Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

Navigationsmenüs (Bischöflich Münstersches Offizialat)

Pressemeldung

Zurück

18. Juli 2019 - Bethen

Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen und Bethen

Ausstellung zum 350-jährigen Jubiläum der Gnadenkapelle

Am 11.11.1650 wurde Christoph Bernhard von Galen zum neuen Bischof von Münster proklamiert. Ein Fass Wein, einen Wagen Hafer, zwölf Truthähne und zwei Kübel Fische schenkte ihm der Rat der Stadt Münster aus diesem Anlass. Einige Tage später gab es für den neuen Regenten zudem ein Kutschpferd, noch einmal Wein, Hafer und Fische sowie einen Silberpokal. Am 19. September 1678 starb der Fürstbischof nach fast 28 Jahren Regentschaft. Wenige Tage später schon wurde beim Hofbildhauer Johann Mauritz Gröninger ein monumentales Grabmal für den Münsteraner Dom aus bestem schwarzem Marmor und thüringischen Albasterarbeiten bestellt.

Werner Dieckmann und Monsignore Dirk Költgen

Werner Dieckmann und Msgr. Dr. Dirk Költgen freuen sich über die Ausstellung zu Christoph Bernhard von Galen.

Im August 1669 hatte von Galen die kleine Gnadenkapelle in Bethen eingeweiht. Sie ersetzte einen im 30-jährigen Krieg abgebrannten Vorgängerbau. Der vom Fürstbischof gestiftete Barockaltar in der Kapelle trägt noch heute sein Wappen.

Solche Geschichten um den Münsteraner Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen will eine Ausstellung nahebringen, die der Cloppenburger Hobbyhistoriker Werner Dieckmann (86) zusammengestellt hat. Seit über dreißig Jahren beschäftigt sich der ehemalige Prokurist einer Textilfirma mit der Geschichte des Oldenburger Landes und des Bistums Münster. Präsentiert wird seine kleine Schau in den nächsten Wochen in der Basilika St. Marien in Bethen. Die Ausstellung, so freut sich Bethens Pfarrer Msgr. Dr. Dirk Költgen, passe sehr gut zum anstehenden 350-jährigen Jubiläum der Gnadenkapelle. Über den Marien-Wallfahrtsort sei viel bekannt, doch über Fürstbischof von Galen, der sie hat erbauen lassen, wüssten nur wenige etwas, sagt er.

Das Jubiläum wird im September über mehrere Tage gefeiert. Den Auftakt bildet am Sonntag, den 8. September, um 10.30 Uhr ein Hochamt mit Weihbischof Wilfried Theising nach der Mariä-Geburts-Prozession. In den Tagen danach erwartet die Bevölkerung ein abwechslungsreiches Programm mit Gottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen. Am Dienstag, den 10.9., feiert auch Bischof Dr. Felix Genn um 10.00 Uhr ein Pilgerhochamt in der Basilika. Zum Abschluss und Höhepunkt der Festwoche kommt am 15. September der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterovic, nach Bethen. Mit Weihbischof Wilfried Theising wird er um 10.30 Uhr den Festgottesdienst vor der Gnadenkapelle zelebrieren. Alle Gläubigen, Verbände, Haupt- und Ehrenamtliche der katholischen Kirche aus dem ganzen Oldenburger Land sind dazu eingeladen. Im Anschluss gibt es neben ausreichender Verpflegung und wechselnder Musik viele Angebote für Kinder und Familien.

Auch Werner Dieckmann wird an diesem Tag dabei sein und für historisch interessierte Besucher in der Basilika zweimal kurze Vorträge über den Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen und seine Beziehung zu Bethen halten.

Ludger Heuer

Unsere nächsten Veranstaltungen...