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06. Juli 2015 - Oldenburg

Oldenburger Pfarreien geben sich gemeinsames Leitbild

Auf zweitem Klausurtag wurde Vision in Zielen konkretisiert

Oldenburg, 6.7. Gremienvertreter der Oldenburger Pfarreien, katholische Gruppen und Verbände, Vertreter der Kindertagesstätten und Grundschulen und die hauptberuflichen Seelsorger aus St. Marien, St. Josef, St. Willehad und dem Forum St. Peter trafen sich am vergangenen Samstag in der Paulusschule, um ein gemeinsames Leitbild zu beraten und damit die Basis zur Zusammenarbeit zu stärken.  Das Treffen bildete den zweiten Meilenstein im Prozess der Pastoralplanentwicklung für die Stadt Oldenburg. Man hatte sich darauf verständigt, ein gemeinsames Pastoralkonzept für insgesamt über 28.000 Katholiken zu entwickeln.

Kleingruppenarbeit zum Leitbild der PfarreiGroßansicht öffnen

In der Mensa der Paulusschule sprachen die Vertreter der Gremien, Gruppen und Einrichtungen über ein gemeinsames Leitbild für die drei Pfarreien.

Ein Ehrenamtlicher präsentiert die ErgebnisseGroßansicht öffnen

In Kleingruppen berieten die Oldenburger verschiedene Bestandteile des Leitbildes und stellten anschließend ihre konkreten Ideen zur Umsetzung vor.

Beim ersten Klausurtag war im Sommer 2014 eine gemeinsame Vision für die katholische Kirche in Oldenburg im Jahr 2020 formuliert worden. In der Zwischenzeit konkretisierten die Pfarreiräte daraus ein Leitbild. Bei sommerlich heißen Temperaturen entwickelten die 56 Multiplikatoren auf dieser Basis zahlreiche Ideen, von denen das kirchliche Leben in den drei eigenständigen Kirchengemeinden von einer verstärkten Zusammenarbeit profitieren soll.

„Heute Morgen haben wir uns in der Paulusschule nicht versammelt, um uns Selbstverteidigungsstrategien zu überlegen, um eine „Wagenburgmentalität“ aufzubauen,“ sagte Dr. Franz-Josef Backhaus, Pfarrer von St. Willehad Oldenburg. Damit ging er im Eröffnungsimpuls auf mögliche Konkurrenzgedanken untereinander ein. Man wolle mit dem Leitbild „an der Identitätsfindung der drei katholischen Kirchengemeinden St. Marien, St. Josef und St. Willehad in einem Gesamtkonzept ‚Katholische Kirche in der Stadt Oldenburg‘ arbeiten.“ Dazu gehöre laut Backhaus auch die Hoffnung, dass durch die optimale Vernetzung vielleicht Ressourcen freigesetzt werden, „die zu einer Belebung von bestimmten pastoralen Räumen und Aufgabenfeldern in den einzelnen Gemeinden führen.“

An diesem Gesamtkonzept wurde Samstag konkret gearbeitet. Vor allem wurde dabei eine zentrale, professionell geführte Verwaltung, unter Beibehaltung der Pfarrbüros gewünscht. Mit einer gemeinsamen Organisation der Öffentlichkeitsarbeit möchten die Verantwortlichen ihren Auftritt unter anderem mit einer einheitlichen Onlineplattform stark verbessern. Bis 2020 soll ein katholisches Gremium mit Ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitern installiert werden, um gemeinsame Aufgaben voranzubringen und Veranstaltungen zu bündeln.  Mit Unterstützung des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta sollen diese Ideen in den nächsten Monaten weiterentwickelt und gegebenenfalls umgesetzt werden.

Das Leitbild formuliert darüber hinaus Ansprüche an eine Willkommenskultur. Es betont das Ziel, den christlichen Glauben auf vielfältige Weise zu verkünden und zu feiern. Attraktive Orte sollen Seelsorge orientiert an den Bedürfnissen der Menschen ermöglichen. Die Pfarreien möchten als Talentsucher fungieren und besondere Begabungen in den Menschen entdecken und fördern. Das Leben in Oldenburg und Umgebung möchten die engagierten Katholiken künftig mehr auf der Basis christlicher Werte mitgestalten.

In Oldenburg, der zweitgrößten Stadt im Bistum Münster, gibt es drei katholische Kirchengemeinden: St. Josef (rd. 7000) im Süden, St. Marien im Norden (rd. 8600) und St. Willehad im Zentrum (rd. 12.400 Katholiken). Vervollständigt wird das pastorale Angebot durch das Forum St. Peter.

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