Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Pressemeldung

Zurück

28. März 2019 - Oldenburg

Liebe lebt vom Verzeihen

Vortrag zur Versöhnung in Paarbeziehungen

Damit eine Ehe oder Partnerschaft mit höherer Wahrscheinlichkeit dauerhaft stabil bleiben, müssen die Partner eine Verzeihenskompetenz entwickeln. Davon zeigte sich die Paartherapeutin Friederike von Tiedemann überzeugt. In einem Vortrag vor 160 Zuhörern auf Einladung des Forums St. Peter und des Familienbundes der Katholiken warb die Leiterin des Hans-Jellouschek-Instituts in Freiburg dafür, durch Versöhnen eine Basis für das weitere gelingende Zusammenleben in längerfristigen Beziehungen zu schaffen. „Es ist so gut wie unvermeidlich, dass in Paarbeziehungen, die auf Dauer angelegt sind, die Partner einander verletzen und so ihre Beziehung belasten“, berichtete die Psychologin. „Damit geraten beide Partner unweigerlich in gegenseitige Vorwürfe und oft auch in nicht enden wollende Streits“.

Referentin

Friederike von Tiedemann

Dies schade im Laufe der Zeit der Liebe und münde nicht selten in Gefühle wie Enttäuschung, Groll oder Verbitterung und oftmals auch in Trennungen. Damit die Liebe bleibt, brauche es mehr denn je eine positiv geladene Gegenseitigkeit über viele Phasen einer Paarbeziehung hinweg. Diese müsse immer wieder neu hergestellt werden, damit ein Grundgefühl der Zugehörigkeit erhalten bleibe. Es gebe eine hohe Wechselwirkung zwischen seelischer und körperlicher Gesundheit und der Fähigkeit, einander verzeihen zu können. Dazu brauche es „neue alte“ Tugenden wie Dankbarkeit, Geduld, Mitgefühl oder auch Mitfreude. So könne die Seele wieder ruhig werden.

Wie konkret Schritte und Stufen eines Versöhnungsprozesses durch Beraterinnen und Therapeuten begleitet werden können, demonstrierte die Lehrtrainerin und Buchautorin vor vierzig Fachleuten anschließenden in einem Workshop.

Alfons Gierse

Unsere nächsten Veranstaltungen...