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17. Dezember 2019 - Vechta

Laut und deutlich

Viel Tiefgang und gute Stimmung beim 5. Preacherslam

„Wir wollen ein kleines Jubiläum groß feiern“ - Benedikt Feldhaus und Peter Havers versprachen nicht zu viel, als sie ihr Publikum unter lauten Gejohle und Applaus im Veranstaltungsraum der Kirche am Campus zum 5. Vechtaer Preacherslam begrüßten. Acht junge Leute hatten sich von den beiden in den letzten Wochen intensiv auf den Wettbewerb vorbereiten lassen. Benedikt Feldhaus, Mitarbeiter des Jugendreferats am Bischöflich Münsterschen Offizalat, und Pastoralreferent Peter Havers, Mentor für die Studierenden der Katholischen Religionslehre an der Universität Vechta, hatten mit ihnen in mehreren Sitzungen das Sprechen, Auftreten und Präsentieren geübt. Laut und deutlich – so auch das Motto des Abends, sollten sie sein. Jeder hatte fünf Minuten Zeit. Krankheitsbedingt fielen zwei Teilnehmerinnen aus. Doch die verbleibenden sechs lieferten spannende Beiträge.

Paulus Göttig

Paulus Götting war mit 18 Jahren jüngster Teilnehmer auf der Bühne

Laura Collier

Die Hamburgerin Laura Collier gewann den Publikumspreis

Gratulation an Laura Collier

Laura Collier mit den Juroren Eileen Küthe und Dominik Blum

Benedikt Feldhaus und Peter Havers

Benedikt Feldhaus (l.) und Peter Havers (r.) glänzten mit ihrer Moderation

Gruppenbild

Viel Spaß für alle Beteiligten, v.l. vorne die Moderatoren Benedikt Feldhaus (ganz links) und Peter Havers (ganz rechts) und die Juroren Dominik Blum und Eileen Küthe. Mitte: Paulus Götting, Jonas Heyng und Ahmed Aldaes, hinten Paula Bröskamp, Laura Collier und Anne Wöfert.

Einer von ihnen ging den Zuhörern mächtig unter die Haut, und deshalb gewann Laura Collier aus Hamburg auch den Publikumspreis. Und es machte auch nichts, dass die 23-jährige Hamburgerin, die in Vechta Deutsch und Katholische Religionslehre für das Grundschullehramt studiert, zum ersten Mal überhaupt an einem solchen Wettbewerb teilnahm. Die Empathie, mit der sie über die Alkoholsucht ihres Vaters sprach, wie sie den verzweifelten Kampf und die Mithaftung der ganzen Familie gegen diese Situation schilderte, die Unwissenheit und Vorurteile Außenstehender gegen Alkoholkranken anprangerte, den ständigen Schrei der Kranken nach Hilfe und die bedingungslose Liebe der Kinder gegenüber ihren Eltern beschrieb, die bei einer solchen Sucht sehr strapaziert wird – die ca. 130 Zuhörer waren mucksmäuschenstill bei ihrem Vortrag.

Muss man verrückt sein, um an Gott zu glauben? fragte Jonas Heyng (22) aus Hagstedt. Der 18-jährige Schüler Paulus Götting aus Vechta sprach über das Wort Amen, Paula Bröskamp (20) aus Rheine über den roten Faden im Leben, der 24-jährige Syrer Ahmed Aldaes über die Liebe zu Gott und den Eltern und Anne Wöfert (23) aus Vechta über Erfahrungen auf dem Pilgerweg.

Die Jury, bestehend aus Dominik Blum, Theologie-Dozent an der Katholischen Akademie Stapelfeld, und Eileen Küthe, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Theologie der Universität Vechta, hatten es nicht leicht, drei Preise und die damit verbundenen Essensgutscheine in den Kategorien Bekenntnis (Laura Collier), Gottesbezug (Jonas Heyng) und Überraschung (Paulus Götting und Pauls Bröskamp) zu vergeben.

Die Zuhörer quittierte alle Auftritte mit langem Applaus und respektvollen Blicken. Laut und deutlich waren sie alle gewesen. Und auch das Publikum setzte dieses Motto bei der anschließenden Party um.

Ludger Heuer

Beitrag von Laura Collier

 

 

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