Bischöflich Münstersches Offizialat
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28. Januar 2017

Theising: In Vechta will ich Fuß fassen

Gläubige im Offizialatsbezirk begrüßen neuen Weihbischof

Seit zwei Monaten ist er offiziell im Amt, heute wurde er öffentlich darin eingeführt. Bei strahlenden Sonnenschein und lautem Glockengeläut zog der neue Offizial Weihbischof Wilfried Theising in die Propsteikirche St. Georg ein. Begleitet wurde er von Bischof Dr. Felix Genn, den Bischöfen von Hildesheim und Osnabrück, Norbert Trelle und Dr. Franz-Josef Bode, dem Oldenburger Bischof Jan Janssen, mehreren Domkapitularen und Vechtaer Geistlichen. Aus seinem bisherigen Amtssitz Xanten war Propst Klaus Wittke angereist. Die Vechtaer Georgsritter und Bannerabordnungen kirchlicher Verbände führten den Zug an. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, ca. 1.000 Menschen nahmen an dem Pontifikalamt teil. „Solche großen Gottesdienst machten deutlich, wie sehr die Kirche mit dem Oldenburger Land verbunden ist“, sagte Bischof Felix. 

Weihbischof Wilfried Theising

Weihbischof Wilfried Theising

Gruppenbild vor dem Offizialat

v.l. Bischof Norbert Trelle, Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Weihbischof Theising, Bischof Dr. Felix Genn, Diakon Franz-Josef Kröger, Offizialatsrat Bernd Winter und Propst Michael Matschke.

Drei Bischöfe

Weihbischof Wilfried Theising, Bischof Dr. Felix Genn und Bischof Jan Janssen.

Bolten und von der Heide

Roswitha Bolten und Dchant Hubert von der Heide hießen Theising im Namen der kirchlichen Mitarbeiter willkommen.

Bischof Jan Jannssen

Bischof Jan Janssen

Bürgermeister Helmut Gels

Bürgermeister Helmut Gels

Theising bedankt sich.

Weihbischof Wilfred Thesing bedankte sich bei allen.

In seiner Predigt sprach Genn über das Geheimnis des Glaubens. Glaube bestehe aus dem, was man hoffe und dem überzeugt sein von Dingen, die man nicht sehe. Glauben könne man anderen Menschen nicht aufdrängen. „Dazu braucht es das Vertrauen in Gott und in Personen, die mit ihrem Gesicht dafür einstehen“, sagte er. Neben einem Gesicht brauche der Glaube auch eine Struktur des Amtes wie ein Bischofsamt. „Ich weiß, dass es Weihbischof Theising nicht leicht gefallen ist, vom schönen Niederrhein in das schöne Oldenburger Land zu wechseln (in das „noch schönere“ ergänzte er unter Applaus).“ Daher dankte er ihm herzlich, dass er die Aufgabe übernommen habe.

Beim anschließenden Empfang im Vechtaer Rathaus, zu dem mehrere hundert Menschen mitkamen, konnte der neue Offizial viele Hände schütteln. Er freue sich sehr auf Theising, den er seit vielen Jahren kenne, meinte sein Stellvertreter Offizialatsrat Bernd Winter. „Das wird eine richtig gute Zeit mit Dir“, sagte er unter Applaus der Anwesenden zu ihm.

Roswitha Bolten, Vorsitzende des Pfarreirates von St. Marien in Friesoythe, und der Delmenhorster Dechant Hubert von der Heide hießen Theising im Namen der kirchlichen Mitarbeiter willkommen und luden ihn ein, das Oldenburger Land mit dem Kanu kennen zu lernen. „Wasserstraßen gibt es hier genug.“

Herzliche Grüße überbrachte Bürgermeister Helmut Gels im Namen der Bürgermeisterkollegen und Bürger aus Kreis und Stadt Vechta. „Es ist für mich eine besondere Ehre, dass dieser Empfang bei uns im Rathaus stattfindet. Damit wird gleich zu Beginn Ihrer Amtszeit die Nähe der katholischen Kirche zu den Menschen im Oldenburger Land deutlich“, betonte er. Die Gesellschaft brauche die katholische Kirche, machte er klar. Mit dem Stoppelmarkt im August schrieb er dem Weihbischof gleich einen gemeinsamen Pflichttermin in seinen Terminkalender.

„Wir evangelischen Christenmenschen freuen uns auf Sie“, sagte Bischof Jan Janssen in seinem Grußwort. Bruder Theising lud er ein, an der Ökumene weiter zu arbeiten, die seit über 50 Jahren im Oldenburger Land funktioniere. Er freue sich sehr darauf, am 12. März in Oldenburg mit ihm einen ersten gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst feiern zu können. „Ich wünsche uns ein vertrauensvolles Zusammenwirken und ein gemeinsames Weiterentwickeln“, schloss er.

Er freue sich über den warmherzigen Empfang und die vielen guten Worte, die er heute und in den vergangen drei Wochen gehört habe, bedankte sich Theising. Bischof Felix dankte er für das Vertrauen, das er ihm entgegengebracht habe. Das neue Amt sei eine Herausforderung, gestand er. „Doch ich komme mit ganzem Herzen. Darauf können Sie sich verlassen.“ Er dankte seiner Familie, Abordnungen seiner vorherigen Pfarrstellen und der Nachbarschaft seines Heimatortes Wettringen, die ihn über alle Wechsel begleitet hätten und auch nach Vechta gekommen seien. Die Idee, das Land mit dem Kanu zu erkunden, wolle er gern in Teilen umsetzen, und auf die Ökumene, sagte er zu Bischof Janssen, freue er sich schon. Bürgermeister Gels versprach er die Teilnahme am Stoppelmarkt. Vorher müsse er sich aber in Vechta anmelden und sein Auto ummelden, denn in Vechta wolle er richtig Fuß fassen.

Ludger Heuer

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