Bischöflich Münstersches Offizialat
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18. Oktober 2012 - Vechta, Stapelfeld

Glaubensvermittlung aus Überzeugung

45 Religionslehrer erhielten Lehrbefugnis

45 jungen Religionslehrern überreichte Weihbischof und Offizial Heinrich Timmerevers am vergangenen Dienstag in der Katholischen Akademie Stapelfeld die kirchliche Lehrbefugnis.

Gruppenfoto von Weihbischof Timmerevers mit den neuen ReligionslehrernGroßansicht öffnen

Weihbischof Heinrich Timmerevers mit den neuen Religionslehrern. Unten links Prof. Franz Bölsker und Matthias Soika aus der Schulabteilung des Bischöflich Münsterschen Offizialats.

Bevor er ihnen im Rahmen eines Gottesdienstes die Urkunde der „Missio Canonica“ aushändigte, bat er sie zu einem Gedankenaustausch über erste Eindrücke in der Schule.

Religionsunterricht ist heutzutage keine leichte Aufgabe. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Grund – oder Realschule, eine Förderschule, eine berufsbildende Schule oder ein Gymnasium handelt. Zeigten sich die Religionslehrer aus den Schulen der katholisch geprägten südlichen Landkreise des Offizialatsbezirks überwiegend zufrieden mit ihrer Situation, so berichteten die aus den nördlichen Landkreisen vielfach über schwierige Rahmenbedingungen im Schulalltag, über mangelnde Akzeptanz des Faches bei Schülern und Eltern und manchmal auch geringe Wertschätzung durch Schulleitungen. Je weiter im katholischem Diasporagebiet, um so mehr fühlen sich viele Religionslehrer wie Einzelkämpfer. Entsprechend klein sind ihre Kurse. Einzelne Teilnehmer berichteten sogar, dass sie – obwohl die einzigen ihres Faches an der Schule - keinen Religionsunterricht geben würden, da die Schulleitung sie nicht in diesem Fach einsetze. Leider kein Einzelfall, wie Prof. Dr. Franz Bölsker, Abteilungsleiter Schule und Erziehung im Bischöflich Münsterschen Offizialat, bestätigte. Die niedersächsische Schulgesetzgebung schreibe zwar an allen Schulen mit mindestens 12 katholischen Schülern katholischen Religionsunterricht vor. Dennoch habe eine Erhebung des Offizialats im vergangenen Schuljahr ergeben, dass an 110 von 294 Schulen dieser Kategorie in der nördlichen Hälfte des Oldenburger Landes kein oder zu wenig katholischer Religionsunterricht stattfinde.

„Bitte verstehen Sie die Einladung nach Stapelfeld daher als eine Wertschätzung dafür, dass sie sich der schwierigen und verantwortungsbewussten Aufgabe des Religionsunterrichts stellen,“ so Bölsker. Zusammen mit seinem Mitarbeiter Matthias Soika hatte er in den letzten Wochen mit allen Teilnehmern die Missiogespräche geführt und dabei hochmotivierte junge Lehrkräfte kennen gelernt.

Er freue sich sehr, so viele junge Religionslehrer zu sehen, sagte Weihbischof Timmerevers. Dass sich Religionsvermittlung lohne, zeige ihm immer wieder die Begegnung mit Firmlingen. Dabei treffe er oft auf Jugendliche, die von zu Hause keine Kenntnisse über Religion oder das Beten mitbrächten. „Wenn ich sie aber frage, ob ich es ihnen erklären soll, sind sie meist ganz wissbegierig. Das ist Ihre große Chance als Religionslehrer.“ Eine Erfahrung, die viele Teilnehmer in der Runde bestätigten: „Wir merken, dass viele Schüler einen Sinn im Leben suchen, den ihnen nur der Religionsunterricht vermitteln kann.“ „Keiner von uns kann immer nur einhundert Prozent geben“, sprach Timmerevers ihnen Mut zu. „Sollten Sie mal Zweifel an Ihrer Arbeit haben, geben sie ihm den nötigen Raum. Auseinandersetzungen sind auch in der Kirche wichtig.“  Und er forderte die neuen Religionspädagogen auf, ehrliche Glaubenszeugen zu sein. „Die Welt“, zitierte er Papst Paul VI., „hört nicht so sehr auf die Lehrer, sondern auf die Zeugen.“ „Den Glauben,“ so der Weihbischof weiter, „können Sie nur vermitteln, wenn Sie dahinter stehen, wenn Sie ihn bezeugen können.“

Die „Missio Canonica“ erhielten aus Bad Zwischenahn: Sarah Heselmeyer und Marina Schipper; aus Barßel: Regina Nysten; aus Bohmte: Daniela Heuer gen. Hallmann; aus Brake: Katharina Olberding, Sebastian D. Wegener; aus Cloppenburg: Rita Ludlage, Peter Ostermann, Christian Pleye und Bettina Skubski; aus Delmenhorst: Beate Paschek; aus Dinklage: Philipp Albers und Ina Kruel; aus Garrel: Sabrina Rolfes und Kirsten Tholen; aus Hemmelte: Sandra Luttikhuis; aus Hude: Stefanie Kristina Kurzen; aus Holte-Lastrup: Manuela Hilmes; aus Lastrup: Julia Helmes; aus Lemwerder: Carolin Schulte; aus Lohne: Katharina Bünker, Katharina Freese, Silke Lenkering, Ria Röchte, Kristina Schiltmeyer und Stephanie Seelhorst; aus Löningen: Jutta Hölzen; aus Lüsche: Anne Maria Fangmann; aus Molbergen: Anne Lameyer und Anke Meyer; aus Oldenburg: Christina Vogelsang; aus Ostercappeln: Mareike Wascher; aus Rhauderfehn: Ann-Kristin Suilmann; aus Saterland: Claudia Janßen-Menkhaus; aus Steinfeld: Kathrin Deux und Sarah Kruse; aus Twistringen: Claudia Drong; aus Vechta: Werner Blömer, Florian Nosse, Frauke Wilmhoff und Stephanie Zurhake, aus Visbek: Petra Honkomp, Stefanie Möhring und Elisabeth Mönnig.