Bischöflich Münstersches Offizialat
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27. Juni 2019 - Vechta

Drei Offizialen loyal gedient

Offizialat verabschiedet Justitiarin Ulrike Hintze

Mit einem großen Festakt verabschiedete das Bischöflich Münstersche Offizialat gestern seine Justitiarin Ulrike Hintze in den Ruhestand. 22 Jahre hatte sie in der Kirchenverwaltung gearbeitet.

Weihbischof und Rat Winter danken Frau Hintze

Weihbischof Wilfried Theising und Rat Bernd Winter dankten Ulrike Hintze

Gottesdienst in der Kapelle

Gottesdienst in der Kapelle des St. Antoniushauses

Ansprache von Rat Winter
Überreichung der Ehrenmedaille

Weihbischof Theising überreicht Ulrike Hintze die Goldene Ehrenmedaille

Publikum
Fachstelle Recht

Die Fachstelle Recht, v.l. Andreas Windhaus, Christel Mühr, Ulrike Hintze und Eva-Maria Kohl

Dankrede
Ulrike Hintze
Finanzdirektor Joachim Schnieders

Der Osnabrücker Finanzdirektor Joachim Schnieders

Justitiar Ludger Wiemker

Der Osnabrücker Justitiar Ludger Wiemker dankt Ulrike Hintze

Zu der Feier im St. Antoniushaus waren neben Kollegen und ihrer Familie Vertreter des Kirchensteuerrats, des Generalvikariats in Münster, der Rechtsabteilungen benachbarten Bistümer, der kirchlichen Datenschutzaufsicht und des Katholischen Büros in Hannover gekommen. Als Zeichen seiner Wertschätzung überreichte ihr Weihbischof Theising die Goldene Ehrenmedaille.

Sie habe die Juristerei mit viel Empathie und Menschlichkeit verbunden, zollte ihr Theising im Festgottesdienst seinen Respekt und Dank. Sie sei keine herzlose Gesetzeshüterin gewesen, sondern habe in einem von Gesetzen und Regeln bestimmten Arbeitsbereich immer wieder die Liebe Gottes und die Freundlichkeit sichtbar gemacht. „Sie haben einiges tragen müssen, was nicht einfach war, aber Sie haben es aus der Kraft des Glaubens und der Familie tragen können“, sagte er.

Hintze, die aus dem hessischen Schwalm-Eder-Kreis stammt, hatte in Göttingen Jura studiert. Nach ihrer Heirat und der Geburt ihrer ersten Kinder zog sie mit ihrem Mann in dessen Heimatort Langförden. 1987 stieg Hintze halbtags in die Anwaltskanzlei ihres Mannes ein. Als er 1990 eine weitere Kanzlei in Wittenberg eröffnete, führte sie die Kanzlei in Langförden weiter. Nachdem ihr Mann aufgrund eines Unfalls 1993 für einige Jahre arbeitsunfähig war, führte die inzwischen dreifache Mutter die Kanzlei alleine weiter. 1997 ging sie als Justitiarin zum Bischöflich Münsterschen Offizialat.

Ab jetzt bestimmten neue Inhalte ihren Alltag: Kindergartenrahmenverträge, kirchenoberliche Genehmigungen, Friedhofssatzungen, Grundstücksgeschäfte, Grundbuchfragen, Stiftungssatzungen, die Besetzung von Vorständen und Kuratorium, die Begleitung von Kirchengemeinden und Stiftungen, die Zusammenlegung von Schulfonds, später die Umstrukturierung der Kirchengemeinden und Krankenhäuser. „Wie viel Kraft, Fleiß, Energie und Zeit haben wir da auch gemeinsam in diese Prozesse investiert. Und sie als Justitiarin unseres Hauses waren immer für uns alle eine absolut verlässliche, präzise, pünktliche und gewissenhafte Partnerin“, dankte ihr Offizialatsrat Bernd Winter in seiner Laudatio. Neben den Aufgaben im eigenen Haus und für die Pfarreien, Ein-richtungen und Stiftungen im Offizialatsbezirk war Ulrike Hintze auch in viele bistumsübergreifende Arbeitsfelder eingebunden.

„Sie haben in einem hohen Maß an Disziplin, Fleiß, Treue und Loyalität, an Präzision, juristischer Fachlichkeit und menschlicher Verbindlichkeit 22 Jahre lang hier alles gegeben. Sie haben gesagt, das sei für Sie eine besondere Herausforderung gewesen, die Juristerei zu verbinden mit ihrem Glauben und mit dem Dienst in der Kirche. Das ist ein hoher Anspruch, den Sie da an sich selbst gestellt haben. Und ich meine, Sie sind dem voll und ganz gerecht geworden“, sagte Winter.

Auch zwei langjährige Weggefährten der Bistumsverwaltung Osnabrück, Finanzdirektor Joachim Schnieders und Justitiar Ludger Wiemker, dankten Ulrike Hintze für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und betonten ihre hohe Fachlichkeit. Für ihren Ruhestand wünschten sie ihr alle Gute. „Du kannst jetzt morgens die Bettdecke aufschlagen und „Feierabend“ sagen“, scherzte Schnieders.  

Sie habe von allen drei Offizialen – (den Weihbischöfen Max Georg v. Twickel, Heinrich Timmerevers und Wilfried Theising) immer Vertrauen erfahren. „Das bedeutet mir sehr viel“, betonte Ulrike Hintze in ihrer Schlussrede. „Ich habe gerne und mit Herzblut hier gearbeitet.“
 
Ludger Heuer

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