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04. November 2019 - Mainz

Bonifatiuswerk und Bistum Mainz eröffnen bundesweite Solidaritätsaktion

Hilfswerk feiert gleichzeitig 170. Jubiläum

Das Bonifatiuswerk und das Bistum Mainz haben am gestrigen Sonntag die bundesweite Diaspora-Aktion der katholischen Kirche eröffnet. Mit Blick auf die zunehmende Entchristlichung der Gesellschaft sagte der Generalsekretär des Hilfswerkes, Monsignore Georg Austen, beim Eröffnungsgottesdienst in Mainz: „Hinaus aus dem Schneckenhaus ist das Gebot der Stunde für uns als Christen. Durch Taufe und Firmung sind wir befähigt und beauftragt, mit unseren Fertigkeiten und Gaben die Frohe Botschaft in die Gesellschaft zu tragen und am Aufbau des Reiches Gottes mitzuwirken. Auch wenn wir als Christen zahlenmäßig weniger werden, so leisten viele Gläubige wertvolle Arbeit für das gesamte Gemeinwesen.“ Während des anschließenden Festaktes – moderiert von der Journalistin und Moderatorin Gundula Gause – wurde der „Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland“ verliehen.

Gruppenfoto zur Eröffnung der Disapora-Aktion

An der Eröffnung der Diaspora-Aktion nahmen teil (v.l.): Der Präsident des Bonifatiuswerkes Heinz Paus, die Moderatorin Gundula Gause, der Apostolische Nuntius der nordeuropäischen Länder, James Patrick Green; der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen; der rheinlandpfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf; der Geschäftsführer des Bonifatiuswerkes, Ulrich Franke; und Kardinal Anders Arborelius.

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf – der mit zehn Bischöfen aus Nordeuropa und dem Baltikum den Festgottesdienst zelebrierte – rief in seiner Predigt dazu auf, dem Vorbild des Heiligen Bonifatius zu folgen. Jeder Christ müsse sich mutig zu seinem Glauben bekennen und ihn anderen vorschlagen. Mit Bezug auf das Leitwort der Diaspora-Aktion „Werde Glaubensstifter“ sagte Bischof Kohlgraf: „Der heilige Bonifatius sei uns Motivation und Leitfigur: eine pilgernde Kirche zu bleiben, eine weltweite Gemeinschaft mit einer glaubwürdigen Lebensgestalt.“

Die Diaspora-Aktion ist eine bundesweite Solidaritätsaktion der katholischen Kirche. Dabei sammelt das Bonifatiuswerk für Katholiken die in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum in der Minderheit leben. Die Aktion endet am Sonntag, 17. November mit dem Diaspora-Sonntag. Im vergangenen Jahr wurden 2,2 Millionen Euro gespendet. Im Namen des Heiligen Stuhls dankte der Apostolische Nuntius in Nordeuropa, Erzbischof James Patrick Green, für die Unterstützung durch das Bonifatiuswerk. „Ohne diese Hilfe wäre die wirksame Verkündigung der Frohen Botschaft in den nordischen Ländern fast unmöglich.“

Glückwünsche zum 170. Jubiläum des Bonifatiuswerkes und Dankesworte für die seitdem geleistete Arbeit übermittelten der schwedische Kardinal Anders Arborelius und der rheinlandpfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf. Das Laienhilfswerk wurde am 4. Oktober 1849 als „Missionsverein für Deutschland“ während des dritten Katholikentages in Regensburg gegründet.

Patrick Kleibold

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