Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

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8. Nachlässe und Familienarchive

Im Offizialatsarchiv Vechta werden eine Reihe Nachlässe, Teilnachlässe und Nachlass-Splitter von katholischen Priestern und Laien verwahrt. Die Nachlässe enthalten nicht nur persönliche Papiere, sondern bisweilen auch (oder sogar ausschließlich) dienstliche Akten und Fotoalben. In Priester-Nachlässen sind vielfach Predigtmanuskripte vorhanden (diese sind übrigens teilweise auch in Pfarrarchiven überliefert). Der Umfang der im Offizialatsarchiv vorhandenen Nachlässe bzw. Teilnachlässe variiert zwischen mehreren Regalmetern (Kötter, Schlömer) und weniger als einem halben Archivkarton.

  • Franz Abeln (1914-1945), Priester aus Essen/Old. (vornehmlich theologische Bücher und Broschüren aus der Zeit seines Studiums und seiner priesterlichen Tätigkeit während der NS-Zeit)
  • Willy Althaus (1900-1991), 1948-1965 KAB-Sekretär in Delmenhorst (u.a. Tagebuchaufzeichnungen bis 1943)
  • Prälat Dr. Ludwig Averdam (1858-1946), seit 1911 Pfarrer in Oythe und seit 1920 Dechant (Predigten, Gedichte und sonstige Aufzeichnungen; unverzeichnet)
  • Julius Beckmann (1884-1948), 1923-1943 Kaplan im Waisenhaus in Damme (Korrespondenzen und Predigten)
  • Johann Bokern (1792-1864), seit 1838 Hauptlehrer in Löningen (pädagogische und theologische Aufzeichnungen, dienstliche Akten, Korrespondenzen)
  • Friedrich Dalinghaus (1907-1966), seit 1949 Kaplan bzw. Pfarrer in Varrelbusch (zwei Fotoalben)
  • Wilhelm Eilers (1883-1960), Ministerialrat in Oldenburg, seit 1948 Justitiar des Offizialates (Familienpapiere, betrifft auch den Vater Gerhard Heinrich Eilers, Amtsrichter in Löningen, und den Bruder Dr. Ignatz Eilers, Zahnarzt in Winterthur)
  • Heinrich Fresenborg (1900-1986), 1938-1972 Pfarrer in Neuscharrel (Vorlesungsmitschriften und Predigtgedanken)
  • Prälat Wilhelm Gillmann (1897-1980), 1941-1956 Seelsorgeamtsleiter des Offizialates (Reiseandenken aus Palästina, Ägypten, Italien und der Schweiz aus den 1930er Jahren, Fotografien)
  • Dr. Johannes Göken (1898-1969), 1949-1964 Gymnasiallehrer in Lingen (u.a. große Dokumentensammlung aus der NS-Zeit, detaillierte Aufzeichnungen über die Stimmung der Bevölkerung in Hemmelte während des Zweiten Weltkriegs, Manuskripte für Veröffentlichungen, umfangreiche Korrespondenzen [u.a. mit Guenter Lewy])
  • Heinrich Grafenhorst (1906-1970), seit 1948 Offizial in Vechta (u.a. Akten über das Verbot der Kolpingsfamilie Oldenburg 1935, Aufzeichnungen über die Gefängnis-Seelsorge für die Dominikanerpatres Horten, Siemer und Stuhlweißenburg 1935 und für Pfarrer Gottfried Engels 1937)
  • Dr. Franz Große-Wietfeld (1893-1953), seit 1934 Anwalt der Römischen Rota in Münster (Korrespondenzen [u.a. mit Klaus Mörsdorf]), Programme und Broschüren des Kulturrings Cloppenburg, Akten über kirchliche Eheprozesse; größtenteils aus der frühen Nachkriegszeit)
  • Lina Gudenkauf (1892-1980), Rektorin in Vechta (u.a. Unterrichtsmaterialien; unverzeichnet)
  • August Hackmann (1871-1949), seit 1926 Pfarrer und Dechant in Cloppenburg (Zeitungsausschnitte und Rundschreiben aus der NS-Zeit)
  • Aloys von Hammel (1900-1963), seit 1935 Kaplan bzw. Pfarrer in Bethen (Predigtmanuskripte 1936-1945)
  • Bernhard Janzen (1896-1972), seit 1938 Pfarrer in Neuenkirchen (u.a. Rundschreiben der Schönstatt-Bewegung 1924-1960)
  • Hermann Klostermann (1918-1990), Redakteur in Vechta (u.a. ältere Akten aus Goldenstedt betreffend das Simultaneum 1771-1846 und das Vogelschießen 1818-1848, Unterlagen der Kaufmannsfamilie Meyer in Goldenstedt 1878-1939, Urkunde für Vikar Hermann Klostermann über eine Pilgerreise nach Jerusalem 1900, Materialsammlungen und Manuskripte zu heimatgeschichtlichen Themen, Zeitungsausschnitte)
  • Theodor Korfhage (1890-1962), seit 1950 Kaplan in Bokelesch (persönliche Papiere [u.a. über Vorladungen durch NS-Stellen 1934-1937], Kanzelverkündigungen in Bokelesch 1950-1962)
  • Prälat Dr. Franz-Josef Kötter (1928-1990), seit 1966 Hochschullehrer in Vechta (umfangreiche Materialsammlungen für den akademischen Unterricht, geistliche Ansprachen und Predigten)
  • Bernhard Krümpelmann (1897-1964), seit 1944 Pfarrer in Visbek (Predigtmanuskripte ab 1923)
  • August Lammers (1921-2010), 1962-1993 Pfarr-Rektor bzw. Pfarrer in Delmenhorst-Düsternort (Predigtmanuskripte, Seelsorgematerialien, Korrespondenzen)
  • Ernst Lange (1876-1973), 1920-1946 Caritasdirektor des Bistums Breslau, danach Krankenhausgeistlicher in Visbek (umfangreiche Korrespondenzen mit Diözesan-Caritasverbänden, Mitgliedern des Ordinariats Breslau, schlesischen Ordensschwestern, Caritassekretärinnen, Verwandten und verschiedensten Laien; dabei Materialsammlung von Dr. Magdalena Mende für Langes Biographie)
  • Stasys Motuzas (1898-1985), litauischer Bildschnitzer in Vechta (Fotoalben und Schnitzwerke)
  • Prälat Franz Niehaus (1900-1965), seit 1952 Hochschullehrer in Vechta (Rundbriefe, Vorlesungsmitschriften)
  • Wilhelm Niermann (1898-1955), seit 1938 Pfarrer bzw. Propst in Delmenhorst (Predigtmanuskripte)
  • Franz Theodor von Olfers (1755-1828), Jurist und Bankier in Münster (antiquarisch erworbene Nachlassteile, u.a. zu folgenden Betreffen: Auseinandersetzungskommission in Münster 1804, Pläne für ein deutsches Konkordat 1805, Pläne und Gutachten zur Verfassung der katholischen Kirche im Herzogtum Oldenburg 1805, katholische Angelegenheiten ebendort 1804-1810, Anerkennung des münsterschen Generalvikars Droste-Vischering durch Oldenburg 1807-1808, Status der Herrlichkeit Dinklage 1814-1815, Anerkennung des neuen Bischofs von Münster durch Oldenburg 1821, Verhandlungen zur Errichtung eines Vikariats für die Katholiken im Herzogtum Oldenburg 1823-1824)
  • August kl. Quade (1853-1929), 1888-1919 Seminarlehrer in Vechta (Tagebücher, Fotografien, Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg)
  • Dr. Laurenz Reinke (1797-1879), Hochschulprofessor und Domkapitular in Münster (Schriftgut zur akademischen und schriftstellerischen Tätigkeit; unverzeichnet)
  • Josef Scheper-Stuke (1888-1954), Priester aus Lohne (Sammlung von Predigten der Pfarrer Anton Mertz 1857-1901, Augustin Dierken 1883-1902, Joseph Krapp 1901-1923 und Scheper-Stuke selbst 1913-1936)
  • Hans Schlömer (1918-1998), Verwaltungsoberrat am Offizialat in Vechta, Redakteur und Publizist (u.a. umfangreiche Korrespondenzen, Materialsammlungen zu kirchen- und heimatgeschichtlichen Themen, Aktenkopien; unverzeichnet)
  • Josef Schütte (1935-2008), 1983-1999 Pfarrer in Evenkamp (unverzeichnet)
  • Anton Stukenborg (1830-1890), seit 1888 Offizial in Vechta (Predigtmanuskripte, Briefe, Familienpapiere; dabei auch Nachlassangelegenheiten des Carl Franz Stukenborg aus Langförden 1919)
  • Georg Süttmann (1864-1939), 1927-1936 Pfarrer in Barßel (Fotoalbum mit Bildern von Kommilitonen der Universität Innsbruck in den 1880er Jahren)
  • Dr. Paul Timp (1904-1946), Dominikanerpater (nur eine Mappe)
  • Anton Tumbrägel (1925-2000), seit 1978 Pfarrer in Halen (u.a. Hausinschriften-Dokumentation)
  • Franz Uptmoor (1897-1978), 1940-1972 Pfarrer in Steinfeld (persönliche Papiere [u.a. zur Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten 1936/38], Predigtmanuskripte 1975-1978)
  • Joseph Uptmoor (1884-1971), 1931-1966 Pfarrer in Ellenstedt (u.a. Bilder)
  • Ferdinand Vodde (1912-2002), 1945-1983 Religionslehrer bzw. Schulpfarrer in Vechta (Predigtsammlung)
  • Franz Vorwerk (1884-1963), 1933-1940 Offizial in Vechta (handschriftliche Lebenserinnerungen, Erinnerungen an den „Kreuzkampf“ 1936, Tagebuch aus der Verbannung in Mecklenburg 1945, Predigtmanuskripte)
  • Prälat Joseph Wahlich (1889-1964), 1927-1946 Pfarrer in Ohlau (u.a. Korrespondenz mit ehemaligen Pfarrkindern und mit Verwandten, Ohlauer Heimatbrief 1954-1962)
  • Hans Watermann (1904-1988), 1946-1972 Caritassekretär bzw. Caritasdirektor in Vechta, Landtagsabgeordneter (u.a. umfangreiche dienstliche Akten über Displaced Persons und Heimatvertriebene)
  • Prälat Heinrich Wempe (1880-1969), 1915-1947 Gymnasiallehrer in Cloppenburg bzw. Vechta, Zentrumspolitiker (private Zeugnisse und Urkunden, Dokumente der oldenburgischen Zentrumspartei 1924-1932, Briefe und Dokumente aus der NS-Zeit)
  • Maria Wempe (1889-1983), Lehrerin in Cloppenburg (Unterlagen zur Biographie und zur pädagogischen Tätigkeit)
  • Ulrich Westendorf (1927-2015), 1969-1994 Pfarrer in Goldenstedt (Unterlagen zum Theologiestudium im Kriegsgefangenenlager Chartres 1946-1949)

Neben den Nachlässen werden auch einzelne Familienarchive im Offizialatsarchiv Vechta aufbewahrt:

  • Familie Caesar in Vechta: Akten aus dem 18. bis 20. Jahrhundert (unverzeichnet), darin u.a. Protokollbuch des Notars J. W. F. Caesar in Vechta (1760-1777)
  • Familie Kordes in Dinklage: Feldpostbriefe verschiedener Familienmitglieder aus dem Zweiten Weltkrieg, dabei auch Briefe von Franz Hörstmann aus dem Frankreichfeldzug 1870/71
  • Familie Schade in Essen/Oldenburg: Prozessakten 1767-1791, Akten des Kaufmanns Rudolf Schade 1765-1810, Rechnungen des Rezeptors in Essen 1801-1811, Akten des Kaufmanns Rudolf Junker Schade 1816-1855, Quittungsbücher 1815-1910, Akten der Pastöre Georg Schade in Lindern 1806-1857 (auch Nachlassangelegenheiten) und Georg Schade in Scharrel 1840-1855, Akten des Bernhard Schade und der Witwe Josephine geb. Backhaus 1871-1911
  • Familie Willenborg in Mühlen: Hofakten 1767-1895, darin u.a. Briefe und Aufzeichnungen betr. Seereisen der Söhne als Matrosen auf Bremer Handelsschiffen nach Amerika, Ostindien, Kapstadt usw. (ab 1816)

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