Bischöflich Münstersches Offizialat
Für die Katholische Kirche im Oldenburger Land

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Wertvolle historische Bücher im Offizialatsarchiv

Archivbestände

Im Offizialatsarchiv Vechta werden verschiedene Bestände und Sammlungen verwahrt, die das Leben der katholischen Kirche im Oldenburger Land dokumentieren. Den zentralen und umfangreichsten Bestand bilden die Akten aus der Tätigkeit der 1830/31 eingerichteten Offizialatsverwaltung in Vechta. Dazu kommt das sog. „Alte Archiv“ mit Vorgängerakten aus der frühen Neuzeit, die 1833 vom Generalvikariat Münster abgegeben wurden. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Pfarrarchive aus dem Oldenburger Land in Vechta deponiert, deren Bestände teilweise bis ins Mittelalter zurückreichen. Für die Familienforscher ist hier besonders auf die Kirchenbücher hinzuweisen. Ergänzt werden diese kirchenamtlichen Dokumente durch Akten einzelner kirchlicher Vereine und Einrichtungen, durch Nachlässe von Priestern und Laien und durch die sog. „kleinen Akzessionen“ (Archivgut fremder Provenienz). Zum Sammlungsgut gehören Bilder, audiovisuelle Medien, Gebetszettel, Kalender, Karten sowie Reproduktionen von Archivgut. Zu verschiedenen Themen der Kirchengeschichte liegen  Dokumentationen, unter denen die laufend geführte Pressedokumentation eine Sonderstellung einnimmt. Ferner stehen eine große Archivbibliothek mit einschlägigen kirchen- und regionalgeschichtlichen Veröffentlichungen und ein umfangreicher Zeitschriftenbestand zur Verfügung. Schließlich vervollständigen Zeitungen und Amtsblätter den Fundus des Archivs, darunter eine komplette Serie der Kirchenzeitung „Kirche und Leben“.

Eine erste Übersicht über die Bestände des Offizialatsarchivs Vechta hat Willi Baumann im „Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland“ 2005 veröffentlicht. Außerdem wird die Öffentlichkeit seit 1995 regelmäßig durch Jahresberichte über die Tätigkeit und die Neuzugänge des Archivs unterrichtet. Um interessierten Kreisen die Vorbereitung eines möglichen Archivbesuchs zu erleichtern, werden nachfolgend die oben genannten Gruppen näher beschrieben (Stand: Ende 2014).

1. Altes Archiv

Beim sogenannten „Alten Archiv“ handelt es sich um Akten, die im Jahr 1833 vom Generalvikariat Münster an das Bischöfliche Offizialat in Vechta abgegeben wurden. Sie betreffen Angelegenheiten der Kirchspiele in den niederstiftischen Ämtern Cloppenburg und Vechta und der katholischen Kirche in Oldenburg, Twistringen und Wildeshausen (Laufzeit ca. 1630-1830). Neben den Akten des Generalvikariats sind auch solche der Landdechanten in Cloppenburg und Vechta sowie des Generaldechanten in Vechta vorhanden. Der Bestand wurde 1952 im Bistumsarchiv Münster neu verzeichnet. Er ist aufgeteilt in allgemeine Verwaltungsakten (z. B. Akten über Visitationen, Firmungen, Schul- und Armenwesen) und besondere Pfarrakten (unter anderem Akten der Kirchen, der Pfarrstellen, der Küstereien und der Schulen, Kirchen- und Armenrechnungen, Nachlassverwaltungsakten der Geistlichen).

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2. Akten der Offizialatsverwaltung

Die Akten der Vechtaer Kirchenbehörde sind in verschiedene Untergruppen gegliedert. Den Kernbestand bildet das Registraturgut des Offizialates aus dem Zeitraum von etwa 1830 bis 1960, das nach einer um 1890 festgelegten Systematik geordnet ist. Diese Systematik stellt jeweils den Buchstaben A (Allgemeines) bzw. B (Pfarreien) an den Beginn der Aktensignatur:

  • Gruppe A, allgemeines Schriftgut (Acta generalia): Akten allgemeiner Art zu den Sachgruppen Offizialat, Geistliche, Kirchenwesen, Gerichtliches, Kirchenbücher, Benefizial-, Fonds- und Geldsachen, Ehesachen, Staatliches und Kirchenstaatliches, Schulen und Schulangelegenheiten (Umfang ca. 25 Regalmeter)
  • Gruppe B, die Pfarreien betreffendes Schriftgut (Acta specialia): Akten über geistliche und kirchliche Stellen (Pfarrer, Kaplan, Kooperator, Vikar, Küster, Organist, Kirchenprovisor), über kirchliche Fonds (Kirche, Pfarrei, Vikarie, Küsterei), über Kapital- und Grundstücksangelegenheiten, über das Kirchengebäude und Kircheninventar, über das Pfarrhaus, die Kaplanei und Vikarie, über Pfarrerhebung und Einrichtung von Gottesdienst und über kirchliche Einrichtungen wie Krankenhaus, Pfarrheim oder klösterliche Niederlassung (Umfang ca. 46 Regalmeter)
  • Weiteres Schriftgut des Bischöflichen Offizialates ist in folgende Gruppen untergliedert:
  • Gruppe C: ältere Verwaltungsakten, die bei der Anlegung der Registratur um 1890 ausgesondert wurden, zu denselben Betreffen wie Gruppe A und B, außerdem Akten betreffend Katholisches Oberschulkollegium, Gymnasium und Lehrerseminar in Vechta, Volksschulen und Privatschulen, Laufzeit ca. 1830 bis 1880, teils mit Vorakten (Umfang ca. 17 Regalmeter)
  • Gruppe D: Kirchenrechnungen, teils auch Baurechnungen und Armenrechnungen, für sämtliche Pfarr- und Kapellengemeinden im Offizialatsbezirk Oldenburg, Laufzeit ca. 1800 bis 1885 und ca. 1925 bis 1960 (Umfang ca. 42 Regalmeter)
  • Gruppe E: Akten des Offizialates, die nicht in der Registratur erfasst wurden, darunter Handakten aus der Zeit des nationalsozialistischen Kirchenkampfes, Entnazifizierungsakten, Laufzeit ca. 1925 bis 1965
  • Gruppe F: persönliche Korrespondenzen der Offiziale Grafenhorst und von Twickel, Laufzeit 1948 bis 2001 (Umfang ca. 4 Regalmeter)
  • Gruppe G: Oldenburgischer Caritasverband, enthält unter anderem Akten zur Fürsorgeerziehung, zur Heilstätte Neuenkirchen, zum Caritasheim Ahlhorn, Laufzeit ca. 1920 bis 1938 (Umfang ca. 1½ Regalmeter)
  • Gruppe H: jüngere Verwaltungsakten des Offizialates, zu denselben Betreffen wie Gruppe A und B, Laufzeit ca. 1960 bis 2000
  • Gruppe J: Kirchenrechnungen und Akten der Finanzabteilung des Offizialates, Laufzeit ca. 1960 bis 1995
  • weitere Gruppen: jüngere Akten der verschiedenen Abteilungen des Offizialates (Seelsorge, Personal, Caritas, Schule, Recht, Kirchenrecht, Bau und Liegenschaften, Pressestelle)

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3. Pfarrarchive

Das Offizialatsarchiv Vechta hat die Aufsichtspflicht über die Archive aller 123 ehemals selbständigen Kirchengemeinden des Offizialatsbezirks Oldenburg. Diese enthalten neben den Kirchenbüchern (siehe unten) Kirchen- und Armenrechnungen, Publikationsbücher (Aufzeichnungen der kirchlichen Bekanntmachungen) und Pfarrnachrichten, Pfarrchroniken, Zivilstandsregister, bischöfliche und landesherrliche Verordnungen, Einzelakten über die Kirchen und Kapellen, die geistlichen Stellen, die Seelsorge, die Schulen, die kirchlichen Vereine, die caritativen Einrichtungen usw., oft auch Karten und Pläne sowie in einigen Fällen mittelalterliche Urkundenbestände. Viele dieser Pfarrarchive wurden im Laufe der letzten Jahre im Offizialatsarchiv deponiert, wobei sie im Eigentum der jeweiligen Gemeinde verbleiben. Im Folgenden werden nur die Pfarrarchive aufgelistet, die in größerem Umfang Schriftgut aus der Zeit vor den 1970er Jahren enthalten und durch Findbücher bzw. Übernahmelisten soweit erschlossen sind, dass sie im Offizialatsarchiv für die historische Forschung genutzt werden können (Stand: Oktober 2014):

  • Altenoythe St. Vitus (Umfang ca. 14 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1604)
  • Bethen St. Marien (Teilbestand: nur Publikationsbücher 1932-1967 und Protokolle des Kirchenbauvereins 1916-1964)
  • Bevern St. Marien (Umfang ca. 3 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1896)
  • Bühren St. Johannes Baptist (Umfang ca. 8 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1735)
  • Bunnen St. Michael (Umfang ca. 1 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1704)
  • Carum St. Johannes Evangelist (Umfang ca. 2 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1888)
  • Cloppenburg St. Andreas (Umfang ca. 22 Regalmeter, darin 28 Urkunden 1406-1582, Beginn der Aktenüberlieferung 1558)
  • Delmenhorst St. Marien (Umfang ca. 10 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1878)
  • Dinklage St. Catharina (Umfang ca. 20 Regalmeter, darin handschriftliche Geschichte der Bischöfe von Osnabrück aus dem 16./17. Jahrhundert, Beginn der Überlieferung 1615)
  • Elisabethfehn St. Elisabeth (Umfang ca. 1 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1925)
  • Emstek St. Margaretha (Umfang ca. 6 Regalmeter, darin 19 Urkunden 1368-1686, Kopiar des Alexanderstifts Wildeshausen von 1770, Beginn der Aktenüberlieferung 1627)
  • Essen St. Bartholomäus (Teilbestand: u.a. Publikationsbücher 1940-1944)
  • Friesoythe St. Marien (Umfang ca. 15 Regalmeter, darin 7 Urkunden 1366-1658, Beginn der Aktenüberlieferung 1670)
  • Garrel St. Peter und Paul (Umfang ca. 16 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1812)
  • Goldenstedt St. Gorgonius (Umfang ca. 14 Regalmeter, darin 34 Urkunden 1314-1616, Beginn der Aktenüberlieferung 1644)
  • Hoheging-Kellerhöhe St. Marien (Umfang ca. 6 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1924)
  • Jever St. Marien (noch unverzeichnet)
  • Langförden St. Laurentius (Umfang ca. 11 Regalmeter, darin Pfarr-Kopialbuch aus dem 18. Jahrhundert, Beginn der Aktenüberlieferung 1609)
  • Lastrup St. Peter (Umfang ca. 7 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1657; siehe Inventar)
  • Lindern St. Katharina (Umfang ca. 5 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1662)
  • Löningen St. Vitus (Umfang ca. 11 Regalmeter, darin 76 Urkunden 1354-1613, anschließend weitere Urkunden und Aktenüberlieferung)
  • Lohne St. Gertrud (Umfang ca. 22 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1656)
  • Lutten St. Jakobus (Umfang ca. 9 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1622)
  • Markhausen St. Johannes Baptist (Umfang ca. 13 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1586)
  • Neuenkirchen St. Bonifatius (Umfang ca. 8 Regalmeter, darin 4 Urkunden 1514-1632, Einkünfteverzeichnis von 1550, Beginn der Aktenüberlieferung 1574)
  • Neuscharrel St. Ludger (Umfang ca. 5 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1830)
  • Nordenham St. Willehad (derzeit ausgelagert)
  • Oldenburg St. Marien (Umfang ca. 10 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1949)
  • Oldenburg St. Peter (Umfang ca. 39 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1787)
  • Oldenburg-Kreyenbrück St. Michael (Umfang ca. 1 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1953)
  • Oldenburg-Osternburg Hl. Geist (Umgang ca. 11 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1929)
  • Osterfeine St. Marien (Umfang ca. 6 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1854, Altbestand durch Wasserschaden beeinträchtigt)
  • Oythe St. Marien (Umfang ca. 13 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1645)
  • Ramsloh St. Jakobus (Umfang ca. 6 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1657; siehe Inventar)
  • Rastede St. Marien (Umfang ca. 9 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1946)
  • Rechterfeld St. Antonius (Umfang ca. 1 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1915, Altbestand zum größten Teil verloren)
  • Roffhausen St. Josef (Umfang ca. 1 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1951)
  • Rüschendorf St. Agnes (Umfang ca. 4 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1905)
  • Scharrel St. Peter und Paul (Umfang ca. 11 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1658)
  • Sevelten St. Marien (Umfang ca. 1 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1919)
  • Steinfeld St. Johannes Baptist (Teilbestand: u.a. Lagerbücher der Pfarrei ab 1668, Zivilstandsregister 1811-1814)
  • Thüle St. Johannes Baptist (Umfang ca. 4 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1923)
  • Varrelbusch St. Marien (Umfang ca. 9 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1920)
  • Vechta St. Georg (Umfang ca. 18 Regalmeter, darin 16 Urkunden 1377-1567, päpstliche Bulle von 1758, Beginn der Aktenüberlieferung 1561)
  • Vechta Maria Frieden (Umfang ca. 3 ½ Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1958)
  • Vestrup St. Vitus (Umfang ca. 4 ½ Regalmeter, darin 1 Urkunde 1628, Beginn der Aktenüberlieferung ca. 1660)
  • Visbek St. Vitus (Umfang ca. 11 Regalmeter, darin 18 Urkunden 1385-1564, anschließend weitere Urkunden und Aktenüberlieferung)
  • Wildeshausen St. Peter (Umfang ca. 5 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1712)
  • Wilhelmshaven St. Marien (Umfang ca. 6 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1881)
  • Wilhelmshaven St. Willehad (Umfang ca. 4 Regalmeter, Beginn der Überlieferung 1873)
  • Weitere Pfarrarchive mit größeren Altbeständen befinden sich nach wie vor in den betreffenden Pfarreien (Bakum, Barßel, Bösel, Brake, Cappeln, Damme, Essen, Holdorf, Molbergen, Steinfeld, Varel).

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4. Kirchenbücher (Matrikeln)

Bei den Kirchenbüchern handelt es sich um die Register der Taufen und Trauungen, zu deren Führung die Pfarrer seit dem Konzil von Trient (1563) verpflichtet sind, sowie um die Register der Beerdigungen und Firmungen, die zusätzlich zu führen den Pfarrern im Rituale Romanum (1614) nahegelegt wurde. Die Originale der katholischen Kirchenbücher des Oldenburger Landes sind Bestandteile der jeweiligen Pfarrarchive. Da die über hundert Jahre alten Kirchenbücher für die laufende Verwaltung nicht mehr benötigt werden, sind sie großenteils zusammen mit den Pfarrarchiven im Offizialatsarchiv Vechta deponiert.

Von 1831 bis 2010 waren die Pfarrer des Landes Oldenburg verpflichtet, dem Offizialat jedes Jahr Abschriften ihrer Tauf-, Trauungs- und Sterberegister zuzusenden. Diese als zusätzliche Datensicherung fungierende Sammlung der sogenannten Zweitschriften wurde im Offizialat jahrgangsweise eingebunden.

Für die wissenschaftliche bzw. genealogische Benutzung sind die Originale und Zweitschriften der Kirchenbücher aus konservatorischen Gründen gesperrt. Stattdessen können im Offizialatsarchiv Vechta Digitalfotografien der Originalkirchenbücher am PC eingesehen werden (siehe dazu den Beitrag von Willi Baumann im „Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 2014“). Außerdem liegen für die Kirchenbücher verschiedener Pfarreien und Zeiträume maschinen- oder handschriftliche Abschriften sowie Reprofotografien vor (siehe dazu: Informationen für Familienforscher).

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5. Archive katholischer Institutionen

Im Offizialatsbezirk Oldenburg gibt es eine große Anzahl caritativer und pädagogischer Einrichtungen der katholischen Kirche mit unterschiedlichen Rechtsformen. In Einzelfällen sind Archivbestände dieser Einrichtungen in das Offizialatsarchiv gelangt:

  • Liebfrauenschule Vechta (Höhere Mädchenschule bzw. Mädchengymnasium), gegründet 1859 (Umfang ca. 3 ½ Regalmeter), darin u.a. Namenlisten der Schülerinnen (1897-1971), Zeugnisse, Chroniken, Jahresberichte, Fotoalben (siehe Inventar)
  • St. Josefsheim in Vechta (Kinderheim), gegründet 1897, aufgehoben 2001, darin u.a. Aufnahmebücher der Kinder
  • Jugendburg St. Michael in Bethen (Schülerkonvikt), gegründet 1951, aufgehoben 1973
  • St. Antoniushaus in Vechta (Schülerkonvikt bzw. Tagungs- und Exerzitienhaus), gegründet 1895
  • Katholische Tagungs- und Bildungsstätte Bad Zwischenahn, gegründet 1968, aufgelöst 1999

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6. Archive katholischer Vereine

Einige katholische Verbände und Vereine des Offizialatsbezirks Oldenburg haben die Möglichkeit genutzt, ihre Aktenbestände im Offizialatsarchiv Vechta zu deponieren:

  • Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Landesverband Oldenburg, gegründet 1910 (Umfang ca. 5 Regalmeter), darin auch: Protokollbücher der Arbeitervereine Cloppenburg, Dinklage, Oldenburg und Vechta, Nachlass Willy Althaus
  • Kolpingsfamilie Vechta, gegründet 1886
  • St.-Willehad-Verein Vechta (Vermittlung von Kinderkuren auf der Insel Wangerooge), gegründet 1901, darin u.a. Jahresrechnungen mit Namenlisten der Kinder (1904-1929)
  • Gefangenenfürsorgeverein Vechta, gegründet 1850
  • Verein Oldenburgischer Geistlicher („Oldenburgia“), gegründet 1860, darin u.a. Protokollbücher und Fotoalben

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7. Nachlässe und Familienarchive

Im Offizialatsarchiv Vechta werden eine Reihe Nachlässe, Teilnachlässe und Nachlass-Splitter von katholischen Priestern und Laien verwahrt. Die Nachlässe enthalten nicht nur persönliche Papiere, sondern bisweilen auch (oder sogar ausschließlich) dienstliche Akten und Fotoalben. In Priester-Nachlässen sind vielfach Predigtmanuskripte vorhanden (diese sind übrigens teilweise auch in Pfarrarchiven überliefert). Der Umfang der im Offizialatsarchiv vorhandenen Nachlässe bzw. Teilnachlässe variiert zwischen vielen Regalmetern (Kötter, Lanfermann, Schlömer) und weniger als einem halben Archivkarton.

  • Franz Abeln (1914-1945), Priester aus Essen/Old. (vornehmlich theologische Bücher und Broschüren aus der Zeit seines Studiums und seiner priesterlichen Tätigkeit während der NS-Zeit)
  • Willy Althaus (1900-1991), 1948-1965 KAB-Sekretär in Delmenhorst (u.a. Tagebuchaufzeichnungen bis 1943)
  • Prälat Dr. Ludwig Averdam (1858-1946), seit 1911 Pfarrer in Oythe und seit 1920 Dechant (Predigten, Gedichte und sonstige Aufzeichnungen; unverzeichnet)
  • Julius Beckmann (1884-1948), 1923-1943 Kaplan im Waisenhaus in Damme (Korrespondenzen und Predigten)
  • Johann Bokern (1792-1864), seit 1838 Hauptlehrer in Löningen (pädagogische und theologische Aufzeichnungen, dienstliche Akten, Korrespondenzen)
  • Friedrich Dalinghaus (1907-1966), seit 1949 Kaplan bzw. Pfarrer in Varrelbusch (zwei Fotoalben)
  • Wilhelm Eilers (1883-1960), Ministerialrat in Oldenburg, seit 1948 Justitiar des Offizialates (Familienpapiere, betrifft auch den Vater Gerhard Heinrich Eilers, Amtsrichter in Löningen, und den Bruder Dr. Ignatz Eilers, Zahnarzt in Winterthur)
  • Heinrich Fresenborg (1900-1986), 1938-1972 Pfarrer in Neuscharrel (Vorlesungsmitschriften und Predigtgedanken)
  • Prälat Wilhelm Gillmann (1897-1980), 1941-1956 Seelsorgeamtsleiter des Offizialates (Reiseandenken aus Palästina, Ägypten, Italien und der Schweiz aus den 1930er Jahren, Fotografien)
  • Dr. Johannes Göken (1898-1969), 1949-1964 Gymnasiallehrer in Lingen (u.a. große Dokumentensammlung aus der NS-Zeit, detaillierte Aufzeichnungen über die Stimmung der Bevölkerung in Hemmelte während des Zweiten Weltkriegs, Manuskripte für Veröffentlichungen, umfangreiche Korrespondenzen [u.a. mit Guenter Lewy])
  • Heinrich Grafenhorst (1906-1970), seit 1948 Offizial in Vechta (u.a. Akten über das Verbot der Kolpingsfamilie Oldenburg 1935, Aufzeichnungen über die Gefängnis-Seelsorge für die Dominikanerpatres Horten, Siemer und Stuhlweißenburg 1935 und für Pfarrer Gottfried Engels 1937)
  • Dr. Franz Große-Wietfeld (1893-1953), seit 1934 Anwalt der Römischen Rota in Münster (Korrespondenzen [u.a. mit Klaus Mörsdorf]), Programme und Broschüren des Kulturrings Cloppenburg, Akten über kirchliche Eheprozesse; größtenteils aus der frühen Nachkriegszeit)
  • Lina Gudenkauf (1892-1980), Rektorin in Vechta (u.a. Unterrichtsmaterialien; unverzeichnet)
  • August Hackmann (1871-1949), seit 1926 Pfarrer und Dechant in Cloppenburg (Zeitungsausschnitte und Rundschreiben aus der NS-Zeit)
  • Aloys von Hammel (1900-1963), seit 1935 Kaplan bzw. Pfarrer in Bethen (Predigtmanuskripte 1936-1945)
  • Bernhard Janzen (1896-1972), seit 1938 Pfarrer in Neuenkirchen (u.a. Rundschreiben der Schönstatt-Bewegung 1924-1960)
  • Hermann Klostermann (1918-1990), Redakteur in Vechta (u.a. ältere Akten aus Goldenstedt betreffend das Simultaneum 1771-1846 und das Vogelschießen 1818-1848, Unterlagen der Kaufmannsfamilie Meyer in Goldenstedt 1878-1939, Urkunde für Vikar Hermann Klostermann über eine Pilgerreise nach Jerusalem 1900, Materialsammlungen und Manuskripte zu heimatgeschichtlichen Themen, Zeitungsausschnitte)
  • Theodor Korfhage (1890-1962), seit 1950 Kaplan in Bokelesch (persönliche Papiere [u.a. über Vorladungen durch NS-Stellen 1934-1937], Kanzelverkündigungen in Bokelesch 1950-1962)
  • Prälat Dr. Franz-Josef Kötter (1928-1990), seit 1966 Hochschullehrer in Vechta (umfangreiche Materialsammlungen für den akademischen Unterricht, geistliche Ansprachen und Predigten)
  • Bernhard Krümpelmann (1897-1964), seit 1944 Pfarrer in Visbek (Predigtmanuskripte ab 1923)
  • August Lammers (1921-2010), 1962-1993 Pfarr-Rektor bzw. Pfarrer in Delmenhorst-Düsternort (Predigtmanuskripte, Seelsorgematerialien, Korrespondenzen)
  • Prälat Heinrich Lanfermann (1910-1987), 1951-1985 Offizialatsrat in Vechta (dienstliche und private Akten; unverzeichnet)
  • Ernst Lange (1876-1973), 1920-1946 Caritasdirektor des Bistums Breslau, danach Krankenhausgeistlicher in Visbek (umfangreiche Korrespondenzen mit Diözesan-Caritasverbänden, Mitgliedern des Ordinariats Breslau, schlesischen Ordensschwestern, Caritassekretärinnen, Verwandten und verschiedensten Laien; dabei Materialsammlung von Dr. Magdalena Mende für Langes Biographie)
  • Stasys Motuzas (1898-1985), litauischer Bildschnitzer in Vechta (Fotoalben und Schnitzwerke)
  • Prälat Franz Niehaus (1900-1965), seit 1952 Hochschullehrer in Vechta (Rundbriefe, Vorlesungsmitschriften)
  • Wilhelm Niermann (1898-1955), seit 1938 Pfarrer bzw. Propst in Delmenhorst (Predigtmanuskripte)
  • Franz Theodor von Olfers (1755-1828), Jurist und Bankier in Münster (antiquarisch erworbene Nachlassteile, u.a. zu folgenden Betreffen: Auseinandersetzungskommission in Münster 1804, Pläne für ein deutsches Konkordat 1805, Pläne und Gutachten zur Verfassung der katholischen Kirche im Herzogtum Oldenburg 1805, katholische Angelegenheiten ebendort 1804-1810, Anerkennung des münsterschen Generalvikars Droste-Vischering durch Oldenburg 1807-1808, Status der Herrlichkeit Dinklage 1814-1815, Anerkennung des neuen Bischofs von Münster durch Oldenburg 1821, Verhandlungen zur Errichtung eines Vikariats für die Katholiken im Herzogtum Oldenburg 1823-1824)
  • August kl. Quade (1853-1929), 1888-1919 Seminarlehrer in Vechta (Tagebücher, Fotografien, Feldpostkarten aus dem Ersten Weltkrieg)
  • Dr. Laurenz Reinke (1797-1879), Hochschulprofessor und Domkapitular in Münster (Schriftgut zur akademischen und schriftstellerischen Tätigkeit; unverzeichnet)
  • Josef Scheper-Stuke (1888-1954), Priester aus Lohne (Sammlung von Predigten der Pfarrer Anton Mertz 1857-1901, Augustin Dierken 1883-1902, Joseph Krapp 1901-1923 und Scheper-Stuke selbst 1913-1936)
  • Hans Schlömer (1918-1998), Verwaltungsoberrat am Offizialat in Vechta, Redakteur und Publizist (u.a. umfangreiche Korrespondenzen, Materialsammlungen zu kirchen- und heimatgeschichtlichen Themen, Aktenkopien; unverzeichnet)
  • Josef Schütte (1935-2008), 1983-1999 Pfarrer in Evenkamp (unverzeichnet)
  • Anton Stukenborg (1830-1890), seit 1888 Offizial in Vechta (Predigtmanuskripte, Briefe, Familienpapiere; dabei auch Nachlassangelegenheiten des Carl Franz Stukenborg aus Langförden 1919)
  • Georg Süttmann (1864-1939), 1927-1936 Pfarrer in Barßel (Fotoalbum mit Bildern von Kommilitonen der Universität Innsbruck in den 1880er Jahren)
  • Dr. Paul Timp (1904-1946), Dominikanerpater (nur eine Mappe)
  • Anton Tumbrägel (1925-2000), seit 1978 Pfarrer in Halen (u.a. Hausinschriften-Dokumentation)
  • Franz Uptmoor (1897-1978), 1940-1972 Pfarrer in Steinfeld (persönliche Papiere [u.a. zur Auseinandersetzung mit den Nationalsozialisten 1936/38], Predigtmanuskripte 1975-1978)
  • Joseph Uptmoor (1884-1971), 1931-1966 Pfarrer in Ellenstedt (u.a. Bilder)
  • Ferdinand Vodde (1912-2002), 1945-1983 Religionslehrer bzw. Schulpfarrer in Vechta (Predigtsammlung)
  • Franz Vorwerk (1884-1963), 1933-1940 Offizial in Vechta (handschriftliche Lebenserinnerungen, Erinnerungen an den „Kreuzkampf“ 1936, Tagebuch aus der Verbannung in Mecklenburg 1945)
  • Prälat Joseph Wahlich (1889-1964), 1927-1946 Pfarrer in Ohlau (u.a. Korrespondenz mit ehemaligen Pfarrkindern und mit Verwandten, Ohlauer Heimatbrief 1954-1962)
  • Hans Watermann (1904-1988), 1946-1972 Caritassekretär bzw. Caritasdirektor in Vechta, Landtagsabgeordneter (u.a. umfangreiche dienstliche Akten über Displaced Persons und Heimatvertriebene)
  • Prälat Heinrich Wempe (1880-1969), 1915-1947 Gymnasiallehrer in Cloppenburg bzw. Vechta, Zentrumspolitiker (private Zeugnisse und Urkunden, Dokumente der oldenburgischen Zentrumspartei 1924-1932, Briefe und Dokumente aus der NS-Zeit)
  • Maria Wempe (1889-1983), Lehrerin in Cloppenburg (Unterlagen zur Biographie und zur pädagogischen Tätigkeit)

Neben den Nachlässen werden auch einzelne Familienarchive im Offizialatsarchiv Vechta aufbewahrt:

  • Familie Caesar in Vechta: Akten aus dem 18. bis 20. Jahrhundert (unverzeichnet), darin u.a. Protokollbuch des Notars J. W. F. Caesar in Vechta (1760-1777)
  • Familie Kordes in Dinklage: Feldpostbriefe verschiedener Familienmitglieder aus dem Zweiten Weltkrieg, dabei auch Briefe von Franz Hörstmann aus dem Frankreichfeldzug 1870/71
  • Familie Schade in Essen/Oldenburg: Prozessakten 1767-1791, Akten des Kaufmanns Rudolf Schade 1765-1810, Rechnungen des Rezeptors in Essen 1801-1811, Akten des Kaufmanns Rudolf Junker Schade 1816-1855, Quittungsbücher 1815-1910, Akten der Pastöre Georg Schade in Lindern 1806-1857 (auch Nachlassangelegenheiten) und Georg Schade in Scharrel 1840-1855, Akten des Bernhard Schade und der Witwe Josephine geb. Backhaus 1871-1911

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8. Kleine Akzessionen

In dieser Gruppe werden Archivalien von geringem Umfang erfasst, die vielfach aus Privatbesitz stammen und dem Offizialatsarchiv meist als Schenkungen übergeben wurden. Im Folgenden wird eine Auswahl dieser Bestände vorgestellt:

  • Rechtsstreitigkeiten der Stadt Wildeshausen (1615-1632)
  • Rechnungsbuch der Armenprovisoren des Kirchspiels Cappeln (1687-1729)
  • Akten betreffend das Borggrafen Haus in Lastrup (1702-1833)
  • Status der Kirche zu Damme (1706)
  • Gerichtsurkunden über einen Nachbarschaftsstreit in der Wiek Löningen (1725-1728)
  • Petition der Vechtaer Bierbrauer um ein Ausschankverbot für Bremer Bier (1737)
  • bäuerliche Auffahrts- und Freibriefe aus dem Kirchspiel Bakum (1743-1795)
  • Testament des Obristlieutenants Petrus Theodorus von Authorne in Vechta (1729)
  • Predigtmanuskripte des Priesters Bernard Mönnig aus Bakum (1803-1809)
  • Anschreibebuch der Bauerschaft Osterfeine (1812-1840)
  • Zeugnisse und Urkunden des Vechtaer Seminarlehrers Heinrich Meyer (1881-1906)
  • Poesiealben einer Vechtaer Bürgertochter (1891-1894)
  • Protokollbuch des Katholischen Kaufmännischen Vereins zu Oldenburg (1899-1904)
  • Ernennungsurkunden und handschriftliche Kindheitserinnerungen des Domkapitulars Joseph Krapp (1901-1951)
  • Bierzeitung oldenburgischer Theologiestudenten (1919)
  • Protokolle und Mitgliederlisten des Unitas-Verbandes Oldenburg (1926-1947)
  • Fotoalben eines Firmbesuchs des Bischofs von Galen in Goldenstedt (1935)
  • Akte des Gesundheitsamtes in Delmenhorst über das St.-Josephstift (1937-1940)
  • Akten der Katholischen Volksschule Schweiburg (1948-1954)
  • Verkündigungsbuch der Kapelle des Altersheims in Velen (1949-1965)
  • Chronik der Katholischen Volksschule Ganderkesee (1954-1962)
  • Medaille des Eucharistischen Weltkongresses in München (1960)
  • hektographierte Zeitschriften des Bundes Neudeutschland in Vechta (1962-1966)
  • Akten des Dekanatskomitees Friesoythe (1968-1977)
  • Akten des Dekanatskomitees Cloppenburg (1968-1971)
  • Andenken an die Feier der Seligsprechung des Kardinals von Galen (2005)

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9. Sammlungen

Das Sammlungsgut des Offizialatsarchivs Vechta gliedert sich in folgende Bestände:

  • Fotografien aus dem kirchlichen Bereich (Kirchengebäude und Kirchenausstattung, Klöster, Anstalten, Schulen und Institute, Bildstöcke, Kreuze und Denkmäler, Geistliche, Ordensleute und Weltliche Personen, Missionswesen, Religiöses Leben und Ereignisse, Organisationen, Verbände und Vereine, Profanes, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Oldenburg), darin unter anderem: Fotoalben über kirchliche Baumaßnahmen (vornehmlich 1950er Jahre), Dia-Aufnahmen sämtlicher kath. Kirchen im Land Oldenburg von Willi Rolfes (1994/95), Bildarchiv der Vechtaer Kirchenzeitungsredaktion
  • Ton- und Filmaufzeichnungen, darin unter anderem: 17-mm-Schmalstummfilm über die Vechtaer Himmelfahrtsprozession mit Bischof von Galen (1937), Schallplattenaufnahmen von Chor- und Orgelmusik aus oldenburgischen Kirchen (1970er und 1980er Jahre)
  • Kalender mit Motiven aus der oldenburgischen Lokalgeschichte und kirchlichen Kunst
  • Kartenmaterial: Topographische Karten (auch Reproduktionen älterer Karten), Bistumskarten, Stadtpläne und Gemeindekarten aus der Region Oldenburg
  • Plakate zu kirchlichen bzw. heimatgeschichtlichen Veranstaltungen
  • Memorienzettel: Sammlung von Priestergedenkzetteln (zu Priesterweihe, Primiz, Weihejubiläum, Tod), Andachtsbildern (zu Volksmissionen und Firmungen, Erstkommunionfeiern und Schulentlassungen, Exerzitien und Aufnahmen in kirchliche Vereine, Bruderschaften und Kongregationen) und Totenbildern
  • Fotokopien fremder (teils auch verlorener) Archivalien, darin unter anderem: Akten der Familie Bloch an der Großen Straße in Vechta (1821-1975), Heiratsregister der katholischen Kirche in Teutopolis/Illinois (1845-1900), Tagebuch des Prälaten Anton Wempe in Emstek (1882-1929), Chronik der Liebfrauenschule zu Oldenburg (1913-1979), Tagebuchaufzeichnungen von Franz Meyer aus Lutten (1920-1952), Akten und Pläne zu einem Kirchbauprojekt in Langwege (1921), Annalen der Liebfrauenschule in Rüstringen (1928-1936), Manuskripte von Georg Heuermann zur Geschichte von Sevelten (1929), Akten des SA-Sturms Dwergte (1935-1939), An- und Abmeldebuch des Antoniusstifts in Damme (1937-1946), Autobiographie „Mein Leben“ der Malerin Ingeborg Magnussen (vollendet 1938), Protokolle der Konferenzen des NSLB-Kreisabschnitts Bakum (1939-1945), Protokolle und Jahresberichte des Männergesangvereins bzw. Kirchenchors Cäcilia in Oldenburg-Osternburg (1939-1994), Kriegstagebuch des Soldaten Bernard Kohl aus Goldenstedt (1941-1942), Tagebuchaufzeichnungen über die Kriegs- und Nachkriegszeit in Vechta von Josef Klövekorn und Karl Tabeling (1942-1948), Annalen des Christlichen Jugenddorfs Adelheide (1949-1958), Chronik der katholischen Kirchengemeinde Stollhamm (1952-1962), Liste der öffentlich gepflegten Gräber auf den Friedhöfen in Vechta (1971)
  • Digitalisate fremder Archivalien

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10. Pressedokumentation

Die Pressedokumentation enthält ca. 3.000 Pressemappen zu regionalbezogenen kirchlichen Themen (Geschichte und Organisationsstruktur der katholischen Kirche, Kirchengemeinden, Priester und Diakone sowie Orden und Kongregationen). Die Zeitungsausschnitte stammen vor allem aus der Oldenburgischen Volkszeitung (Vechta), der Münsterländischen Tageszeitung (Cloppenburg), der Nordwest-Zeitung (Oldenburg, Ausgabe Münsterland) und der Kirchenzeitung „Kirche und Leben“ (Münster).

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11. Sachthematische Dokumentationen

Zu diversen Themen aus den Bereichen Theologie, Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde und Genealogie werden im Offizialatsarchiv Vechta umfangreiche Dokumentationen verwahrt. An erster Stelle ist hier die 2011 ins Offizialatsarchiv gelangte systematische Erfassung der Vasa sacra in den katholischen Kirchen des Offizialatsbezirks Oldenburg zu nennen, die im Auftrag des Bischöflichen Offizialates von Ruth Irmgard Dalinghaus erarbeitet wurde. Weitere im Offizialatsarchiv deponierte sachthematische Dokumentationen, die neben Aktenkopien vielfach auch Korrespondenzen und teilweise Originalakten enthalten, betreffen das Elementarschulwesen im Niederstift Münster (Alwin Hanschmidt), die Hausinschriften im Osnabrücker Land und der Umgebung (Johannes Thomes), die oldenburgischen Priester in der NS-Zeit (Joachim Kuropka und Maria Anna Zumholz), die Zwangsarbeiterseelsorge im Zweiten Weltkrieg (Peter Sieve) und die Ökumene im Land Oldenburg (Karl-Josef Lesch). Ältere genealogische Sammlungen liegen vor für die Kirchengemeinden Friesoythe St. Marien (Walter Deeken), Langförden St. Laurentius (Franz Ostendorf) und Lutten St. Jacobus (Aloys Themann).

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12. Archivbibliothek

Die Bibliothek des Offizialatsarchivs ist eine Präsenzbibliothek, die den Mitarbeitern des Archivs und den Benutzern zur Verfügung steht. Als wissenschaftliche Spezialbibliothek sammelt sie schwerpunktmäßig die Literatur über die katholische Kirche im Bistum Münster bzw. im Offizialatsbezirk Oldenburg. Darüber hinaus befinden sich in ihrem sachthematisch gegliederten Bestand Veröffentlichungen über angrenzende Regionen bzw. grundlegende Werke zur Organisation und Geschichte der Kirche in Deutschland. Es wird Wert darauf gelegt, neben den Monographien und Zeitschriften auch die graue Literatur zu erfassen. Näheres über den Aufbau der Bibliothek sowie über die Sammlung der frühneuzeitlichen Bücher siehe unter dem Stichwort: Archivbibliothek.

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13. Zeitungen und Amtsblätter

Das Offizialatsarchiv Vechta verfügt über eine vollständige Sammlung der Kirchenzeitung „Kirche und Leben“, die unter diesem Titel zunächst als Kirchenblatt für das Dekanat Cloppenburg (1932-1934), dann als Kirchenblatt für den Offizialatsbezirk Oldenburg (1934-1941) und schließlich seit 1946 als Kirchenzeitung für das Bistum Münster mit einem Regionalteil Oldenburg und hier wiederum mit Dekanats-Sonderseiten erschienen ist.

Ferner gibt es Serien des Kirchlichen Amtsblattes für die Diözese Münster (seit 1857), des Schematismus der Diözese Münster (seit 1857), des münsterischen „Pastoral-Blattes“ (1863-1923), der Zeitschrift des Bistums Münster „Unsere Seelsorge“ (seit 1951), des Kirchlichen Amtsblattes für die Diözese Osnabrück (1886-1943), des Personal-Schematismus der Diözese Osnabrück (seit 1949) und ähnlicher Periodika aus anderen Bistümern.

Die im Offizialatsarchiv gesammelt vorliegenden Rundschreiben des (1831 eingerichteten) Bischöflichen Offizialates und des (1921 gegründeten) Landes-Caritasverbandes für Oldenburg wurden in der Regel nicht als Drucksachen, sondern als Hektographien verbreitet.

Neben den kirchenamtlichen Schriftenreihen sind auch einige wichtige regierungsamtliche Periodika vorhanden: die Gesetzblätter des Norddeutschen Bundes (1867-1870) und des Deutschen Reiches (1871-1945), die vollständige Serie des Gesetzblattes für das Herzogtum bzw. den Freistaat Oldenburg (1813-1945), die oldenburgischen Staats-Kalender bzw. das Hof- und Staats-Handbuch (1816-1934) und die Protokolle und Berichte der oldenburgischen Landtage (1857-1930).
Auch die selten überlieferte Katholische Schulzeitung für das Herzogtum bzw. den Freistaat Oldenburg (1909-1933) liegt im Offizialatsarchiv Vechta vor. Als Depositum des Gymnasiums Antonianum in Vechta wird im Archivmagazin ferner eine Sammlung der hiesigen Lokalzeitungen von den Anfängen bis in die Zeit der Weimarer Republik verwahrt: Sonntagsblatt (1834-1857), Neue Zeitung (1866-1882), Vechtaer Zeitung (1882-1896), Oldenburgische Volkszeitung (1905-1924), Dammer Nachrichten (1882-1894), Wildeshauser Nachrichten (1883-1884).

Dank einer Schenkung der Katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster ist auch die Zeitschrift „Der Katholik“ in einer fast vollständigen Serie im Offizialatsarchiv verfügbar (1821-1843 und 1850-1914).

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