Bischöflich Münstersches Offizialat
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16. Dezember 2019 - Vechta

Heute geht ein Großer

Offizialat verabschiedet langjährigen Personalchef

Mit Blumen, Lobeshymen, Dank und Applaus verabschiedete heute das Bischöflich Münstersche Offizialat seinen langjährigen Personalchef Siegfried Looschen (63). Neben ehemaligen und aktiven Arbeitskollegen aus dem BMO waren auch Weggefährten aus den benachbarten Bistümern in das St. Antoniushaus gekommen. „Seit mehr als 34 Jahren stehen Sie im Dienst unseres Hauses. Wenn es die noch gäbe: Ich würde Ihnen eine Tapferkeitsmedaille verleihen“, lachte Offizialatsrat Bernd Winter in seiner Laudatio auf den Geehrten. Mit ihm ginge ein Großer, sagte Winter unter Applaus der Anwesenden, was er auf die Person und berufliche Lebensleistung von Looschen bezog.

Rosenspalier

Rosenspalier für Siegfried Looschen

Laudatio

Offizialatsrat Bernd Winter bei seiner Laudatio

Goldene Ehrenmedaille für Siegfried Looschen

Weihbischof Wilfried Theising überreicht Siegfried Looschen die Goldene Ehrenmedaille des BMO

Gruppenbild mit Looschen

v.l. Weihbischof Wilfried Theising, Siegfried und Hedwig Looschen, Offizialatsrat Bernd Winter

Stehender Applaus

Stehender Applaus für Siegfried Looschen

„Sie sind ein Urgestein unseres Hauses, Ihre Arbeit war erfolgreich und wurde von vielen geschätzt“, hatte ihn schon Weihbischof Wilfried Theising im Gottesdienst gelobt. „Sie besaßen die Kunst, sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen zu lassen, sondern den ganzen Menschen zu sehen.“ Die Menschen hät-ten sich bei ihm gut aufgehoben gefühlt, mit ihm habe es immer eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gegeben. „Ihre tiefe Motivation waren nicht nur das Geld und der Job, sondern sie wollten etwas ein-bringen, was Ihren Glauben und Ihre Persönlichkeit ausmacht.“ Es sei ein Glücksfall, wenn das über so viele Jahre gelinge, sagte Theising, der Looschen beim Festakt im Beisein seiner Familie mit der Golde-nen Ehrenmedaille des Offizialates auszeichnete.

Nach dem Studium zum Diplom-Verwaltungswirt an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwal-tung und Rechtspflege in Oldenburg sammelte der gebürtige Garreler erste Berufserfahrungen in der Personalsachbearbeitung auf Juist. 1983 wechselte er zu den Maltesern nach Wilhelmshaven. 1985 kam er als Referent für Personalwesen in das Bischöflich Münstersche Offizialat nach Vechta.

Hier bekam er den Auftrag, eine Zentrale Gehaltsabrechnungsstelle auf- und auszubauen. Ende der 80er Jahre leitete er eine neue Stellenbewertungskommission, die alle Stelle besoldungstechnisch eingruppierte.  „Alle, die in den vergangenen Jahren mit diesem Thema zu tun hatten, können einigermaßen erahnen, was für eine Sisyphusarbeit das gewesen sein muss“, zollte ihm Winter seinen Respekt. Ab 1990 baute er hier die EDV auf. 1994 wurde Looschen zum Leiter der Personalabteilung berufen. Einen großen Kraftaufwand bedeutet 1997 die Einführung des neuen kirchlichen Regelwerkes, der Arbeitsvertragsordnung für den kirchlichen Dienst (AVO). 2010-2016 standen zudem infolge der Gemeindezusam-menlegungen viele und schwierige Personalgespräche auf dem Programm.

28 Jahre hatte Looschen in der Regional-KODA mitgewirkt, davon je 14 Jahre als Mitarbeitervertreter und Dienstgebervertreter. In dieser „Kommission zur Ordnung des diözesanen Arbeitsvertragsrechts“, die für den Offizialatsbezirk Oldenburg und das Bistum Osnabrück zuständig ist, handeln Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern Fragen des Arbeits- und Tarifrechts aus. Looschen war zudem viele Jahre Mitglied im Kundenbeirat der Gesellschaft für innovative Personalwirtschaftssysteme (GIP mbH) in Of-fenbach am Main, der Disziplinarkammer für die Beamten im Offizialatsbezirk Oldenburg, Beisitzer in der Schlichtungsstelle für Angelegenheiten der Mitarbeitervertretungen im Offizialatsbezirk Oldenburg, Mitglied der Personalwesenkommission des Verbandes der Diözesen Deutschlands und der Besoldungsgemeinschaft katholischer Anwender (Itebo).

Offizialatsrat Winter dankte ihm herzlich für sein Engagement, seine Kompetenz, Loyalität, Kollegialität und die menschlich angenehme und unkomplizierte Zusammenarbeit. „Mit großem Respekt und in ehrli-cher Dankbarkeit wünschen wir alle Ihnen ein erfülltes Leben im gelobten Land der Freiheit.“

Ludger Heuer

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