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08. August 2017 - Cloppenburg

Zum Abschied gab es Taschentücher

Kaplan Brüggemann dankt für zwei ereignisreiche Jahre

Nach zwei Jahren Gemeindearbeit verabschiedete sich Kaplan Thorsten Brüggemann (41) am vergangenen Sonntag von den Gläubigen in Cloppenburg. Zum 16.9. tritt er seinen neuen Dienst als leitender Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Agatha im westfälischen Gronau-Epe an. Im Anschluss an den Gottesdienst in der vollbesetzten St. Josef-Kirche konnten sich alle auf dem Kirchplatz von ihm verabschieden. Für die Verköstigung der Gäste sorgte der St. Josefs-Rat und der Kirchenchor St. Josef.

Abschied von Kaplan Brüggemann

Abschied von Kaplan Brüggemann

Es hätten sich für ihn in den vergangen zwei Jahren viele neue Dimensionen ergeben, sagte Brüggemann mit deutlich bewegter Stimme. Dabei zählte er die I-Männchen zur Einschulung auf, die vielen Paare, die er getraut habe, die Kinder, die er taufen oder die Verstorbenen und Angehörigen, die er begleiten durfte. An seiner vorherigen Kaplansstelle in Haltern am See habe er die Trauerarbeit zu den Todesopfern der abgestürzten German Wings Maschine begleitet. „Ich hatte große Sorge nach Cloppenburg zu gehen und wusste nicht, ob ich die Menschen in Haltern alleine lassen durfte.“ Und gleichzeitig sei er sich unsicher gewesen, ob er alle neuen Aufgaben in Cloppenburg erfüllen könnte, insbesondere in der Jugendarbeit. Doch er sei hier auf viele Menschen getroffen, die ihm bei seinen Aufgaben geholfen hätten. Dafür sei er sehr dankbar. Unterbrochen von Applaus der Gläubigen dankte er allen, die mit zusammen gearbeitet hätten – dem Seelsorgeteam um Pfarrer Bernd Strickmann, den Mitarbeitern im Forum St. Andreas, Küstern und Organisten, Messdienern, Firmkatecheten, den Ehrenamtlichen in den Kirchengremien und den Gläubigen. Ausdrücklich entschuldigte er sich bei den kirchlichen Jugendgruppen, denen er nicht immer die nötige Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Im Namen des Seelsorgerates der Pfarrgemeinde St. Andreas sprach ihm Theresia Klinke Dank aus. Dabei erinnerte sie an den ersten Gottesdienst, den Brüggemann in St. Josef gefeiert hat: Damals habe es Starkregen gegeben und Wasser sei durch das Kirchendach getropft - genau wie in den letzten Tagen. Brüggemanns Engagement im Arbeitskreis „Jugendkirche“ habe die Gemeinde weiter gebracht, die Firmvorbereitung habe unter seiner Mitwirkung ein neues Gesicht bekommen und sein Familiengottesdienst zu Fronleichnam sei eine gute Neuerung gewesen. „Bewahre Dir stets Dein glückliches Lachen und versuche aus allem das Beste zu machen“, wünschte sie dem scheidenden Priester. Als Abschiedsgeschenk der Kirchengemeinde überreichte sich ihm eine rote Stola.

Thorsten Brüggemann habe Licht in die Gemeinde gebracht, sagte auch Pfarrer Strickmann. Er gab ihm einen schwarz-weißen Schirm mit dem Logo der Kirchengemeinde mit auf den Weg. Schwarz-weiß Malerei führe aber nicht weiter als Pfarrer, sagte er. Man müsse sich Offenheit in allen Bereichen bewahren und nicht zu sehr auf das Lob von Mitmenschen einlassen. Des Weiteren schenkte er Brüggemann eine Packung Textil-Taschentücher mit seinem Monogramm - eine Anspielung darauf, dass die beiden Männer im Haushalt des Pfarrhauses ihre Taschentücher immer wieder verwechselt hätten.

Ludger Heuer

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