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09. Dezember 2014 - Münster

Kirche mit Raum für junge Ideen

Jugendkirche effata[!] umgebaut und wiedereröffnet

Ein halbes Jahr hat es gedauert, doch nun ist es vollbracht: der Umbau der Jugendkirche effata[!] in der Neubrückenstraße in Münster ist abgeschlossen. Am 7. Dezember haben über 300 Menschen mit einem ,Start-Up-Gottesdienst‘ die Wiedereröffnung gefeiert und sich persönlich ein Bild von den Veränderungen gemacht.

Das Foto zeigt die Jugendkirche effata nach der WiedereröffnungGroßansicht öffnen

In einer vollbesetzten Kirche feierte Diözesanjugendseelsorger Thorsten Schmölzing mit über 300 Menschen einen ,Start-Up-Gottesdienst‘

„Vor allem der Eingangsbereich hat sich um 100 Prozent verbessert“, freute sich Susanne Kolter, Pastoralassistentin aus St. Joseph Münster-Süd, „vorher war es so ein dunkler, verlorener Raum, traditionell und altbacken eingerichtet.“ Jetzt betritt der Kirchenbesucher einen hellen und freundlichen Raum. Lila Lichtbögen weisen den Weg in die Kirche. Eine moderne Jesus-Darstellung hängt links an der Wand. Auf der anderen Seite läuft auf einem Bildschirm ein Countdown herunter. „Da soll keine Werbung laufen, sondern Nachdenkliches, Inhaltliches“, sagte Diözesanjugendseelsorger Thorsten Schmölzing, der Pfarrer der Jugendkirche effata[!]. Jetzt im Advent ist das eben ein Countdown bis zum Fest der Geburt Jesu. „Das war eine Idee der Jugendlichen“, ergänzte Schmölzing. Mehr als 100 Jugendliche engagieren sich ehrenamtlich in effata[!]. „Schließlich ist es ihre Kirche. Daher haben wir sie nach ihren Vorstellungen gefragt und ihre Ideen in die Umgestaltung mit einfließen lassen“, begründete Schmölzing, „so kam zum Beispiel der Vorschlag, den alten Kreuzweg in dunklem Raum gegen helles Licht und moderne Animation zu tauschen, von den jungen Erwachsenen.“

Eine knappe halbe Million Euro floss in den Umbau des Kirchenraums, der zur Pfarrgemeinde St. Lamberti gehört und seit zwölf Jahren gemeinschaftlich mit der Jugendkirche genutzt wird. Die Investition sichert auf der einen Seite ab, dass das mittelalterliche Gebäude dauerhaft mit kirchlichem Leben gefüllt werden kann, und ist auf der anderen Seite ein klares Bekenntnis des Bistums zur Jugendkirche. Zugleich erleichtert die neue technische Ausstattung die gemeinschaftliche Nutzung der Räume durch Pfarrgemeinde und Jugendkirche.

Von den Umbauten ist im Kircheninnern nicht viel zu sehen. „Das meiste ist im Boden passiert“, sagte Schmölzing. Mehrere Kilometer Kabel sind verlegt worden: Musste der Küster vor dem Umbau noch eine halbe Stunde durch die Kirche laufen und jeden Scheinwerfer einzeln einstöpseln, so genügt nun ein Knopfdruck, und der Andachtsraum erstrahlt in der gewünschten Farbe. Eine große Video-Leinwand fährt automatisch aus ihrer Box, und auch die Lautsprecher sind fest montiert – alles ist zentral steuerbar. „Jetzt haben wir eine Licht-, Video-  und Tontechnik, die den Anforderungen der Jugendkirche entspricht“, führte der Diözesanjugendseelsorger aus, „und die Jugendlichen müssen nicht jedes Mal den Kirchenraum komplett umbauen, wenn sie eine Idee umsetzen wollen.“

Was alles möglich ist, zeigte die Jugendkirche bei der Wiedereröffnung. Der Innenraum erstrahlte in mystischem Rot, Gelb und Blau. Videos gaben Impulse, regten zum Nachdenken an, und die Lieder der Band effata [!] erfüllten den Raum bis in den letzten Winkel. „Alle technischen Sachen haben super gefunzt“, freut sich Anselm Thissen, musikalischer Leiter in effata [!] und Mitglied der Kirchenmusik-Kommission im Bistum Münster. Er war nach eigenen Angaben „total zufrieden. Vor allem müssen wir keine Angst mehr haben, ob die Technik funktioniert, ob es mit dem Beamer klappt oder nicht. Das entlastet ungemein.“ Einen weiteren, positiven Effekt sieht Thissen in den neuen Abstellräumen, die den Auf- und Abbau erleichtern. „Die Kirche sieht ordentlicher aus, und wir können unser Equipment einschließen.“ Das hat auch eine positive Auswirkung für die Kirchenbesucher: Das Gotteshaus ist nun täglich von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet.

pbm