Bischöflich Münstersches Offizialat
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06. Oktober 2020

Alle Gräber werden gesegnet

Familien können eigene Segnungsfeiern auf dem Friedhof planen

Vechta, 6.10.; Gräbersegnungen sind zu Allerheiligen und Allerseelen stark im religiösen Leben der Menschen besonders im Oldenburger Münsterland verwurzelt. Um auch unter Corona-Bedingungen die Segnung aller Gräber zu ermöglichen, hat sich Weihbischof Wilfried Theising mit den Dechanten aus dem Offizialatsbezirk Oldenburg beraten und den katholischen Kirchengemeinden Empfehlungen geschickt. Mit einer liturgischen Handreichung können Familien die Gräber im Rahmen einer kleinen Feier auch selbst segnen.

Ein Friedhof von oben

Alle Gräber werden gesegnet - auch wenn im Sinne des Infektionsschutzes häufig auf die gewohnten Gottesdienste auf Friedhöfen verzichtet werden muss.

Der Offizial betont nachdrücklich, dass wie in jedem Jahr alle Gräber gesegnet werden. Allerdings muss in vielen Fällen im Sinne des Infektionsschutzes auf die gewohnten Gottesdienste auf Friedhöfen verzichtet werden. Sollte wegen Sicherheitsbedenken kein Gottesdienst auf dem Friedhof möglich sein, werden die Seelsorger vor Ort alle Gräber segnen und die Gemeinde darüber informieren, ohne jedoch den genauen Zeitpunkt zu benennen.


Für Familien, Freunde und Angehörige

Das Bischöflich Münstersche Offizialat in Vechta und das Bischöfliche Generalvikariat in Münster unterstützen Familien und Angehörige mit einer liturgischen Handreichung, falls sie darüber hinaus eine eigene Feier am Grab abhalten möchten.

„Familien, Angehörige und Freunde sollen auf unkomplizierte Weise dazu befähigt werden, die Gräber ihrer Verstorbenen selbst zu segnen“, sagt Johannes W. Vutz. Der im Offizialat tätige Theologe hat die Vorlage für den Oldenburger Bistumsteil mitentwickelt. „Die Segnung von Gräbern ist nicht an den Priester oder Diakon gebunden, sondern kann von allen getauften und gefirmten Katholiken vollzogen werden“, hält Vutz fest.

In der Handreichung sind Gebete, Texte aus der Bibel und Zeiten der Stille so zusammengestellt worden, dass man leicht damit beginnen kann. „An Allerheiligen versammeln wir uns am Grab, weil wir uns mit unseren Verstorbenen über den Tod hinaus verbunden fühlen und für sie beten wollen“, erklärt er. „Das geht auch ohne größeren Gottesdienst und im ganz kleinen Kreis.“

Die Handreichung kann hier heruntergeladen werden.

Johannes Hörnemann