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10. Juli 2018 - Bistum Münster

Klaus Winterkamp wird neuer Generalvikar

Domkapitular folgt im Oktober auf Norbert Köster

Dr. Klaus Winterkamp (52) wird am 1. Oktober neuer Generalvikar des Bistums Münster. Das hat der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, am 10. Juli in Münster bekanntgegeben. Winterkamp, der zuletzt Beauftragter des Bistums für den Deutschen Katholikentag war, tritt die Nachfolge von Dr. Norbert Köster (51) an, der auf eigenen Wunsch künftig wieder stärker im Bereich der Kirchengeschichte arbeiten möchte. 

Dr. Klaus Winterkamp, Bischof Dr. Felix Genn und Generalvikar Dr. Norbert Köster (v. l.)

Bischof Genn sprach bei der Bekanntgabe vor Journalisten davon, dass er es sehr bedauere, Norbert Köster als Generalvikar zu verlieren. Er machte deutlich, dass die Initiative für den Amtswechsel von Köster selbst ausgegangen sei: „Meinerseits wäre ich nicht auf die Idee gekommen, einen Wechsel im Amt des Generalvikars vorzunehmen.“ Generalvikar Köster sei in den letzten Wochen zur Überzeugung gekommen, dass Klaus Winterkamp auch ein sehr guter Generalvikar sein könnte. Hierzu sagte Bischof Genn: „Dass ein Generalvikar, der seine Aufgabe nach Wahrnehmung aller herausragend erfüllt, der ein hohes Ansehen genießt und in einem Bistum zudem durchaus einen großen Einfluss hat, sich so gut mit einem möglichen Nachfolger identifizieren kann, zeigt seine innere Haltung und ist alles andere als selbstverständlich. Das verdient meine Hochachtung und meinen größten Respekt.“

Der Bischof machte deutlich, dass er mit der Amtsführung von Generalvikar Köster sehr zufrieden und ihm zu großem Dank verpflichtet sei. „Unser persönliches Verhältnis ist von einem großen wechselseitigem Vertrauen, einer großen Offenheit und Wertschätzung geprägt; ich konnte und kann mich in jeder Situation auf meinen Generalvikar verlassen. Er hat mir oft den Rücken freigehalten“, sagte Genn. Die „unausweichlichen Veränderungsprozesse“ im Bistum Münster habe Köster „mit enorm viel Herzblut, mit hohem persönlichen Einsatz und mit großer Professionalität auf den Weg und voran gebracht.“ Er habe auch unangenehme Entscheidungen treffen müssen, habe die Menschen in den Veränderungsprozessen aber stets mitgenommen. „Immer wieder wurde und wird mir von Menschen zurückgespiegelt, wie sehr sie das offene, dialogorientierte, beziehungsfördernde Auftreten unseres Generalvikars schätzen“, sagte der Bischof. 

Zugleich teile er die Auffassung von Generalvikar Köster, „dass Domkapitular Winterkamp ein sehr guter Generalvikar werden wird.“ „Ich bin ihm sehr dankbar, dass er sich bereit erklärt hat, das Amt des Generalvikars ab dem 1. Oktober zu übernehmen. Ich freue mich, dass wir gemeinsam und künftig in noch engerer Zusammenarbeit versuchen wollen, die katholische Kirche im Bistum Münster in eine gute Zukunft zu führen“, sagte Bischof Genn.

Norbert Köster dankte dem Bischof für die würdigenden Wort. „Das tut gut“, sagte der Generalvikar. Er betonte, dass die Entscheidung von vor zwei Jahren, das Amt des Generalvikars zu übernehmen, für ihn eine völlige Änderung seines Lebens bedeutet habe. „Die Spur, auf der ich viele Jahre unterwegs war, habe ich hinter mir gelassen und etwas ganz Neues angefangen. Ich habe das sehr gerne getan. Mich in die neue Aufgabe einzuarbeiten, hat mir große Freude gemacht“, sagte Köster. Er dankte seinen engsten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Generalvikariats: „Ich bin sehr dankbar und auch ein bisschen stolz auf das, was wir in den vergangenen zwei Jahren geschafft haben.“

Die Zusammenarbeit mit Bischof Genn sei sehr vertrauensvoll gewesen. Norbert Köster: „Sehr gerne habe ich seine Linien für das Bistum umgesetzt. Ich konnte dabei an das, was in den Gremien des Bistums und im Generalvikariat entwickelt worden war, anknüpfen und es gemeinsam mit vielen anderen weiterentwickeln. Die Richtung, die das Bistum eingeschlagen hat, ist sehr gut. Das hat sich zwar noch nicht überall herumgesprochen, ich bin aber fest davon überzeugt, dass das noch kommt.“

Die Aufgabe des Generalvikars sei sehr herausfordernd und lasse nicht viel Raum für andere Dinge. Das sei ihm zwar bewusst gewesen. „Es ist mir aber zunehmend schwer gefallen, dass ich all das, was ich früher mit sehr viel Freude getan habe, kaum noch und nur unter großem zeitlichen Druck machen kann“, sagte Köster. So habe sich ihm immer mehr die Frage gestellt, ob er nicht doch der inneren Spur seines Lebens wieder folgen solle. Das habe er Bischof Genn gesagt und ihm die Entscheidung überlassen. „Ich bin dem Bischof, der ja aus seinen langen Jahren als Spiritual und geistlicher Begleiter viel Verständnis für solche Fragen hat, sehr dankbar, dass er mich verstehen konnte“, sagte der Generalvikar. Den Mut, den Bischof um Entpflichtung zu bitten, habe er auch deshalb gehabt, weil er gesehen habe, dass mit Domkapitular Klaus Winterkamp jemand da sei, der diese Aufgabe übernehmen könne. „Ich bin fest überzeugt, dass das Amt bei ihm in guten und sehr kompetenten Händen ist“, sagte Köster. Wie es genau für ihn weiter gehe, stehe noch nicht fest. Dennoch freue er sich auf das, was vor mir liege und blicke wirklich mit großer Dankbarkeit auf die vergangenen beiden Jahre zurück.

Klaus Winterkamp unterstrich, dass er sich auf die neue Aufgabe freue. Er dankte dem Bischof für das Vertrauen und Generalvikar Köster dafür, in dieser „nicht alltäglichen Form“ die Initiative ergriffen zu haben. 

Klaus Winterkamp wurde 1966 in Münster geboren. 1992 wurde er zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Ahlen und Recklinghausen. 2001 wurde er Pfarrer in Bocholt und 2008 Dechant des Dekanats Bocholt. Von 2011 bis März 2015 war er Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Münster. 2013 wurde er Domkapitular am St.-Paulus-Dom in Münster. Ab dem 1. April 2015 kümmerte er sich als Beauftragter des Bistums Münster um die Vorbereitung, Planung und Durchführung des 101. Deutschen Katholikentags, der vom 9. bis zum 13. Mai dieses Jahres in Münster stattfand. 

Norbert Köster wurde 1967 in Ibbenbüren geboren und ist in Rheine aufgewachsen. 1993 wurde er zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Sendenhorst und Warendorf. Im Jahr 2000 wurde er Heimleiter im Deutschen Studentenheim in Münster und wurde zum Promotionsstudium freigestellt. Von 2005 bis 2007 war er Diözesanjugendseelsorger, Diözesanpräses des Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und Leiter der Jugendkirche effata in Münster. Seit 2007 ist er auch in der Pfarrseelsorge in Münster-Kinderhaus und Münster-Sprakel tätig. Parallel war er seit 2010 am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster beschäftigt. Zum 1. Juli 2016 hatte Bischof Genn ihn zum Generalvikar für das Bistum Münster ernannt.

Information: 

Der Generalvikar steht dem Bischof nach dem Kirchenrecht „bei der Leitung der ganzen Diözese zur Seite“. Der Generalvikar ist Stellvertreter des Bischofs und leitet das Bischöfliche Generalvikariat, die zentrale Verwaltungsbehörde des Bistums. Im Generalvikariat in Münster und in den Kreisdekanaten, die zum Generalvikariat dazuzählen, sind derzeit rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Bistum Münster ist mit rund 1,89 Millionen Katholiken das zweitgrößte Bistum Deutschlands.

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