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12. Januar 2019 - Vechta

Dank und Lob an die Menschen der Region

Weihbischof spart bei Neujahrsempfang auch unliebsame Themen nicht aus

Ca. 170 Gäste aus Politik und Wirtschaft, Kirche und Behörden, kirchlichen Vereine und Verbände konnte Weihbischof Wilfried Theising heute zum Neujahrsempfang im St. Antoniushaus persönlich begrüßen. In seiner Ansprache ließ der Gastgeber negative und positive Höhepunkte des vergangenen Jahres Revue passieren. Ausdrücklich dankte er allen Haupt- und Ehrenamtlichen der Kirche, dass sie ihrer Institution trotz aller berechtigter Kritik die Treue gehalten hätten.

Begrüßung der Gäste

Alle Gäste begrüßte der Weihbischof mit Handschlag

Begrüßung der Gäste
Begrüßung der Gäste
Begrüßung der Gäste
Volles St. Antoniushaus beim Neujahrsempfang
Volles St. Antoniushaus beim Neujahrsempfang
„Glüksäs nei Jaor“

„Glücksägens Neijohr“ wünschte Thesing seinen Gästen zum Schluss

Das Jahr 2018 sei für die katholische Kirche kein besonders schönes Jahr gewesen, räumte Theising mit Blick auf die Missbrauchsdebatte ein. Dieses Thema stünde weiterhin im Blickpunkt. Mit dessen Aufarbeitung werde die Kirche noch viel zu tun haben. Ausdrücklich wies er aber auch auf die umfangreichen Präventionsmaßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen innerhalb kirchlicher Einrichtungen hin. „Ich bin unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr dankbar, dass sie uns hauptamtlich und ehrenamtlich die Treue halten in solch schwierigen Zeiten.“ Es sei ja auch nicht immer ganz einfach, bei einem Arbeitgeber zu sein, der unter starker - und auch berechtigter - Kritik stehe. „Ich kann Ihnen versprechen, dass wir dieses Thema mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, und der inneren Überzeugung, dass das richtig ist, weiter aufarbeiten werden.“

Auch die Ökumene und die Frage der gemeinsamen Kommunion konfessionsverschiedener Ehepartner sprach Theising an. Innerhalb der Bischofskonferenz habe es dazu einen großen Konflikt gewesen, der inzwischen zumindest auf Bistumsebene geklärt sei. Er freue sich sehr darüber, sagte Theising. Die Ökumene sei gerade im Oldenburger Land weit fortgeschritten. Er freue sich auch sehr über den neuen evangelischen Bischof Thomas Adomeit und sei sich sicher, dass er mit seinem neuen Amtsbruder gut zusammenarbeiten werde.  

Ein Höhepunkt des vergangenen Jahres sei der Katholikentag in Münster gewesen. Er sei viel auf den Oldenburger Stand und die sehr gute Präsentation des Oldenburger Landes angesprochen worden. Er dankte allen Beteiligten dafür, dass sie „uns auf so sympathische Weise in Münster vertreten haben.“ Als regionales herausragendes Ereignis nannte Theising den Kolpingtag in Rüschendorf im September mit ca. 1500 Teilnehmern. Dieser beeindruckende Tag hätte die große Stärke der kirchlichen Verbände im Oldenburger Land dokumentiert. Das erzeuge eine Ausstrahlung weit über die Region.

„Ich freue mich, dass Sie alle heute hier sind“, sprach er seine Gäste an. „Weil Sie alle etwas zu unserem kirchlich katholischen Leben und unserem Gemeinwesen beitragen.“ Viele seien auf mehreren Feldern engagiert. „Es ist eine große Stärke des Oldenburger Landes, dass wir so viele Menschen haben, die sich für diese Region engagieren.“ Das sei etwas ganz außerordentliches.

Für das neue Jahr wünsche er der Kirche, dass sie an dessen Ende zufriedener auf das Jahr zurückblicken könne als es für 2018 möglich sei. Er sei aber überzeugt, dass in diesem Jahr auch im kirchlichen Bereich einiges bewegt werden könne. „Ich hoffe, dass Gottes Segen uns dabei begleiten wird und wir zum Segen der Menschen wirken können“, sagte Theising, bevor er allen zum Abschluss ein „glücksägens Neijohr" wünschte.

Ein Vechtaer Lokalthema, das Theising nicht erwähnt hatte, sprach anschließend ein Gast an. Vom Weihbischof wollte er wissen, warum er sich in die Diskussion um die hiesigen Bekenntnisschulen eingemischt habe. Bei solchen Äußerungen dürfe er nicht nur an die Vechtaer Schulen denken, sondern müsse alle 60 im Oldenburger Land im Blick haben, erklärte Theising. Und diese Schulen seien von den Eltern meist sehr geschätzt. Er sei daher froh, dass die Eltern in Vechta mehrheitlich für den Erhalt der Bekenntnisschulen gestimmt hätten. Hinsichtlich der Lioba(Grund)schule, die einen achtzigprozentigen Migrationsanteil unter ihren Schüler hat, bot er der Stadt eine gemeinsame Suche zur Lösung des Integrationsproblems an.

Ludger Heuer 

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