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15. April 2020 - Vechta, Oldenburger Land

Offizialat stattet neuen Corona-Fonds mit 500.000 Euro aus

Anträge von kirchlichen und nicht-kirchlichen Gruppen aus dem Oldenburger Land ab sofort möglich – Schnelle Prüfung

Einen neu eingerichteten „Coronahilfsfonds“ des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta hat am Mittwoch, 15. April, der Bischöfliche Offizial, Weihbischof Wilfried Theising, der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit einer Summe von 500.000 Euro ausgestattet können ab sofort im Rahmen der Corona-Pandemie Projekte unterstützt werden, die Hilfe vor Ort anbieten, sagte Theising gegenüber Vertretern der Presse.

Weihbischof Theising und Caritasdirektor Tepe

Stellten den Coronahilfsfonds der Öffentlichkeit vor: Weihbischof Wilfried Theising (l.) und Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe

Die hohe Summe solle einerseits deutlich machen, dass es der Katholischen Kirche ein großes Anliegen sei, hier zu helfen, und dass sie gleichzeitig damit rechne, „dass wir es mit einer langfristigen Krise zu tun haben, deren Auswirkungen andauern werden.“

Damit möchte Theising Menschen gleichzeitig ermutigen, ihr Engagement, für das er sehr danke, fortzusetzen oder gar auszubauen. „Wir brauchen Power“ in Anbetracht einer Lage, „die fürchterliche soziale Folgen haben wird“, so der Weihbischof.

Konkret gefördert werden können „neue und bereits bestehende Maßnahmen und Projekte, die sich für Menschen einsetzen, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind, und Hilfen organisieren“, heißt es in einer Beschreibung der Initiative.

Als Beispiele nannte Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe bestehende oder neue Nähprojekte, Umbaumaßnahmen in Beratungsstellen, die einer besseren Hygiene dienen, oder Maßnahmen der Familienerholung. Gemeint sei jedoch nicht ein Schutzschirm für Einrichtungen, grenzte Tepe ab. Unabhängig vom Fonds gelte es in der jetzigen Zeit, zuerst bei den Menschen zu sein, die von Krankheit betroffen sind, sagte Theising. Im Blick auf die kirchliche  Situation schmerze ihn besonders die Situation bei Beerdigungen. „Hier wünsche ich mir bald eine Lockerung“, blickte der Offizial in die Zukunft.

Positiv nehme er hingegen wahr, dass es auf vielfältigste Weise eine große Solidarität gegenüber Schwachen gebe.

Anträge können ab sofort von kirchlichen und ebenso von nicht-kirchlichen Gruppen gestellt werden. Etwa von Pfarreien, Vereinen oder Verbänden.
Ziel sei eine unkomplizierte, schnelle Hilfe. Ansprechpartnerinnen sind Friederike Asbree, Bischöflich Münstersches Offizialat, Tel. 04441/872-256 oder Sigrid Möller, Landes-Caritasverband, Tel. 04441/8707-663. Anträge können auch per Mail gesandt werden an Corona(ät)bmo-vechta.de.

Weitere Infos auch unter: www.offizialat-vechta.de/coronahilfsfonds

Dietmar Kattinger