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10. Januar 2019 - Lüsche

Neues Pfarrheim im alten Pfarrhaus

Lüsche erweckt architektonisches Kleinod wieder zum Leben

Knapp fünf Jahre hatte das einhundert Jahre alte schmucke Pfarrhaus leer gestanden. Eine sinnvolle Verwendung gab es lange Zeit nicht mehr, selbst ein Abriss war erwogen worden. Im vergangenen Jahr fand sich endlich wieder eine Nutzung.

Das neue Pfarrheim bei Nacht

Das neue Pfarrheim von außen

Schmedes und Theising

Beim Gottesdienst in St. Josef

Theising und Schmedes am Engang des neuen Pfarrheims

Weihbischof Wilfried Theising und Dechant Bernhard Schmedes am bekränzten Eingang des neuen Pfarrheims

Segnung des neuen Probenraum im Obergeschoss

Segnung des neuen Probenraums im Obergeschoss

Einweihung des Pfarrheims

Im Beisein vieler Gläubigen weihte Weihbischof Theising das neue Pfarrheim ein

Pfarrer Schmedes, Weihbischof Theising und Bürgermeister Averbeck

Pfarrer Schmedes (l.) und Bürgermeister Tobias Averbeck (r.) hören Weihbischof Theising zu

Denn die wachsende Kinderzahl in Lüsche machte es nötig, die Kapazitäten des katholischen Kindergartens St. Josef zu erhöhen. Die politische und die Kirchengemeinde einigten sich schließlich darauf, das leerstehende Pfarrhaus neben der St. Josef Kirche zum neuen Pfarrheim umzubauen. Im bisherigen Pfarrheim neben dem Kindergarten kann so Platz entstehen für neue Kindergartengruppen. Das neue Pfarrheim im alten Pfarrhaus weihte Weihbischof Wilfried Theising gestern Abend im Beisein vieler Gläubiger ein.

„Diese Neunutzung ist für uns ein Zeichen des Wandels“, sagte Dechant Bernhard Schmedes im vorangehenden Festgottesdienst. Für das Gemeindeleben sei dieses Gebäude etwas ganz besonderes, sagte Schmedes, der das gute Zusammenspiel der Kirchen- und politischen Gemeinde lobte. Auch der Weihbischof zeigte sich angetan über das neu Geschaffene. „Wir brauchen solche öffentlichen Räume zum Versammeln.“ Und die Gemeinde brauche ein Dach über dem Kopf. Das, was er sich schon vor dem Gottesdienst schnell angesehen habe, sehe sehr edel aus, lobte Theising den Umbau unter Leitung des Bakumer Architekten Ewald Wehry.

Mit Blick auf die große Krippe in der kleinen Kirche ging er im Gottesdienst auf die Menschwerdung Gottes ein. An der Kippe entstehe Kommunikation, erklärte Theising den Gläubigen. Gott habe dort die Möglichkeit, mit jedem Menschen in Kontakt zu treten. Das Kind habe eine faszinierende Ausstrahlungskraft, für die es sich damals wie für die Hirten so auch für uns heute lohne, weite Wege auf sich zu nehmen. „Das Kind in der Krippe strahlt in jedes einzelne Leben hinein.“

Begleitet von Dechant Schmedes segnete Theising nach dem Gottesdienst alle Räumlichkeiten des neuen Pfarrheims. Im Untergeschoss stehen der Gemeinde zukünftig mehrere variable Gruppenräume zur Verfügung, im Obergeschoss befindet sich unter anderem ein großzügiger Proberaum für die Blaskapelle.

Es wäre doch schade gewesen, sich von diesem schöne Gebäude zu trennen, unterstrich es auch Bürgermeister Tobias Averbeck, der das gute Zusammenspiel mit der Kirchengemeinde lobte. Ausdrücklich bedankte er sich bei den ausnahmslos lokalen Handwerkerfirmen für die sehr gute Arbeit. Die hohen Geburtenraten der letzten Jahre hätten eine Erweiterung des Kindergartens unumgänglich gemacht. 2014 sei die Geburtenzahl so hoch gewesen wie 1968, erklärte er. Die Einweihung des neuen Pfarrheims sei für ihn als Bürgermeister daher nur die 1. Halbzeit. Jetzt könnten die Umbauten für die Kindergartenerweiterung im alten Pfarrheim beginnen.

Ludger Heuer

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