Bischöflich Münstersches Offizialat
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07. September 2019 - Oldenburg

Kirche leistet Pionierleistung bei Stadtentwicklung

Spatenstich für Kita und Pfarrheim St. Christophorus

Beim heutigen Spatenstich für die katholische Kita Hl. Alexander und das Pfarrheim St. Christophorus flog der Sand hoch in die Luft. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Vechtas Weihbischof Wilfried Theising und Jan Kröger, Pfarrer der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien, hatten erkennbar ihren Spaß. Dieser symbolische Akt im Beisein vieler Gemeindemitglieder bildet den Startschuss für die Bebauung des alten Fliegerhorstes im Stadtnorden. Der heutige Tag sei nicht vom Himmel gefallen, scherzte Kröger, sondern das Ergebnis mehrjähriger Vorplanungen. „Wenn die ersten Schornsteine auf dem alten Fliegerhorst rauchen, wollen wir als Kirche dort präsent sein.“

Spatenstich

Weihbischof Wilfried Theising, Pfarrer Jan Kröger und Oberbürgermeister Jürgen Krogmann haben ihren Spaß beim Spatenstich.

Gruppenbild

v.l. Weihbischof Wilfried Theising; Architekt Claudius Grothoff; Klaus Büscher, Amt für Umweltschutz und Bauordnung der Stadt Oldenburg; Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Pfarrer Jan Kröger

Herzlichen Dank richtete er an die Mitglieder des Bauausschusses und der Bewertungskommission des Architekturwettbewerbes, an das Bischöflich Münstersche Offizialat, die Stadt Oldenburg, seine Pfarrei St. Marien und das Oldenburger Architekturbüro kpg. Da die Kirchengemeinde jung sei, habe sie kein Vermögen. Daher habe er sich sehr gefreut, dass das Offizialat in Vechta die nötigen Grundstücke gekauft habe. Allein für die Kita seien ca. es 2.000 qm gewesen. Dazu kommt eine ähnlich große Fläche für das neue Pfarrheim und das Areal des abgerissenen Pfarrheims, das in Zukunft als Platz für Begegnungen und Feste genutzt werden soll.

Oberbürgermeister Krogmann freute sich über die einmalige Möglichkeit, die dieses Projekt für die Stadtentwicklung biete. Angesichts stetig steigender Geburtenzahlen brauche Oldenburg dringend mehr Infrastruktur für Bildung und Betreuung, sagte er. Der katholischen Kirche dankte er ausdrücklich für diese Pionierleistung auf dem großen Areal. Die Stadt wolle eine Trägervielfalt in der Kita- und Schullandschaft. „Dabei können wir auf die Kirche nicht verzichten.“ Er kenne nicht jedes Baudetail, doch bei dem Oldenburger Büro kbg Architekten könne man sicher sein, dass es für Qualität stehe.

Über die Möglichkeiten, als Kirche die Entwicklung eines neuen Stadtviertels mitgestalten zu können, freute sich auch Weihbischof Theising. Er halte er es immer für besser, wenn Kommunen nicht alles selber machen, sondern Aufgaben an freie Träger abgeben. „Wir können uns freuen, dass so viele Kinder in Oldenburg geboren werden. Das ist ein gutes Zeichen für eine Stadt. Es wäre schlimm, wenn wir dann nicht gemeinsam etwas dafür tun würden, dass diese Kinder gut in die Zukunft kommen. Wir wollen als katholische Kirche unseren Beitrag dazu leisten, dass die Menschen hier gut leben können.“

Großen Dank für das Vertrauen sprach Architekt Claudius Grothoff von kbg Architekten der Stadt Oldenburg aus. Im Herbst 2017 sei sein Büro vom Offizialat zum Planungswettbewerb eingeladen worden. Sechs Büros hätten Entwürfe eingereicht. Die fertigen Pläne für das Pfarrheim und die Kita hätte die Stadt schon nach acht bzw. sechs Wochen genehmigt. „Das ist Rekord“, sagte Grothoff. „Das hat es in 30 Jahren Firmengeschichte noch nicht gegeben.“ Der Baubeginn der Kita werde schon in Kürze erfolgen. Bis September 2020 sei die Fertigstellung der neuen Kita mit drei Gruppen, zwei davon Krippengruppen, geplant. Zusammen mit der alten viergruppigen Kita, die direkt nebendran bestehen bleibe, entstehe so ein neues Kita-Zentrum im Stadtnorden, erklärte Grothoff. Die Baukosten in Höhe von 2,4 Mio. Euro trägt die Stadt Oldenburg. Das neue Pfarrheim, das mit ca. 600qm ähnlich groß wird wie das kürzlich abgerissene und unter anderem auch die Katholische Öffentliche Bücherei mit ca. dreieinhalbtausend Medien beherbergen wird, ist auf 2,3 Mio. Euro veranschlagt. Hier trägt das Offizialat in Vechta die Kosten. Mit 70.000 Euro beteiligt sich auch das Paderborner Bonifatiuswerk daran. Die Fertigstellung des zweigeschossigen Pfarrheims ist für Dezember 2020 geplant.

Ludger Heuer

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