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25. Mai 2019 - Delmenhorst

Besuch bei der aramäischen Gemeinde

Gute Verbundenheit zwischen christlichen Kirchen

Im Rahmen seiner mehrtägigen Visitation der Kirchengemeinde St. Marien besuchte Weihbischof Wilfried Theising jetzt den Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche, Julius Dr. Hanna Aydin. Das Treffen war auf Anregung von Pfr. Guido Wachtel zustande gekommen. Die katholische Kirchengemeinde und die syrisch-orthodoxe/ aramäische Kirchengemeinde sind seit Jahrzehnten eng miteinander verbunden. 

Bischofstreffen in Delmenhorst

Trafen sich in der St. Johannes Kirche der syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Delmenhorst: v.l. Weihbischof Wilfried Theising, Erzbischof Julius Dr. Hanna Aydin, Pfr. Simon Eker und Pfr. Guido Wachtel.

Das Treffen begann mit der Besichtigung der aramäischen St. Johannes-Kirche. Theising und Wachtel trafen dort neben dem Erzbischof auch Pfr. Simon Eker und Mitglieder des Gemeindevorstandes. Beim gemeinsamen Abendessen, das die Frauen der Gemeinde mit heimatlichen Spezialitäten vorbereitet hatten, erfuhr Theising viel über die Lebensgeschichte der aramäischen Christen und die Gründungsgeschichte der Delmenhorster Gemeinde.

Die ersten aramäischen Christen waren in den 1970er Jahren als Gastarbeiter hierhergekommen. Damals stellten ihnen die katholischen Christen die Marienkirche und das Gemeindehaus Marien für Gottesdienste und Treffen zur Verfügung. Diese gemeinschaftlichen Anfänge tragen bis heute Früchte. Das zeigt sich in der wechselseitigen Einladung zu Gottesdiensten und Festen und in der Zusammenarbeit für Schule und Religionsunterricht. Aktuell planen der Gemeindevorstand der aramäischen und der Kirchenausschuss der katholischen Gemeinde, auf dem katholischen Friedhof ein eigenes Gräberfeld für die Verstorbenen der syrisch-orthodoxen Gemeinde anzulegen.
 
Als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit schenkte Erzbischof Aydin Theising ein aramäisches Evangeliar. Es soll in der Hauskapelle des Offizialates in Vechta einen Ehrenplatz erhalten.

Ludger Heuer

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