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11. Dezember 2014 - Paderborn

90.000 Euro Sanierungshilfe für die „alte Turnhalle“ an der Cäcilienschule im Bistum Münster

Generalvorstand des Bonifatiuswerkes beschließt Fördermittel für das Jahr 2015

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken fördert im kommenden Jahr Bau- und Sanierungsarbeiten im Bistum Münster mit rund 90.000 Euro. Das beschloss der Generalvorstand des Diaspora-Hilfswerkes unter Vorsitz des Präsidenten Heinz Paus in Paderborn.

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Die Cäcilienschule in Wilhelmshaven erhält für die Sanierung ihrer Turnhalle 90.000 Euro. Die Schule ist ein staatlich anerkanntes Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft und gleichzeitig in der Stadt und im Dekanat das einzige katholische Gymnasium. Dementsprechend groß ist der Einzugsbereich. Um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten, muss nun die alte Turnhalle saniert werden. Im Umkleide- und Sanitärbereich müssen die Technik, die Innentüren aber auch alle Decken, Wand- und Bodenbeläge erneuert werden. An der Gebäudehülle sind Wärmedämmmaßnahmen und Fenstererneuerungen notwendig.

Mit fast 8 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken im kommenden Jahr notwendige Projekte in Nord- und Ostdeutschland, Nordeuropa und dem Baltikum. Die Fördermittel verteilen sich auf die vier Hilfsarten des Bonifatiuswerkes, die Bau-, die Verkehrs-, die Kinder und Jugendhilfe sowie die Glaubenshilfe.

„Wir möchten Menschen dort unterstützen, wo sie in ihrem direkten Umfeld nur selten eine Gemeinschaft im Glauben erleben. Daher sind wir sehr froh darüber, so viele wichtige Projekte im kommenden Jahr fördern zu können. Damit sind jedoch noch nicht alle verfügbaren Mittel verteilt, da eine Reihe von Anträgen erst unterjährig gestellt und dann auch beschlossen werden“, sagte Paus. Zugleich verwies der Präsident auf die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe: „Dort, wo man sich mit dem eigenen Glauben in einer Minderheitensituation befindet, ist es eine große Herausforderung, den Glauben an die kommende Generation weiterzugeben. Hierbei möchten wir konkret helfen.“

In den Bereich der Bauhilfe fließen im kommenden Jahr 3,35 Millionen Euro. Unterstützt werden so 63 Bauprojekte in Deutschland, Nordeuropa und im Baltikum. Davon sind 350.000 Euro für eilbedürftige Baumaßnahmen eingeplant. In Deutschland werden 35 Bauprojekte mit einem Fördervolumen von 1,7 Millionen Euro, in Nordeuropa 16 Bauprojekte mit 750.000 Euro und in Estland und Lettland zwölf Bauprojekte mit 550.000 Euro gefördert. Damit hat sich das Fördervolumen für das Baltikum im Gegensatz zum Vorjahr fast verdoppelt.

Für die Förderung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe hat der Generalvorstand 2,71 Millionen Euro bewilligt. In Deutschland umfasst die Kinder- und Jugendhilfe ein Fördervolumen von 1,945 Millionen Euro, in Nordeuropa von 240.000 Euro sowie in Estland und Lettland von 45.000 Euro. Die Mittel gehen schwerpunktmäßig an Religiöse Kinderwochen (RKW, 430.000 Euro), Kindergärten in Ostdeutschland (615.000 Euro) und diakonisches Engagement in der Kinder- und Jugendpastoral (100.000 Euro). Zudem werden religiöse Bildungsmaßnahmen mit 90.000 Euro und die religiöse Vorschulerziehung mit 150.000 Euro unterstützt. Die Förderung der Kindergärten in Ostdeutschland ist im Vergleich zum Vorjahr aufgestockt worden. Zusätzlich stehen für besondere diakonische und pastorale Aufgaben und Projekte 480.000 Euro bereit. Damit werden z.B. Kinder-Hospizdienste, Straßenkinderprojekte oder Projekte zur Unterstützung von verfolgten Christen gefördert.
Für Projekte der Glaubenshilfe sind 660.000 Euro vorgesehen, davon 580.000 Euro für die Personalstellenförderung und 80.000 Euro für missionarische Projekte.

Die Verkehrshilfe investiert im kommenden Jahr 900.000 Euro in neue BONI-Busse. Seit der Gründung der Verkehrshilfe 1949 wurden bereits mehr als 3.400 Fahrzeuge gefördert. Pro Jahr werden bis zu 45 Fahrzeuge finanziert, dabei übernimmt das Bonifatiuswerk zwei Drittel der Kaufsumme, rund 20.000 Euro pro Fahrzeug.

Zusätzlich werden noch 150.000 Euro den Diözesan-Bonifatiuswerken für ihre wichtige Arbeit in den Bistümern zur Verfügung gestellt.

„Die Katholiken in der Diaspora brauchen mehr denn je unsere Solidarität, um eine lebendige Glaubensgemeinschaft erfahren zu können. Leider zeigt sich, dass sich ganz Deutschland hin zu einer Diasporaregion entwickelt. Wir sehen diese Entwicklung aber nicht als ein Schreckgespenst. Mit unserer konkreten und projektgebundenen Förderung möchten wir Menschen vor Ort unterstützen und befähigen, unsere alte Kirche jung zu erhalten und Menschen auf den Geschmack des Evangeliums zu bringen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen. Für die Zukunft sei es sehr wichtig, mehr missionarische Impulse in den Blick zu nehmen und zu fördern.