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20. Mai 2013 - Mühlen

Bundesweite Fernsehgemeinde schaute nach Mühlen

Fernsehgottesdienst lief reibungslos ab

Exakt nach Plan verlief am heutigen Pfingstmontag der vom NDR produzierte und von der ARD bundesweit ausgestrahlte Fernsehgottesdienst in der St. Bonaventura Kirche.

Über 650.000 Zuschauer verfolgten die live übertragene Eucharistiefeier. Schon eine Stunde zuvor war die Kirche vollbesetzt, mehrere hundert Gläubige warteten voller Spannung auf den Start.

Das Vokalensemble Marienhain unter Leitung von Robert Eilers, das Kammerensemble L`Arco aus Hannover und der Mühlener Kinderchor unter Leitung von Sebastian Speckmann hatten sich schon vorab warm gesungen bzw. eingespielt. Unter Anleitung von Andreas Herzig, Rundfunkbeauftragter des NDR, und mit Orgelbegleitung von Regionalkantor Stefan Decker machte es jetzt auch die Gemeinde. Wenige Minuten vor Beginn des Gottesdienstes war nur noch das leise Summen des neben der Kirche abgestellten Generatorwagens zu hören. Mit dicken Kabeln versorgte er die vielen Scheinwerfer, Mikrofone und Kameras in der neoromanischen Kirche mit Strom. Und dann: Achtung Aufnahme. Punkt 10.00 Uhr zogen Weihbischof Heinrich Timmerevers, Franziskanerpater Wolfgang Jurowski, die Lektoren Michael Kohl und Rifica Kohorst und sieben Ministranten ein. Ab jetzt lief der Gottesdienst nach einem sekundengenauen Plan ab. Fast ein Jahr hatten die Vorbereitungen gedauert, der NDR war mit über sechzig Mitarbeitern im Einsatz. Jetzt musste sich zeigen, ob die beiden Proben vom Wochenende alle Akteure ausreichend vorbereitet hatten.   

Hinter dem Bischof fuhr lautlos eine große Studiokamera auf den Altar zu. Zwei Kameras erwarteten ihn aus den beiden Querschiffen, ein weitere war hinter dem Altar aufgebaut. Seine Predigt, die auf acht Minuten festgelegt war, hielt Weihbischof Timmerevers im Bewusstsein eines bundesweiten Publikums in freier Rede vor dem Altar. Passend zum Pfingstwunder bezog er sich dabei auf das verbindende Element der christlichen Religion für die Welt. „Gottes Geist überwindet und heilt die Risse in der Welt, die Risse in der Kirche und die Risse in unserem Leben.“ Gottes Heiliger Geist möge vor allem die Völkergemeinschaft zusammenführen, meinte der Weihbischof, wobei er sich insbesondere auf die Situation in Syrien und Afghanistan, zwischen Nord- und Südkorea und Israel und Palästina bezog. Doch Risse könnten auch im privaten Umfeld entstehen, in Beziehungen, in Ehe und Familie, in Freundeskreisen und einer Dorfgemeinschaft. Die Liebe Gottes könne jedoch vieles heilen, denn sie sei ausgegossen in unsere Herzen durch den hl. Geist, der uns gegeben sei. „Gottes Geist,“ ermutigte Timmerevers die Gläubigen, „ist das Fundament und die Triebfeder jeder liebevollen Herzensbildung. Gottes Geist regelt die Dinge der Welt, der Kirche und meines Lebens nicht von oben herab, er lockt uns zur Mitwirkung.“

Anders als die Gemeinde in der Kirche bekam die Fernsehgemeinde während der Kommunion Bilder und Kunstwerke der Kirche gezeigt, wozu ihnen ein Sprecher meditative Texte vorlas. Die Kirchenbesucher durften sich dafür auf Freibier und kalte Getränke freuen, die Weihbischof Heinrich Timmerevers ihnen im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindehaus spendierte. Bei den  Sängern und Musikern, die den Fernsehgottesdienst zu einem beeindruckenden Klangerlebnis werden ließen, hatten sie vorab mit langem Applaus bedankt.

Wer den Gottesdienst verpasst hat, kann ihn in den nächsten Tagen in der Mediathek auf www.daserste.de sehen. Gegen zehn Euro Schutzgebühr gibt es ein DVD-Mitschnitt bei der Pressestelle des Offizialats: presse@bmo-vechta.e, Tel. 04441/872-124.

Ludger Heuer  



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