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21. Dezember 2015 - Cloppenburg

60 Jahre im Dienst für die Menschen und Jesus Christus

Pfarrer em. Heinrich Kenkel feiert diamantenes Priesterjubiläum

Mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang im St. Pius-Stift feierten gestern viele Gläubige und Weggefährten das Jubiläum von Heinrich Kenkel. Die Hauskapelle war viel zu klein für alle, die gekommen waren. Die Menschen standen bis weit in den Flur hinaus. „Dass so viele Menschen gekommen sind, liegt an Dir“, sagte Dechant Bernd Strickmann, der den Gottesdienst mit Weihbischof Heinrich Timmerevers und Diakon Peter Sandker zelebrierte, dem Jubilar, der auch am Altar stand. „Sie sind hier, weil sie in Dir einen Priester entdeckt haben, der ein Geheimnis gefunden hat. An jeden Tag dankst Du Gott. Und dass lässt Du die Menschen spüren“. 

Friedensgruß

Weihbischof Heinrich Timmerevers und Pfarrer em. Heinrich Kenkel beim Friedensgruß

Schlusssegen

Heinrich Kenkel spricht den Schlusssegen, neben ihm Diakon Peter Sandker, Weihbischof Heinrich Timmerevers und Dechant Bernd Strickmann

volle Kapelle

Die Kapelle des St. Pius-Stiftes war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Auszug

Vor dem Auszug: v.l. Dechant Bernd Strickmann, Weihbischof Heinrich Timmerevers, Pfarrer em. Heinrich Kenkel und Diakon Peter Sandker

Mit Heinrich Kenkel, der wie er aus Nikolausdorf stamme, sei er über einige Ecken verwandt, sagte Timmerevers in seiner Predigt. Kenkels Schwägerin sei seine Tante. Als Kenkel 1955 die Priesterweihe empfange habe, sei er selbst erst drei Jahre alt gewesen. Daher könne er sich an Kenkels Priesterweihe nicht erinnern. Der Werdegang und die Stationen des Jubilars - 1957 ging Kenkel als Kaplan nach St. Andreas Cloppenburg, 1960 wechselte er nach Benstrup/Löningen, 1964 nach Friesoythe - seien jedoch in der Familie Timmerevers immer wieder Gesprächsthema gewesen. So wie Josef Diersen, ein Onkel aus der Familie Timmerevers und damals Pfarrer in Elsten, sei Kenkel für ihn eine prägende Priestergestalt gewesen. „Sie hatten ihr Leben ganz und gar in Gott verwurzelt und waren wichtige Vorbilder für mich gewesen“. Heinrich Kenkel sei das Wasser gewesen, in dem sein eigener Glauben  schwimmen gelernt habe. Timmerevers habe ihn immer wieder besucht. 1973 - Kenkel war inzwischen seit zwei Jahren Pfarrer in Lutten – sei er als junger Theologiestudent auf Kenkels Einladung mit der KAB Cloppenburg nach Rom gefahren. Kenkel habe ihm dann die Ewige Stadt mit seinen Augen gezeigt.

Auf die Pfarreistelle in Lutten habe Kenkel schon nach wenigen Jahren wieder verzichtet, um in Cloppenburg St. Andreas ganz und gar für die Menschen da zu sein, sagte Timmerevers. 1974 bis 1997 habe er dort als Pfarrer gewirkt. Seit dem Jahr 2000 sei er emeritiert und würde noch als Seelsorger in Cloppenburg und Bethen aushelfen. Selbst jetzt im Alter von 86 Jahren sei er noch für die Menschen da. Als Timmerevers ihn im vergangenen Jahr besucht habe, sei Kenkel schließlich abgeholt worden für eine Krankensalbung in Oldenburg.

Seit seiner Priesterweihe 1955 habe sich in der Kirche durch das zweite Vatikanische Konzil sehr viel verändert. Kenkel habe davon oft gesprochen. Das Konzil habe er für die Kirche als Befreiung erlebt, auch wenn es vielleicht nicht alles das gebracht habe, was sich viele erhofft hätten. Heinrich Kenkel sei während seines ganzen Priesterlebens ein treuer Verkünder von Jesus Christus gewesen. „In Christus das wahre Licht erfahrbar zu mache,  ist die Mitte Deines Dienste gewesen“. Gleichzeitig habe er seine Mitbrüder immer wieder ermuntert, sich im Priesteramt nicht auffressen zu lassen. „Ich danke Dir für diese beständige Treue, die Du in diesen 60 Jahren für Christus und die Menschen gelebt hast. Und ich wünsche Dir, dass Dir das wahre Licht der Welt leuchtet und Du in diesem Licht jeden Tag Friedens findest“, schloss Timmerevers seine Predigt. Die Festgemeinschaft verstärkte diesen Dank und Wunsch an Kenkel mit herzlichem Applaus.

Zum Abschluss des Gottesdienstes bat Weihbischof Timmerevers den Jubilar um den Schlusssegen.

Ludger Heuer