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09. Juni 2019 - Münster

Ihr werdet meine Zeugen sein

Bischof weiht fünf Männer im St.-Paulus-Dom zu Priestern

Am Pfingstsonntag (9. Juni) empfingen Jan Aleff (37) aus Dorsten, Jan Henrik Röttgers (29) aus Bösel, Stefan Rosenbaum (38) aus Marl, Alexander Senk (30) aus Coesfeld und Ernst Willenbrink (51) aus Herzfeld die Priesterweihe durch Bischof Dr. Felix Genn. Viele Familien, Freunde und Wegbegleiter waren in den St.-Paulus-Dom nach Münster gekommen. Sie erlebten gemeinsam eine eindrucksvolle Weihe. Der Bischof bedankte sich bei den zahlreichen Menschen, die den künftigen Priestern geholfen hätten, den Weg bis zur Weihe zu gehen.

Alexander Senk mit Bischof Dr. Felix Genn

Alexander Senk mit Bischof Dr. Felix Genn

Priesetwreihe von Alexander Senk

Priesetwreihe von Alexander Senk

Gruppenbild mit Bischof

Die Neupriester (von links) Stefan Rosenbaum, Jan Hendrik Röttgers und Jan Aleff haben Bischof Dr. Felix Genn gemeinsam mit ihren Kurskollegen Alexander Senk und Ernst Willenbrink in die Mitte genommen.

Priesterweihe von Jan Henrik Röttgers

Priesterweihe von Jan Henrik Röttgers

Jan Henrik Röttgers mit Bischof Dr. Felix Genn

Jan Henrik Röttgers mit Bischof Dr. Felix Genn

Primizsegen

Stefan Rosenbaum, Ernst Willenbrink, Jan Aleff (von links) spendeten gemeinsam mit Jan Henrik Röttgers und Alexander Senk (von rechts) zum Abschluss des Pontifikalamts mit Bischof Dr. Felix Genn den Primizsegen.

In seiner Predigt ging er auf das Wort aus der Apostelgeschichte ein, das die fünf Priesteramtskandidaten über den Gottesdienst und ihre Weihe gestellt hatten: „Ihr werdet meine Zeugen sein“. Es sage viel darüber aus, so der Bischof, wie die Männer ihren künftigen Dienst verstünden. Jesus habe vor Pilatus gesagt, er sei in die Welt gekommen, um für die Wahrheit Zeugnis abzugeben. „Seine Wahrheit lautet, dass Gott die Menschen wirklich liebt. Dass er voller Liebesenergie ist und Mensch wird. Und weil dies die Wahrheit ist, durchbricht er die Macht des Todes. Denn nur die Liebe vermag es, den Tod zu besiegen“, betonte Genn.

Für diese Wahrheit und Wirklichkeit wollen die fünf Männer Zeugen sein. „Denn Sie sind Menschen begegnet, die auch dafür Zeugnis abgegeben haben, dass es diesen Jesus wirklich gibt und er sich bis heute als der Lebendige erweist“, sagte der Bischof. Jesus sei nicht irgendeine geschichtliche Gestalt ist, sondern er lebe und erfülle die Menschen mit einer Hoffnung, dass sie auch angesichts des Todes eine Kraft entwickelten, die mit menschlicher Hoffnung nicht zu vergleichen sei.

„Von diesen Zeugnissen haben Sie sich innerlich anrühren und bewegen lassen. Nun wollen Sie bezeugen: Es gibt Jesus bis zur Stunde und in ihm zeigt sich Gottes Wahrheit, die Liebe ist“, hielt Genn fest. Deshalb stellten sie dieser Zeugenschaft ihre ganze Existenz zur Verfügung. Sie wollten wieder andere dazu bewegen, durch das Wort der Verkündigung und die Feier der Sakramente Feuer zu fangen, um ebenfalls zu Zeugen zu werden. Er hoffe, dass die neuen Priester vielen Menschen helfen würden, die Gaben des Heiligen Geistes zu entdecken. „Und manchmal besteht die Verkündigung einfach darin, Menschen in ihren Herzen zu berühren“, sagte Genn. Er rief die Priesteramtskandidaten auf, sich täglich mit Jesus zu verbinden. „Das ist die Kraft schlechthin. Kein Tag ohne diese Berührung mit dem Herrn“, bat er sie.

Nach der Predigt begann die Weihe. Als Zeichen ihrer Hingabe an Gott legten sich die Kandidaten auf den Boden, während sie um den Beistand des Heiligen Geistes beteten. Anschließend legte ihnen Genn sowie zahlreiche Priester aus dem Bistum in Stille die Hände auf. Danach erhielten sie die Stola und das Messgewand als Zeichen des priesterlichen Amtes. Dann salbte der Bischof ihre Hände und umarmte sie zum Abschluss der Weihe.
Musikalisch wurde die Liturgie vom Domchor, den Männerstimmen der Capella Ludgeriana und den Dombläsern unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Lauer, sowie Domorganist Thomas Schmitz festlich gestaltet.

Michaela Kiepe

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