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08. September 2019 - Bethen

Auftakt für die Jubiläumswoche zur Gnadenkapelle

Gläubige ziehen mit Maria-Geburtsprozession nach Bethen

Über bunt beflaggte Straßen zog heute die Maria-Geburts-Prozession von der St. Josef-Kirche nach Bethen. Bei der Wallfahrtsbasilika warteten schone mehrere hundert Gläubige auf die Wallfahrer. Die Cloppenburger Kirchenchöre hatten sich inzwischen unter Leitung von Karsten Klinker und Ludwig Kleinalstede eingesungen. Der Gottesdienst, den Weihbischof Wilfried Theising mit ihnen feierte, bildete den offiziellen Auftakt der Festwoche zum 350-jährigen Jubiläum der Gnadenkapelle.

Prozession

Die Prozession kommt

Prozession
Prozession
Am Altar
Auszug

Beim Auszug v.l. die Geistlichen Kaplan Michael Bohne, Pfarrer em. Thomas Kathmann, Weihbischof Wilfried Theising, Diakon Norbert Dörner, Pater Dr. Biju Abraham und Pfarrer Dr. Dirk Költgen

Chöre

Die Kirchenchöre unter Leitung von Karsten Klinker

Theising wies in seiner Predigt auf das Jubiläum hin. Der damalige Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, habe 1669 mit dem Bau der Kapelle die Bethener Wallfahrt nach dem 30-jährigen Krieg neu belebt. Die Menschen seien damals arm und ohne Perspektive gewesen. Von Galen aber hätte klare Vorstellungen gehabt und gewusst, dass sie Ankerpunkte bräuchten.

Die nach dem Ersten Weltkrieg zum Gedenken der Gefallenen erbaute Basilika mache deutlich, wie sehr sich das religiöse Leben weiterentwickelt habe. „Wie viele Tränen mögen hier wohl geflossen sein und wie viel Sorge und Kummer hat Maria hier wohl von den Menschen entgegengenommen,“ fragte Theising. Dafür sei Bethen ein wunderbarer Ort. Die Probleme seien damit nicht gleich gelöst, aber die Gläubigen bekämen eine Perspektive. Die schmerzhafte Maria in Bethen zeige den Menschen ihren toten Sohn. Sie wisse, was Leid bedeute. Doch der Tod Jesu stehe gleichzeitig für die Auferstehung. „Bei Maria“, versicherte der Weihbischof, „finden wir daher immer eine gute Zuhörerin.“

Zusammen mit Bethens Pfarrer Dr. Dirk Költgen lud er die Gläubigen am Ende des Gottesdienstes herzlich zur Teilnahme an der Festwoche ein. So feiert am Dienstag um 10.00 Uhr Bischof Dr. Felix Genn ein Pilgerhochamt in der Basilika, um 18.00 Uhr am gleichen Tag findet eine meditative Lichterandacht statt. Am Mittwoch ziehen die Gläubigen nach der Messe um 19.00 Uhr mit einer Lichterprozession zur Gnadenkapelle. Der gebürtige Bether Stefan Lunte, Generalsekretär von Justitia & Pax Europa, wird dabei ein Glaubenszeugnis ablegen. Am Freitag lädt um 19.00 Uhr ein geistliches Candle-light Dinner Ehepaare ein, am Samstag ist Beichttag.

Zum Abschluss der Festwoche feiert am 15. September um 10.30 Uhr der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterovic, mit Weihbischof Theising einen Gottesdienst vor der Gnadenkapelle. Anschließend können sich die Besucher auf ein Programm mit Familienangeboten, Musikgruppen und ausreichend Verpflegung freuen. Den Schlusspunkt des Tages setzt um 17.00 Uhr in der Basilika ein Konzert des „Ensembles 1684“ vom Leipziger Gewandhaus. Hierfür wird Eintritt erhoben.

Ludger Heuer

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