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10. August 2017 - Ramsloh

Spielerisch zum Klassenverband

 Kennenlerntage bringen Fünftklässler zusammen


23 neue Kinder in einer Klasse, nur wenige kennen sich gegenseitig. Bis daraus eine einheitliche Gruppe entsteht, kann es dauern. Doch Kennenlerntage können dabei helfen, aus den neuen Fünftklässlern eine Gemeinschaft entstehen zu lassen. Einige Schulen führen diese Veranstaltungen in Eigenregie durch, andere lassen sich dabei von außen helfen.

Und dann haben sie es geschafft - keiner bleibt am Seil hängen

Und dann haben sie es geschafft - keiner bleibt am Seil hängen

Klassenkreis mit Hannes Nieland (links)

Klassenkreis mit Hannes Nieland (links)

Hannes Nieland und Klassenlehrerin Manuela Könitz beobachten die Kinder bei den Aufgaben

Hannes Nieland und Klassenlehrerin Manuela Könitz beobachten die Kinder bei den Aufgaben

: Beim Laufspiel müssen alle gleichzeitig starten und stoppen.

Beim Laufspiel müssen alle gleichzeitig starten und stoppen.

Zum Laurentius-Siemer-Gymnasium kam dafür jetzt Hannes Nieland, Referent des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und Mitarbeiter des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta. Begleitet wurde er von vier Studenten der Pädagogik, Theologie oder Sozialwissenschaften, die seit Jahren in kirchlichen Jugendverbänden mitarbeiten und wissen, wie man Jugendgruppen in Schwung bringen kann. Die Spiele, so ihre Erfahrung, fördern nicht nur das Kennenlernen, sondern lassen auch ein Gemeinschaftsgefühl, gegenseitigen Respekt und Hilfe entstehen.

Und dann haben sie es doch noch geschafft. Die ganze fünfte Klasse läuft zusammen unter dem großen Seil durch, niemand bleibt hängen. Das Seil ist das Feuer, hatte ihnen Hannes Nieland als Spielanweisung mitgegeben. Zusammen mit Klassenlehrerin Manuela Könitz schlägt er es vor den Kindern über den Boden. „Wer das Seil berührt, verbrennt.“ Bis die ganze Klasse unbeschadet unter dem Seil durchlaufen kann, braucht es viele Versuche und Absprachen. Zuerst sollen es die Kinder nur zu zweit probieren. Das erweist sich schon als schwierig genug. Dann zu viert. Dann alle Mädchen zusammen, dann alle Jungs. „Die Kinder“, erklärt BDJK-Referent Nieland, „müssen sich selbständig absprechen und überlegen, wie sie es schaffen können.“ Für die Lehrkräfte sind das spannende gruppendynamische Prozesse. „Wir kennen die Schüler noch nicht und können jetzt sehen, wer innerhalb der Gruppe die Regie übernimmt, wer konstruktiv mitmacht, wer den Clown spielt, sich treiben lässt oder mogeln will“, sagt Könitz.

Autogrammjagd, Balken sortieren, Wünsche aufschreiben, Kissenrennen, oder „Wo ist mein Huhn“ - bei den Spielen geht es weniger um Kraft, Schnelligkeit oder Ausdauer. Vielmehr sind Gemeinschaft und Gruppenerlebnis, Absprachen und gegenseitige Hilfe gefragt. Gewinnen kann nur die ganze Gruppe. Die Klassen merkten das am Schluss auch selbst. In einer Reflektionsrunde stellten sie fest, dass man als Gruppe viel schaffen kann. Die Klassenregeln, die sie daraufhin formulierten („Wir hören einander zu, wir respektieren einander, wir reden nur, wenn wir dran sind… etc.) übertrugen die Schüler am Folgetag mit ihren Klassenlehrern in Reinschrift und unterschrieben sie alle.

Kennenlerntage können interessierte Schulen in Vechta buchen. Kontakt: Hannes Nieland, BDKJ Landesverband Oldenburg, Tel: 04441 872 277, e-mail: Hannes.Nieland[at]bmo-vechta.de

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