jesus als wichtig ein. 

Analyse und Ziele seien beim vorliegenden Plan eng verzahnt, lobte Trillmich. In vier Kategorien nehmen sich die Autoren vor, Bewährtes zu stärken und Neues auszuprobieren. Im Bereich „Gottesdienste – wie und für wen?“ soll es darum gehen, besondere Gottesdienste mit außergewöhnlicher Gestaltung zu entwickeln. Unter dem Titel „Charismenorientierung“, möchte die Gemeinde Talente der Gläubigen wahrnehmen und so fördern, dass persönliche Entwicklung des Einzelnen und Stärkung der Gemeindearbeit gelingen. Im dritten Schwerpunkt wird geplant, wie Glauben und Spiritualität gelebt und bezeugt werden können. In Gruppen soll der christliche Glaube anhand der Bibel erklärt und in caritativen Projekten gelebt werden. Schließlich nehmen sich die Katholiken vor, stärker auf Menschen zuzugehen. Dafür sollen trauernde Angehörige, Krankenhauspatienten und Eltern von Neugeborenen besucht werden, aber auch Familien, die sich auf die Erstkommunion vorbereiten. 

Auf der Pfarreihomepage der Kirchengemeinde kann der Plan gelesen werden. In den nächsten Monaten wird der Pfarreirat auf die Gruppen und Verbände zugehen, um den Plan mit ihnen ins Gespräch zu bringen und zu überlegen, wer sich etwas auf die Fahne schreiben möchte  und wie der Pastoralplan das Gruppenleben bereichern kann. Dann soll der Plan auch in einer Pfarrversammlung vorgestellt und mit vielen Gläubigen hinterfragt, beraten und mit Leben gefüllt werden. 

Pfarrer Ralph Forthaus dankt für die Würdigung. „Wir sind bestätigt und ermutigt worden, den Plan umzusetzen. Jetzt möchten wir damit das Gemeindeleben prägen“, sagte er. „Mir ist es wichtig, dass der Plan ein lebendiges Papier wird“, schloss Pfarrer. 

Johannes Hörnemann 

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