Bischöflich Münstersches Offizialat
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16. November 2018 - Vechta

Katholiken wählten Kirchenausschüsse

Durchschnittliche Wahlbeteiligung bei 8,55 Prozent

Am vergangenen Wochenende waren die Katholiken im Oldenburger Land zur Wahl der Kirchenausschüsse aufgerufen. Über vierhundert Kandidaten wurden in 39 Kirchengemeinden gewählt. Wahlberechtigt waren alle Katholiken ab dem 16. Lebensjahr, von fast 233.992 Wahlberechtigten gingen knapp 19.993 zu den Urnen. Damit lag die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei 8,55%. Vor vier Jahren hatte sie bei 8,75% gelegen.

Spitzenreiter waren diesmal die Kirchengemeinden in Molbergen (20,84%) und auf Wangerooge (19,05%). Dicht auf den Fersen liegen ihnen Bösel (18,44%), Cappeln (18,12%) und Löningen (16,49%). In einzelnen Kirchdörfern können die Ergebnisse noch einmal deutlich höher ausfallen. Ganz oben steht hier Schwichteler/Cappeln mit 48%. Doch auch Ortschaften wie Nikolausdorf/Garrel (30,7%), Thüle/Friesoythe (30,5%), Falkenberg/Garrel (27,7%) und Elsten/Cappeln (27%) verzeichnen beachtliche Wahlergebnisse.  

Deutlich über dem Offizialatsdurchschnitt lagen die Wahlergebnisse in den Dekanaten Löningen (13,26%), Cloppenburg (12,84%) und Friesoythe (12,18%). In Diasporadekanaten wie Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven liegen sie mit 4-5% deutlich unter dem Durchschnitt. Doch auch in Großgemeinden mit über 10.000 Mitgliedern wie Cloppenburg (7,49%), Damme (7,65%), Delmenhorst (3,69%), Vechta (4,72%), Lohne (6,03%) und St. Willehad Oldenburg (2,32%) lag die Wahlbeteiligung unter dem Durchschnitt des Offizialatsbezirks Oldenburg. Aus dieser Gruppe konnte allein die Kirchengemeinde Garrel mit 11,32% ein zweistelliges Ergebnis erzielen.

„Wir hätten uns natürlich gerne eine höhere Wahlbeteiligung gewünscht“, kommentierte Weihbischof Wilfried Theising die Wahl. „Doch wir freuen uns über jedes Gemeindemitglied, das zur Wahl kommt und somit den Kandidaten ein Votum gibt. In die Kirchenausschüsse sind jetzt viele fähige Personen gewählt worden, die eine hohe Verantwortung tragen. Ich bin mir sicher, dass sie sich in den nächsten vier Jahren mit guten Ideen, mit ihren Begabungen und Kompetenzen in die Entwicklungen ihrer Kirchengemeinden einbringen werden“, sagte Theising. Das Motto der Wahl „deine Stimme- deine Kirche“ drücke klar aus, dass jeder in seiner Gemeinde aktiv etwas bewirken könne, sagte er. Und auch wenn der Anteil der Frauen in den Kirchenausschüssen relativ klein sei, so freue er sich doch darüber, dass sie inzwischen in fast allen Gremien vertreten seien.

Kirchenausschuss
Der Kirchenausschuss verwaltet das Vermögen der Kirchengemeinden. Er ist für Verwaltungsaufgaben und die Immobilien zuständig, er ist Dienstgeber für alle Angestellten einer Kirchengemeinde und vertritt diese juristisch nach außen. Je nach Gemeindegröße gehören dem Gremium neben „geborenen Mitgliedern“ wie dem Pfarrer, einem weiteren Geistlichen, dem Kirchenprovisor und einem Mitglied des Pfarreirates bis zu 14 gewählte Mitglieder an. Zu ihrer ersten konstituierende Sitzung müssen die neuen Kirchenausschüsse spätestens bis zum 9. Februar 2019 zusammentreten.

Ludger Heuer

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